Cyber Monday: Gelten andere Regeln zum Umtauschrecht & Co.?

Gelten an Aktionstagen wie dem Cyber Monday andere Regeln für Händler und Verbraucher? (Bild: AP)

Schnäppchen, die von der Rückgabe ausgeschlossen sind oder Warengutschein statt Geld zurück: Rund um Black Friday, Cyber Monday und andere Aktionstage geistern viele Mythen im Netz herum. Doch was ist dran an der Panikmache? Wir verschaffen einen Überblick!

Sind die Schnäppchen vom Rückgaberecht ausgeschlossen?

Keine Sorge, für die Produkte mit Aktionspreisen gilt das 14-tätige Widerrufsrecht genauso wie für alle anderen Waren, die online angeboten werden. Die Frist beginnt übrigens an dem Tag, an dem Sie Ihre bestellte Ware erhalten haben.

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Darf der Händler darauf bestehen, mir statt des Geldes einen Warengutschein auszuhändigen?

Ganz egal, ob es sich um ein defektes Gerät handelt, das Sie während der Garantiezeit an den Händler zurückschicken oder aber die Bestellung innerhalb des 14-tägigen Widerrufsrechts – Sie haben immer das Recht darauf, dass Ihnen der Kaufpreis zurückerstattet wird. Sollte ein Online-Shop auf einen Warengutschein bestehen, schalten Sie am besten den Verbraucherschutz oder einen Anwalt ein, denn dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen unseriösen Anbieter.

Kann mir der Händler eine Rückzahlung verweigern, weil ich die Ware nicht im Originalkarton zurückgeschickt habe?

Nein. Zwar bitten die Online-Shops und –Händler oftmals darum, die Ware in eben jenem Karton zurückzusenden, in dem sie angekommen ist, allerdings ist rechtlich kein Kunde dazu verpflichtet, die Original-Verpackung zu nutzen. Hat es sich also der Familienkater darin gemütlich gemacht – oder Sie haben den Karton versehentlich beim Öffnen beschädigt, können Sie ganz beruhigt sein und die Bestellung ganz einfach in einem anderen Karton zurücksenden.

Wo lauern an Aktionstagen wie dem Cyber Monday die Gefahren?

Tatsächlich tummeln sich viele Fake-Shops im Netz, die vor allem zu Aktionstagen wie dem Black Friday oder Cyber Monday auch Google-Anzeigen schalten und dadurch in das Blickfeld der Schnäppchenjäger gelangen. Ist Ihnen der Online-Shop zuvor noch nicht bekannt gewesen, sollten Sie nach dem Impressum der Seite suchen. Gibt es das nicht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um einen unseriösen Anbieter handelt.

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Auch wenn die Angebote in schlechtem Deutsch beworben werden oder sensible Daten wie Kreditkartennummern & Co. abgefragt werden ist es ein Zeichen dafür, dass es sich um einen Fake-Shop handelt. Gütesiegel sprechen für seriöse Anbieter und nicht zuletzt hilft die Google-Suche, bei der oftmals schon vernichtende Bewertungen zu Ramschportalen wie diesem zu finden sind.

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