Cyril Abiteboul nur halb zufrieden: "Haben 35 Punkte verloren"

Norman Fischer
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84 Punkte konnte Renault in den vergangenen sechs Rennen seit Spa-Francorchamps holen - und damit deutlich mehr als die Konkurrenten im Kampf um Platz drei. Die gute Strähne hat die Franzosen wieder in eine aussichtsreiche Position gebracht. Noch liegt man nur auf Rang fünf, doch McLaren (vier Punkte voraus) und Racing Point (sechs) sind absolut in Schlagdistanz.

Was Teamchef Cyril Abiteboul besonders freut, ist die Tatsache, dass Renault dabei auf verschiedenen Streckentypen ziemlich stark aussah. "Es ist eine gute Saison für uns. Daniel [Ricciardo] hat einen hervorragenden Beitrag für das Team geleistet und wir waren generell ziemlich gut", lobt er.

Aber er sieht auch die Schattenseiten. Vor allem zwei Punkte möchte er als Schwächen hervorheben. Der eine ist der aerodynamische Grip, der das Team in Spanien hat alt aussehen lassen und auch in Portimao für keine optimale Punkteausbeute gesorgt hat.

Der andere ist das Thema Zuverlässigkeit. "Wir haben eine Menge Punkte verloren, ich schätze rund 35 durch Probleme und Unfälle - und das ist auf diesem Niveau nicht akzeptabel", sagt er. "Wir könnten in der Konstrukteurswertung in einer deutlich besseren Position sein."

Trotzdem ist Abiteboul zufrieden damit, wo das Team heute steht, und sieht in dieser Saison noch eine Menge möglich. "Der Kampf um Platz drei bei den Konstrukteuren ist weit offen, und ich wäre zu 100 Prozent glücklich, wenn wir die Saison als Dritter beenden können."

Irgendwann steigen aber auch bei Renault - oder ab nächster Saison Alpine - die Ansprüche: "Wir müssen auf diesem Weg bleiben, wenn wir in den kommenden zwei oder drei Saisons wieder um Titel mitfahren wollen." Das hatte man laut ursprünglichem Plan eigentlich schon jetzt vor ...

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.