Dänemark lässt keinen Urlaubertransit von und nach Sylt mehr zu

HAVNEBY/LIST (dpa-AFX) - Die dänische Polizei lässt keine deutschen Urlauber mehr zu Transitzwecken über die Grenze. Betroffen davon sind Syltgäste, die mit der SyltFähre von Havneby auf der dänischen Insel Rømø nach List oder in die andere Richtung fahren wollen, wie die dänische Polizei am Dienstagabend mitteilte. Die dänischen Behörden hätten in Havneby bereits Campingfahrzeuge auf die Fähre zurück nach Sylt geschickt, sagte Tim Kunstmann, Geschäftsführer der Rømø-Sylt Linie, der Deutschen Presse-Agentur. Anders als in den vergangenen Wochen, seitdem Sylt wieder für Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper geöffnet ist und auch Camper die Grenze passieren konnten, können Kunstmanns Angaben zufolge ab sofort nur noch Versorgungsfahrzeuge etwa für die Supermärkte auf Sylt mitgenommen werden.

Seit diesem Montag dürfen auch wieder Hotelgäste und Ferienwohnungsurlauber auf die nordfriesischen Inseln. Die Syltfähre hatte daher eine zweite Fähre eingesetzt, um auch die Autozugverbindung zu entlasten. Die Einreise nach Dänemark ist derzeit wegen der Corona-Pandemie nur in begründeten Ausnahmen erlaubt. Transitfahrten, um auf die Insel Sylt zu reisen oder wieder zurück, zählen nach Angaben der dänischen Polizei aber nicht dazu. Es gebe auf deutscher Seite einen Autozug nach Sylt.