Covid-Turbulenzen: Unicef fürchtet Millionen mehr in Kinderarbeit

KÖLN/NEW YORK (dpa-AFX) - Das UN-Kinderhilfswerk Unicef befürchtet, dass die international geächtete Kinderarbeit weltweit deutlich ansteigt. Schätzungen zufolge könnten durch die wirtschaftlichen Folgen der Covid-Pandemie neun Millionen weitere Mädchen und Jungen bis zum Ende diesen Jahres in Kinderarbeit gedrängt werden, teilte Unicef mit.

Weltweit arbeiten den Angaben zufolge schon jetzt 160 Millionen Kinder, statt zur Schule zu gehen - die Zahl war von 2016 bis 2020 Schätzungen zufolge bereits um 8,4 Millionen angestiegen. "Die Zeit drängt: Das Ziel der Weltgemeinschaft, Kinderarbeit bis 2025 zu beseitigen, rückt in weite Ferne, wenn wir jetzt nicht massiv gegensteuern", erklärte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider.

Grund für den Anstieg sind unter anderem globale wirtschaftliche Turbulenzen, die auch zu niedrigeren Löhnen führen. "Gute Arbeitsbedingungen für Eltern, ausreichende Bezahlung und Gesundheits- sowie Sicherheitsmaßnahmen in den Unternehmen tragen hingegen dazu bei, die Kinderarbeit zu verringern", hieß es. Der 12. Juni wurde zum Welttag gegen Kinderarbeit ausgerufen.

Die Rechte, die Kindern weltweit garantiert sind, stehen in der Kinderrechtskonvention. Jedes Kind hat danach unter anderem das Recht auf Leben, Gesundheitsvorsorge, Bildung sowie auf Schutz vor Gewalt und Ausbeutung.

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