Dänemark: Handys verboten, Spielen ist angesagt

Bei Erziehungsfragen ist auf Dänemark immer verlass. In Bildungsstudien liegen die Dänen regelmäßig weit vorne und schrecken auch vor neuen Herausforderungen nicht zurück. In der På Grundtvigsvej Schule in Frederiksberg gilt seit kurzem Handyverbot.

“Wir haben bemerkt, dass die Smartphone die Kinder von sozialen Aktivitäten und Face-to-Face Gesprächen fernhalten”, begründet die Vorsitzende der Schulbehörde Lotte Hvid. Und genau darum geht es hier: es soll auf direktem Wege miteinander geredet und interagiert werden, und nicht auf Facebook, WhatsApp, Instagram und Co.

“Das ist schön, weil meine Freunde jetzt mit mir spielen und nicht auf ihren Bildschirm starren”, freut sich der 4.-Klässler Olau. “Ich hoffe, dass wir unsere Handys noch mitbringen dürfen, und trotzdem weiter miteinander spielen können”.

Bis jetzt ist diese dänische Schule die einzige mit Handyverbot. Das neue Projekt scheint bereits laut Schuldirektorin Louise Hjortebjerg Theil zu funktionnieren: “Es läuft wie erhofft. Während den Pausen spielen und reden die Kinder mehr miteinander”.

In der digitalen Zukunft dürfte das Projekt weitere Schulen inspirieren. Und nicht nur Bildungsanstalten: das sogenannte Phubbing, oder auch “Bildschirmstarren”, verändert den sozialen Kontakt zwischen den Menschen laut Wissenschaftlern stark.

Stop Phubbing Friends and Family at Dinner: 6 Tips for Getting Everyone off the Phone — Table Talk https://t.co/v9bQdyTjtY pic.twitter.com/9LzU1BTISY— The Kitchn (@thekitchn) 7 septembre 2017