Covid-Zehen: Rätsel um Frostbeulen nach Infektion scheinbar gelöst

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Covid-Zehen: Rätsel um Frostbeulen nach Infektion scheinbar gelöst

Als "Covid-Zehen" werden rötliche oder lilafarbene Hautverfärbungen an den Fingern und Zehen Erkrankter bezeichnet, oft bleiben schuppige Flecken in der Erholungsphase zurück.

Jetzt sind Wissenschaftler*innen offenbar der Ursache dieses Phänomens auf die Spur gekommen: Sie vermuten eine Nebenwirkung der Immunreaktion des Körpers.

Während die am weitesten verbreiteten Symptome einer Covid-Erkrankung Fieber, Husten, Atemnot, Kopfschmerzen und Erschöpfung sind, haben einige Erkrankte in den letzten 18 Monaten Ausschlag an den Füßen und Zehen, manchmal auch an den Fingern und Händen bekommen. Diese erinnern an Frostbeulen.

Auf der Suche nach den Ursachen der "Covid-Zehen" fanden Forscher*innen jetzt einen Zusammenhang zwischen einer "hohen Anzahl an gewissen Antikörpern sowie dem antiviralen Protein Interferon Typ 1" und der Immunreaktion. Neben dem Immunsystem scheinen die Endothelzellen, die die Blutgefäße umgeben, eine entscheidende Rolle bei der Bildung von "Covid-Zehen" und Frostbeulen zu spielen.

"Die Epidemiologie und klinischen Merkmale der frostbeulen-artigen Läsionen sind erschöpfend erforscht und veröffentlicht worden, doch bislang war wenig über die Pathophysiologie bekannt. Unsere Studie verschafft uns neue Erkenntnisse", erklärte Studienautor Dr. Charles Cassius vom Hôpital Saint-Louis in Paris.

Zuvor hatte die British Association of Dermatologists bereits beobachtet, dass "Covid-Zehen" vor allem bei jüngeren Menschen vorkommen und das meist erst zu einem späteren Zeitpunkt im Verlauf der Infektion.

Die vollständigen Studienergebnisse wurden im Fachmagazin 'British Journal of Dermatology' veröffentlicht.

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