Es dürfen auch zwei Messenger sein

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Berlin (dpa/tmn) - Rührt sich der Messenger nicht mehr, ist für viele ein großer Teil ihres sozialen Lebens eingefroren. Der jüngst sechsstündige Ausfall von Facebook-Diensten samt Whatsapp hat deutlich gemacht, wie abhängig manche oder mancher sich von einem einzigen Kommunikationskanal gemacht hat.

Wer das ändern möchte, hat es leicht. Zwei oder im Zweifel sogar mehr Messenger nebeneinander zu betreiben oder auszuprobieren, ist problemlos möglich. Das Verbraucherportal «Mobilsicher.de» empfiehlt etwa Signal, Threema oder Wire. Alle drei sind quelloffen, sicher Ende-zu-Ende-verschlüsselt und stehen für einen pfleglichen Umgang mit Nutzerdaten.

Die Mutter aller Krypto-Messenger

Signal gilt als die Mutter aller Krypto-Messenger. Den von der nichtkommerziellen Organisation Open Whisper Systems betriebenen, kostenlosen Messenger gibt es schon ein Jahrzehnt. Er war der erste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Signals Verschlüsselungsprotokoll nutzen auch andere Messenger wie Whatsapp.

Von Schweizer Entwicklern stammt der Messenger Threema. Er speichert keine Metadaten, ist bei Bedarf auch anonym nutzbar und kostet rund drei Euro. Wire wird den Angaben nach in Berlin programmiert und kann auch ohne Telefonnummer sowie ohne Zugriff auf die Kontakte genutzt werden.

Telefon und SMS

Natürlich kann es sein, dass die Messenger-Alternative, die man selbst favorisiert, im Familien- oder Freundeskreis noch keine signifikanten Zuwächse zu verzeichnen hat. Aber das kann sich ja ändern. Und dann gibt es ja immer noch die Möglichkeit, zu telefonieren oder SMS zu schreiben.

Wer Kurznachrichten sonst gar nicht mehr nutzt oder dafür nicht die Anwendung wechseln möchte, kann übrigens bei fast allen Messengern einstellen, dass die Anwendung auch als Standard-App für SMS fungieren soll.

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