Crutchlow zu seiner Zukunft: "Reaktion meiner Tochter hat mich bestätigt"

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Cal Crutchlow wird seine Vollzeit-Rennkarriere in der MotoGP beenden und im nächsten Jahr für Yamaha die Rolle als Testfahrer übernehmen. Ob der Brite in Zukunft auch Wildcards bestreiten wird, ist noch nicht entschieden.

Nach zehn Jahren und 168 Grands Prix wird Crutchlow einen Schritt zurück machen. Der 35-Jährige ist überzeugt, dass es die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt ist. "Ich habe natürlich mit meiner Familie darüber gesprochen", sagt Crutchlow.

"Ich habe mit Lucy (seine Frau: Anm. d. Red.) darüber gesprochen. Als sich das ergeben hat, war es das, was ich machen wollte. Sie wusste, dass es das ist, was ich machen will. Ich konnte nicht wie bisher weitermachen. Wir haben Willow erzählt, dass Daddy im nächsten Jahr nicht mehr fahren wird."

Willow hat Freudentränen verdrückt

Die Reaktion seiner Tochter auf diese Neuigkeit hat Crutchlow endgültig darin bestätigt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben: "Sie saß hinten im Auto, als wir es ihr gesagt haben. Sie hat gefragt: 'Heißt das, dass du mehr zu Hause sein wirst?'. Und ich sagte ja."

"Dann hat sie Freudentränen verdrückt. Das ist der Unterschied. Ich weiß, dass ich für meine Familie, für mich und für meine Zukunft die richtige Entscheidung getroffen habe. Es ist schwierig, diesen Sport zu verlassen, aber ich werde immer noch etwas tun können."

Crutchlow verabschiedet sich von Honda und wechselt zu Yamaha als Testfahrer

Crutchlow verabschiedet sich von Honda und wechselt zu Yamaha als Testfahrer<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Crutchlow verabschiedet sich von Honda und wechselt zu Yamaha als TestfahrerMotorsport Images

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"Zeit mit Lucy und Willow zu verbringen ist etwas, das in diesem Jahr nur eingeschränkt möglich war. Als ich Willow gesehen habe, wie sie reagiert hat, war mir klar, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Ich wusste es schon vorher, aber es war so schön, die Bestätigung dafür auch von meiner Tochter zu erhalten."

Als Testfahrer hat Crutchlow deutlich weniger zu tun als als Rennfahrer. Trotzdem kann er das Adrenalin genießen, ein MotoGP-Bike zu fahren. Er ist weiterhin in ein Projekt involviert und verdient Geld.

Abgesehen von mehr Zeit mit seiner Familie haben auch Verletzungen Crutchlows Entscheidung beeinflusst. "Ja absolut", räumt er ein. "Wir wissen, dass ich mich von schweren Verletzungen gut erholt habe. Aber in diesem Jahr dauert es sehr lange."

"Ich kann nicht sagen, ob sich mein Arm für nächstes Jahr so weit erholt, dass ich 20 Grands Prix fahren kann. Wenn es so eine Saison wie in diesem Jahr wird, mit vielen Rennen hintereinander, dann wäre es für mich schwierig - ganz ehrlich. Ich wollte nicht in diese Situation kommen. Ich will auch nicht jede Woche nach Hause reisen, um daheim permanent Rehabilitation zu machen, weil ich Verletzungen habe."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.