CSU-Fraktion plant eigenen Personalvorschlag im parteiinternen Machtkampf

Die CSU-Landtagsfraktion will im Machtkampf um die künftigen Spitzenpositionen der Partei bei einer Sitzung am kommenden Montag einen eigenen Personalvorschlag machen

Die CSU-Landtagsfraktion will im Machtkampf um die künftigen Spitzenpositionen der Partei einen eigenen Personalvorschlag machen. Die Fraktion werde bei einer Sitzung am kommenden Montag "gegebenenfalls eine Personalentscheidung treffen und festlegen, wer der Spitzenkandidat nach Wunsch der Fraktion für die Landtagswahl im nächsten Jahr ist", sagte Fraktionschef Thomas Kreuzer am Dienstagabend dem Bayerischen Rundfunk. Dies sei dann der Vorschlag der Fraktion an die Partei, die darüber zu entscheiden habe.

Die CSU-Führungsgremien hatten sich vergangene Woche darauf verständigt, am kommenden Montag vom CSU-Vorstand das künftige Personaltableau der Christsozialen festzurren zu lassen. Vor der Vorstandssitzung kommt die Landtagsfraktion in München zusammen.

Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer steht wegen des schlechten Abschneidens der CSU bei der Bundestagswahl parteiintern unter Druck. Mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst kommenden Jahres wird darüber diskutiert, wie sich die Partei personell aufstellen soll. Am Donnerstag vergangener Woche hatte die Parteispitze eine Entscheidung zunächst vertagt.

Danach blieb offen, ob Seehofer eines seiner Ämter abgeben will. Im Gespräch ist offenbar auch eine Ämterteilung. Als Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten wird Seehofers parteiinterner Widersacher, der bayerische Finanzminister Markus Söder, gehandelt. Er gilt als Favorit in der Landtagsfraktion. Mitte Dezember steht zudem ein CSU-Parteitag an.