Cosquer-Höhle: 2.500 qm grosse Nachbildung öffnet bei Marseille

Die Cosquer-Höhle bei Marseille gilt weltweit als einzige Unterwasserhöhle mit prähistorischen Felsmalereien. Als die Kunstwerke vor 25.000 Jahren entstanden, lag der Meerespiegel 135 Meter niedriger, heute sind die Kunstwerke akut bedroht.

Seit 2015 wurde an einer Kopie gearbeitet, die jetzt eröffnet werden soll. Henri Cosquer entdeckte die Höhle 1985. Er hat "an der Rekonstruktion mitgearbeitet, hauptsächlich mit den Malern und Plastikern, die all die Nachbildungen herstellen, weil, ich habe ja alles im Original gesehen. Denn es geht ja darum, der Realität so nahe wie möglich zu kommen."

2.500 Quadratmeter misst die Höhle unter dem Meeresspiegel, sie birgt rund 600 Zeichen, Bilder und Schnitzereien. Alles wird originalgetreu nachgebildet, und man versucht, alle wissenschaftlichen Aspekte anzusprechen, so Genevieve Rossillon: "Wir haben einen ganzen Raum, der den paläolithischen Kontext beleuchtet: Warum gab es vor 30.000 Jahren große Pinguine im Hafen von Marseille und Gemälde in der Höhle von Cosquer? Und warum ist der Meeresspiegel seit der Eiszeit angestiegen?"

Die Zerstörung dieser Wunderkammer mehr als 30 Meter unter der Meeresoberfläche ist teils natürlich, seit Ende der letzten Eiszeit ist das Waser gestiegen. Seit 2011 aber steigt der Wasserspiegel rasant - diese Erbe der Menschheit wird nur als Kopie überleben.

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