CTS Eventim: Trotz Milliardenumsatz – Aktie rauscht in den Keller

Matthias J. Kapfer
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CTS Eventim: Trotz Milliardenumsatz – Aktie rauscht in den Keller

Der Tickethändler CTS Eventim kann trotz eines satten Umsatzplus die Aktionäre nicht überzeugen. Negativ fällt vor allem das rückläufige EBITDA im Tournee- und Konzertbereich auf. Dennoch bleibt die Aktie aussichtsreich.

Der Tickethändler CTS Eventim präsentiert seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Umsatz verzeichnete mit 1,03 Milliarden Euro, einem Zuwachs von 25 Prozent, einen neuen Rekord. Der Jahresüberschuss kletterte ebenfalls deutlich um 19 Prozent auf 112,8 Millionen Euro. Was aber nicht ganz den Analystenerwartungen gerecht wurde, denn diese hatten Gewinnseitig mehr erwartet. Weitere Zahlen im Detail.
CEO Klaus-Peter Schulenberg kommentierte die Zahlen dennoch positiv: „CTS Eventim hat im Jahr 2017 erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielt. Wir freuen uns sehr darüber, dass dieser Rekord mit einer ganzen Reihe weiterer positiver Entwicklungen einhergeht“.

Live Entertainment: Umsatz top, EBITDA flop

Der Geschäftsbereich Ticketing verzeichnete dank eines weiterhin wachsenden Onlinegeschäfts ein Umsatzplus von 5,9 Prozent auf rund 418 Millionen Euro. Als EBITDA blieb dem Konzern knapp 179 Millionen Euro, was einer satten EBITDA-Marge von 42,7 Prozent entspricht.
Während der Umsatz im Segment Live Entertainment um deutliche 42,7 Prozent auf 627 Millionen Euro stiegen, ging das EBITDA dennoch um vier Prozent zurück. Unterm Strich blieben demnach nur 26,1 Millionen Euro (Vorjahr: 27,2 Millionen Euro). Grund für den Rückgang waren vor allem der Aufbau neuer Festivalmarken sowie Vorlaufkosten für zukünftige Veranstaltungen.
Die diesjährige Dividende wird mit einer Erhöhung um 9 Cent auf 59 Cent der am 8. Mai stattfindenden Hauptversammlung vorgeschlagen werden. Insgesamt werden mehr als 50 Prozent des Jahresüberschusses ausgeschüttet.

Aktie unter Druck

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet CTS Eventim bei einer stabilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einem Umsatzwachstum sowie normalisiertem EBITDA.
Die Papiere des Ticketverkäufers zeigten sich in den letzen Monaten deutlich volatil. Während der Abwärtstrend Ende November beendet wurde und die Aktie Kurs auf die 44,00 Euro-Marke nahm, folgten kurz darauf starke Kursschwankungen.
Und auch nach der Veröffentlichung der Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahrs rutschte die Aktie in den Keller. Die wichtige 200-Tage-Linie wurde deutlich unterschritten. Investierte Anleger hoffen auf einen Rebound, sowie die Rückeroberung der 200-Tage-Linie. Der Ticketverkäufer gilt weiterhin trotz der turbulenten Zeiten als einer der Markführer in der Ticket- und Veranstaltungsbranche Europas.