Crash: Diese Crypto-Aktie kollabiert um 40 Prozent!

Martin Weiß
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Kion Group: Erwartungen der Analysten verfehlt – Aktie im freien Fall

Der Hype um Bitcoin und Co schwappte Ende 2017 an die Börse über und sorgte bei einigen Branchenplayern für fulminante Kursgewinne. Diese Zeit scheint vorbei. Ein "Everybody's Darling" der Szene wurde am Dienstag nun von den Bären regelrecht in der Luft zerrissen.

Longfin zählte in den letzten Monaten zu den heißen - gaaaanz heißen - Aktien in New York. Die kleine Fintech-Bude, die irgendwann Verbindungen in die Blockchain-Szene öffentlich machte, verteuerte sich um das 26-Fache und markierte Mitte Dezember 2017 bei 142 Dollar ein Rekordhoch. Seither pendelte der Kurs irgendwo in der Nachbarschaft um 75 Dollar. Zu dieser Zeit wurde das Unternehmen, für das weder seriöse Umsatz- noch Ergebnisschätzung vorliegen, mit rund vier Milliarden Dollar bewertert.

Für Andrew Left war die Fallhöhe offenbar ausreichend hoch.

Am Montagabend bezeichnete der bekannte Short-Seller und Herausgeber von Citron Research Longfin als reine Betrugsmasche: "Die SEC sollte ihnen dicht auf den Fersen sein", so Left, der Longfin vorwirft, dass: "die Unternehmensveröffentlichungen mit Ungenauigkeiten und betrügerischen Aussagen gespickt" sind.

An der Börse reagierten die Anleger auf Lefts Tweet mit schweren Panikattacken. Der Aktienkurs von Longfin sackte am Montag und Dienstag um insgesamt 50 Prozent ab, alleine Dienstag summierte sich Tagesverlust auf 41 Prozent.

Ist das Schlimmste damit vorbei? Noch immer wird Longfin mit 2,6 Milliarden Dollar bewertet, oder um es aus der Sicht der Bären zu sagen: Es ist noch Fleisch am Knochen!

Wie reagierte das Unternehmen? Überhaupt nicht. Auf Anfragen von Medien hieß es, der Vorstandschef befinde sich gerade auf Asienreise.

DER AKTIONÄR meint: Krypto-Währungen und die Blockchain werden sicherlich überleben. Bei Longfin sind wir uns nicht so sicher. Finger weg!