Cyber-Attacke „Petya“: Die Angreifer sind auf Chaos aus

Wieder legt ein Trojaner mit Erpressungssoftware weltweit Computer lahm.

Zum Kerngeschäft der Fachleute und Diplomaten, die die Münchner Sicherheitskonferenz seit Jahren auf höchster Ebene versammelt, gehören eigentlich Fragen der Rüstung, militärischer Bündnisse oder terroristischer Gefahren. An diesem Mittwoch aber richtete die Sicherheitskonferenz in Berlin einen Kongress gemeinsam mit der Deutschen Telekom aus – und lud neben Vertretern aus dem Bundesinnenministerium auch Computerexperten und Fachleute für Internet-Technologien ein. Denn die Bedrohung, über die sie nun zu diskutieren hatten, lässt sich nicht mit Panzern und Raketen abwehren: Angriffe aus dem Netz und auf das Netz, per Computer auf Computer.

Hunderttausende Computer lahmgelegt

Dass davon jedes Unternehmen, auch jeder deutsche Konzern betroffen sein kann, ist längst klar – zuletzt hatte es Mitte Mai aber auch unzählige Privatnutzer von Windows-Rechnern in aller Welt erwischt. Erpresser hatten die Schadsoftware „WannaCry“ durch eine Sicherheitslücke auf alte Windows-PC manövriert, mit Datenverlust gedroht – und so Hunderttausende Computer in 150 Ländern lahmgelegt.

Hinzu kommen Angriffe auf das politische System an sich: Seit sowohl in den USA, als auch in Frankreich Hinweise darauf auftauchten, dass ausländische Hacker in die jeweiligen Präsidentschaftswahlen einzugreifen versuchten, steht diese Gefahr auch für die anstehenden Bundestagswahlen im Raum. Nicht nur beim „Berliner Sicherheitstag“ erinnerten die Experten an den großen Bundestag-Hack vor zwei Jahren, als Fremde wochenlang Daten von den Servern der deutschen Parlamentarier abgreifen konnten. Es sei gut möglich, warnen Fachleute, dass im Wahlkampf demnächst geheime E-Mails der Bundeskanzlerin öffentlich werden.

Der Zufall wollte es nun aber, dass...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung