Cut Crease: Alles über den neuen Make-up-Trend

·Lesedauer: 5 Min.

Cut Crease ist kein neuer Basteltrend, sondern DIE Technik in puncto Augen-Make-up. Wir erklären, warum die neue Schminktechnik so beliebt ist und wie Sie funktioniert.

Mit einem Cut Crease verleihen Sie Ihren Augen eine besondere Tiefe.

© Symonenko Viktoriia

Viele fühlen sich durch spezielle Augen-Make-up-Techniken abgeschreckt, da man schon ein wenig Fingerspitzengefühl benötigt, damit sie am Ende wirklich gut aussehen. Der Cut Crease ist allerdings relativ leicht umzusetzen, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet. Und seine Wirkung ist einfach phänomenal!

Was ist ein Cut Crease?

Wie schon erwähnt, handelt es sich beim Cut Crease um ein spezielles Augen-Make-up. Hierbei wird in erster Linie die Lidfalte (engl. "crease") in Szene gesetzt. Sie hebt sich vom Rest des Lids, vor allem vom beweglichen Teil, wie durch einen Schnitt (engl. "cut) ab. Der besondere, intensive Look wird dadurch erzielt, dass das bewegliche Lid in einem hellen, die Lidfalte in einem dunkleren Ton geschminkt wird. Hierdurch wirkt das Auge definierter und ausdrucksstärker. Es erhält mehr Tiefe.

Aufgrund des Einsatzes heller und dunkler Nuancen, mit denen um die Augen herum Brüche erzielt werden, könnte man beim Cut Crease auch von einem "Contouring für die Augen" sprechen.

Cut Crease vs. Smokey Eyes

Auf den ersten Blick ähneln sich Cut Crease und Smokey Eyes sehr. Beide Techniken schaffen einen intensiven, dramatischen Augenaufschlag. Und bei beiden Schmink-Techniken wird dieser Effekt durch die Verwendung von dunkler Farbe erzielt.

Während die Smokey Eyes vor allem durch ihr verrauchtes Aussehen – daher auch die englische Bezeichnung "smokey" für "rauchig" – bestechen, sind Cut-Crease-Eyes wesentlich definierter, aber ebenfalls extrem sexy.

Bei beiden Techniken kommen in der Regel mindestens zwei Lidschatten-Farben zum Einsatz. Doch diese werden auf unterschiedliche Weisen verteilt. Bei den Smokey Eyes wird der innere Teil des Lids, also der Teil, der näher am Auge liegt, mit der dunkelsten Farbe geschminkt, während es weiter außen immer heller wird. Beim Cut Crease erhält der Teil knapp über der Lidfalte die dunkle Farbe, während das bewegliche Lid mit dem helleren Ton geschminkt wird. Bei beiden Techniken werden die Übergänge vorsichtig verwischt.

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Anleitung 1: So schminkt man Cut-Crease-Eyes – Schritt für Schritt

Sie benötigen:

  • Lidschatten-Base (nicht unbedingt nötig, aber gut für ein langlebiges

  • zwei Lidschattenfarben, eine dunklere, eine hellere (bei der Auswahl möglichst in der Farbfamilie bleiben, also ein helles braun und ein dunkles oder ein helles Grau und ein dunkleres Grau. Oder für den helleren Teil einfach ein neutrales Creme oder Weiß wählen.) Beide Töne sollten sich möglichst stark voneinander absetzen.

  • Lidschattenpinsel, möglichst leicht abgeschrägt (Sie können aber auch die Finger nehmen.)

  • Wimperntusche

Schritt 1

Tragen Sie zunächst am besten eine Lidschatten-Base auf. Sie sorgt dafür, dass der Lidschatten da bleibt, wo er hingehört. Zudem kann dieser Primer die Farben intensiver erscheinen lassen.

Schritt 2

Tragen Sie den dunkleren Lidschatten entlang der Lidfalte auf. Orientieren Sie sich hier möglichst am oberen Teil der Falte, also dort, wo Sie den Knochen spüren. Schattieren Sie den dunklen Ton sowohl Richtung Augeninnenseite als auch Richtung Braue leicht aus.

Schritt 3

Nun ist das bewegliche Lid dran. Tragen Sie hier den hellen Lidschatten-Ton auf.

Schritt 4

Um den Look abzurunden, können Sie den dunklen Lidschatten nun auch direkt oberhalb des Wimpernkranzes (dort wo sonst ein Lidstrich sitzt) auftragen. Genauso unterhalb des Auges. Auch ein feiner oder kräftiger Lidstrich kann nun noch gezogen werden. Dies ist aber reine Geschmackssache.

Schritt 5

Am Ende sollten Sie die Wimpern kräftig tuschen, am besten mit Schwarz, aber auch ein brauner Ton kann einen schönen Effekt erzielen.

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Anleitung 2: Cut Crease – besonders leicht gemacht

Sie benötigen zusätzlich:

  • einen kleinen Plastiklöffel

Schritt 1

Tragen Sie zunächst – wie oben beschrieben – eine Lidschatten-Base auf.

Schritt 2

Nun zunächst den hellen Lidschatten auf das bewegliche Lid auftragen.

Schritt 3

Bedecken Sie nun mit dem Plastiklöffel das bewegliche Lid und tragen Sie den dunklen Lidschatten oberhalb des Plastiklöffels auf. Anschließend leicht verblenden.

Schritt 4

Plastiklöffel entfernen und eventuelle kleine Fehler korrigieren bzw. weiter verblenden.

Schritt 5

Das Ganze mit Wimperntusche und evtl. einem Lidstrich abrunden.


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Weitere Tipps für den Cut Cease

  • Farbexperimente: Der Cut Crease kann in allen erdenklichen Farben geschminkt werden. Warum also zum Beispiel nicht mal dunkle und helle Lila-Töne miteinander kombinieren. Dies gibt gerade grünen Augen eine besondere Farbintensität.

  • Metallic und extremer Glitzer: Gerade wenn es mal etwas festlicher werden soll, können Sie für den Cut Crease auch Lidschatten in Metallic auswählen. Auch Lidschatten mit Glitzerpartikeln sehen dann toll aus.

  • Große Augen schminken: Ein weißer Kajalstift auf der Wasserlinie öffnet die Augen optisch.

  • Kajal- oder Kohlestift: Die Lidfalte muss nicht unbedingt mit einem Lidschatten geschminkt werden. Der Cut Crease gelingt auch gut mit einem Kajal oder einem Kohlestift. Manchen fällt es sogar leichter, einen Stift zu verwenden, weil man hiermit präziser arbeiten kann. Das ist Geschmacksache und hängt von der individuellen Schminkroutine ab.

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Kann man den Cut Crease auch im Alltag tragen?

Das Tolle am Cut Crease ist, dass man ihn in dunklen, intensiven Farben schminken, aber auch auf insgesamt helle, zurückhaltendere Töne zurückgreifen kann. Dadurch können Sie den Cut Crease sowohl in ein Abend-Make-up integrieren als auch für den Alltag schminken. Mit hellen Beige- und Braun-Tönen wird der Cut Crease sogar Büro-tauglich.

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