Dämpfer für Baugenehmigungen im Juli - aber Plus auf Jahressicht

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WIESBADEN (dpa-AFX) - Bei den Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland geht es auf Jahressicht trotz eines Dämpfers weiter aufwärts. Im Juli bewilligten die Behörden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 31 334 Anträgen für Neu- und Umbau zwar saison- und kalenderbereinigt 0,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Zeitraum Januar bis einschließlich Juli 2021 wurden jedoch insgesamt 6,6 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum, wie die Wiesbadener Behörde am Mittwoch mitteilte.

Das Plus binnen sieben Monaten betrifft den Angaben zufolge im Neubau fast alle Gebäudearten. Bei den Einfamilienhäusern gab es einen Zuwachs um 7,8 Prozent, bei Zweifamilienhäusern waren es 33,8 Prozent mehr, bei Mehrfamilienhäusern 1,9 Prozent. Lediglich bei Wohnheimen wurden weniger Baugenehmigungen erteilt als in den ersten sieben Monaten 2020 (minus 6,7 Prozent).

Im Juli allein stieg die Zahl der Baugenehmigungen im Neubau für Wohnungen in Zweifamilienhäusern um 6,3 Prozent auf 2734 und in Mehrfamilienhäusern um 0,5 Prozent auf 15 858. Bei Einfamilienhäusern gab es dagegen einen Rückgang um 5,5 Prozent zum Vormonat auf 7608.

Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Indikator für den Neubau im Kampf gegen Wohnungsnot in vielen Städten. Allerdings werden in einigen Fällen Wohnungen genehmigt, aber zunächst nicht gebaut - etwa weil Handwerker und Baufirmen wegen großer Nachfrage nach Immobilien keine Kapazitäten haben.

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