Corona: Ex-Bayern-Star schildert Corona-Leiden

SPORT1, Sportinformationsdienst, dpa
  • Ruder-EM wird verschoben (10.39 Uhr)
  • Nächste Mega-Spende eines Bayern-Stars (08.19)
  • Ex-Bayern-Star schildert Corona-Leiden (06.44 Uhr)

+++ 10.39 Uhr: Ruder-EM wird verschoben +++

Auch die Ruder-Europameisterschaften im polnischen Posen sollen aufgrund der Coronakrise verschoben werden.

Wie der Weltverband FISA mitteilte, wird die Veranstaltung nicht wie geplant im Zeitraum vom 5. bis 7. Juni durchgeführt. In Abstimmung mit dem Organisationskomitee und dem European Rowing Board prüft die FISA derzeit Alternativtermine im September oder Oktober.

Betroffen davon sind aus deutscher Sicht unter anderem der Deutschland-Achter und Senkrechtstarter Oliver Zeidler, die ihren EM-Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen wollen.

Bereits zuvor waren die gesamte Weltcup-Saison der Ruderer sowie die Qualfikations-Regatten für die Olympischen Spiele in Tokio abgesagt worden.

+++ 08.19 Uhr: Nächste Mega-Spende eines Bayern-Stars +++

Nach Leon Goretzka und Joshua Kimmich, die eine Spendenaktion gestartet haben, hat sich der nächste Profi des FC Bayern im Kampf gegen das Coronavirus engagiert. 

Phlippe Coutinho hilft seiner Heimatstadt Rio de Janeiro laut dem Internetportal Globoesporte durch eine 20-Tonnen-Spende mit Lebens- und Hygienemitteln. Dazu lieferte der Bayern-Star einen flammenden Appell. (HIER zur Meldung)


+++ 06.44 Uhr: Ex-Bayern-Star schildert Corona-Leiden +++

Pepe Reina, von 2014 bis 2015 Torwart bei Bayern München, hat seine Leiden während seiner Corona-Erkrankung geschildert. Bereits vergangene Woche hatte er sie beschrieben, als wäre er von einem Lastwagen getroffen worden. Der Mirror zitiert den Torwart von Aston Villa über seine "die schlimmsten Momente" seines Lebens: Am schlimmsten sei es gewesen, "als ich nicht länger atmen konnte, die 25 Minuten, in denen ich keinen Sauerstoff hatte."

Außerdem verspürte der Spanier Fieber, trockenen Husten, permanente Kopfschmerzen sowie "ein ständiges Gefühl der Müdigkeit". Zwar befinde sich der Weltmeister von 2010 auf dem Wege der Besserung, doch an Fußball sei aktuell nicht zu denken. Das Wohlbefinden aller hätte Priorität, sagte Reina. Selbst eine Annullierung der Premier-League-Saison würde er angesichts seiner beschriebenen Ängste akzeptieren.

"Es ist nicht wichtig, die Saison zu beenden", betonte der frühere 37-Jährige. Aktuell ist die Premier League wie die Bundesliga bis 30. April unterbrochen. Dass dann tatsächlich weitergespielt werden kann, glaubt Reina nicht. Er rechne mit einer Pause darüber hinaus, auch wenn ihm die wirtschaftlichen Bedenken der Liga bewusst seien.

"Wenn alle sicher sind sind, ist es Zeit etwas zu unternehmen und Termine festzusetzen", sagte Reina. "Bislang ist es sinnlos über eine Rückkehr-Möglichkeit zu sprechen und diese vorherzusagen."

Dienstag, 31. März

+++ 23.15 Uhr: Früherer Marseille-Präsident Diouf an Corona gestorben +++

Der ehemalige Präsident des französischen Erstligisten Olympique Marseille, Pape Diouf, ist im Alter von 68 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. Dies bestätigte seine Familie der Nachrichtenagentur AFP.

Der zuletzt im Senegal lebende Diouf war nach Ausbruch der Infektion zunächst in ein Krankenhaus in Dakar eingeliefert worden, am Dienstag sollte er zur Behandlung per Flugzeug nach Frankreich überführt werden. Sein Zustand verschlechterte sich allerdings derart schnell, dass er noch vor dem Abflug auf senegalesischem Boden verstarb. 

Der ehemalige Journalist und Spielerberater war von 2005 bis 2009 Präsident von OM. 


+++ 23.14 Uhr: Toronto untersagt Großveranstaltungen bis Ende Juni +++

Der Bürgermeister von Toronto, John Tory, hat alle Großveranstaltungen in der kanadischen Millionenstadt bis zum 30. Juni untersagt.

In Toronto ist mit den Raptors der amtierende Champion der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ansässig, auch das Eishockey-Team Toronto Maple Leafs aus der NHL oder die MLS-Fußballer des Toronto FC wären von den Einschränkungen betroffen. Derzeit pausieren alle Ligen aufgrund der Corona-Pandemie.

Anlass für die rigide Maßnahme ist die Ausbreitung des Virus. Am Dienstag lag die Zahl der COVID-19-Fälle in Toronto bei knapp 800 (acht Todesfälle). "Diese Entscheidung ist nicht leicht zu treffen, aber sie ist notwendig, um die Öffentlichkeit zu schützen und Leben zu retten", sagte Tory.

+++ 22.35 Uhr: Rückschlag für Chinesischen Sport +++

Rückschlag für den chinesischen Sport in der Coronakrise: Die Regierung des asiatischen Landes hat am Dienstag die anstrebten Schritte in Richtung Normalität bis auf Weiteres unterbunden. "Für eine bessere epidemische Prävention und Kontrolle sollten keine größeren Sportereignisse wie Marathons, bei denen sich Menschenmengen versammeln, wieder aufgenommen werden", hieß es in einer Mitteilung der Allgemeinen Sportverwaltung. Auch die Basketballliga CBA und die Fußballliga Chinese Super League müssen offenbar noch warten.

Die CBA hatte laut Berichten eine Wiederaufnahme ihres Saisonbetriebs in den nächsten Wochen ohne Zuschauer erwogen. Die Fußballer warten noch immer auf ihren Saisonstart, der eigentlich im Februar hätte erfolgen sollen.

In China hatte sich das Coronavirus ab Dezember stark verbreitet, zuletzt nahmen die offiziellen Fallzahlen deutlich ab. Die Regierung befürchtet aber eine zweite Welle der Pandemie durch Menschen, die aus dem Ausland einreisen.

+++ 20.56 Uhr: Hoffnungsschimmer: Fußball-Profis in NRW dürfen wieder trainieren +++

In der Bundesliga ruht der Ball noch mindestens bis zum 30. April, doch in Nordrhein-Westfalen darf die Fußballelite trotz der Coronavirus-Pandemie das Training auf dem Rasen aufnehmen. Dies bestätigte Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Dienstag dem WDR.

"Wenn Marco Reus, Axel Witsel oder Roman Bürki durch Dortmund joggen, erregt das zu große Aufmerksamkeit", argumentiert CDU-Politiker Dahmen, der sich bei der Landesregierung in Düsseldorf für eine Lockerung der Regelungen für Berufssportler eingesetzt hat. Für Hobbysportler gilt diese Ausnahmeregelung nicht.

"Das Gesundheitsministerium hat in einem Schreiben klargestellt, dass Profisportler einen Beruf haben und dass sie in ihrer Berufsausübung nicht beschränkt werden dürfen", erklärte Dahmen. Die Profis müssten allerdings Abstände einhalten und dürften nur in Zweiergruppen trainieren.

Die Regelung gelte nicht nur für Profi-Fußballer in NRW, sondern auch für Leistungssportler in den Olympia-Stützpunkten des Landes.

+++ 20.05 Uhr: DFL setzt auch Frauen-Bundesliga bis 30. April aus +++

Die durch die Coronakrise erzwungene Spielpause in der Frauenfußball-Bundesliga wird analog zu den Männern bis zum 30. April verlängert. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstagabend mit."Die Situation wird aufgrund regelmäßiger Abstimmungen zwischen Vereinen, Behörden und DFB fortlaufend neu bewertet", hieß es im Statement des Verbandes.

Sollte es die Situation erlauben, könnte die Saison mit Geisterspielen fortgesetzt werden.  "Für die Frauen-Bundesliga könnten Spiele ohne Zuschauer ein realistischer Rettungsanker sein, um zumindest im Rahmen medialer Präsenz attraktive Spiele zu zeigen und sportliche Entscheidungen herbeizuführen.", sagte Siegfried Dietrich, Vorsitzender des Ausschusses Frauen-Bundesligen. 

Es sei das Ziel, betonte Heike Ullrich, DFB-Direktorin Verbände, Vereine und Ligen, die Liga bis zum 30. Juni "durchzuführen und abzuschließen."  

Wie es in der 2. Frauen-Bundesliga, der B-Juniorinnen-Bundesliga und dem DFB-Pokal der Frauen weitergeht, wird bei Videokonferenzen am Ende der Woche entschieden. Der DFB will am Freitag darüber informieren, aktuell ist der Spielbetrieb in diesen Wettbewerben bis zum 19. April ausgesetzt.

+++ 19.46 Uhr: Unterhaching steht vor schwieriger Aufgabe +++

Für Drittligist SpVgg Unterhaching ist nach dem überraschenden Rückzug seines Hauptsponsors Frostkrone Tiefkühlkost GmbH inmitten der Coronakrise eine prekäre Situation entstanden.

"Wir fallen deswegen nicht in Ohnmacht, müssen aber natürlich schwierige Hausaufgaben erledigen", sagte Vize-Präsident Peter Wagstyl den Onlineportalen Spox und Goal: "Natürlich haben wir noch keinen Nachfolger bereitstehen. Und es wird in der jetzigen Situation eine Herausforderung, einen zu finden."

Man hoffe, dass der DFB die bis Ende Mai laufende Lizenzierungsfrist verlängere.

Trotz der entstandenen finanziellen Probleme wolle man anders als viele andere Drittligisten keine Kurzarbeit beantragen: "Das ist eine Grundsatzfrage: Kann man der Gesellschaft zumuten, dass sich Profispieler aus dem Finanztopf zur Kurzarbeit bedienen?", fragte Wagstyl.


+++ 19.20 Uhr: Inter kürzt Spieler-und Trainergehälter +++

Die Fußballprofis von Inter Mailand akzeptieren als zweites Team der italienischen Serie A eine Gehaltskürzung. Wie mehrere italienische Medien berichten, hat sich Kapitän Samir Handanovic mit dem Management stellvertretend für die Mannschaft bis Ende Juni auf einen Verzicht geeinigt. Auch Trainer Antonio Conte soll zu Einbußen bereit sein.

Über die Höhe der Kürzung des Salärs soll mit jedem Spieler individuell verhandelt werden. Am Samstag hatten die Profis von Rekordmeister Juventus Turin und Trainer Maurizio Sarri als erstes italienisches Team drastischen Gehaltskürzungen zugestimmt.

+++ 19.15 Uhr: Hamburg-Marathon im September geplant +++

Der 35. Hamburg-Marathon wird vom Frühjahr in den Spätsommer verschoben. Statt wie geplant am 19. April soll das Event in der Hansestadt nun am 13. September stattfinden. Dies gaben die Veranstalter bekannt.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Durchführung der Veranstaltung zu diesem Zeitpunkt realistisch ist", hieß es in einer Pressemitteilung: "Auch wenn die organisatorischen Rahmenbedingungen durch bis dahin gewonnene Erkenntnisse zum Gesundheitsschutz von Teilnehmerinnen und Teilnehmern andere als die bislang üblichen sein werden."

+++ 19.03 Uhr: Gehaltsverzicht auch bei Hertha +++ 

Die Profis von Hertha BSC werden sich dem Beispiel zahlreicher Fußball-Bundesligisten anschließen und während der Coronakrise auf Teile ihres Gehalts verzichten.

"Es ist klar, dass bei Hertha BSC der Solidargedanke über allem steht", sagte Geschäftsführer Michael Preetz: "Mannschaft, Trainer- und Funktionsteam, Geschäftsleitung und leitende Mitarbeiter werden bis zum 30. Juni auf Teile ihres Gehalts verzichten, damit die Auswirkungen auf unseren Klub minimiert und vor allem keine Arbeitsplätze im Betrieb gefährdet werden."

+++ 19.00 Uhr: 96-Profis verzichten auf Teile ihres Gehalts +++

Die Profis vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 haben einem Gehaltsverzicht in der Coronakrise zugestimmt. Der Sportliche Leiter Gerhard Zuber sowie Chefcoach Kenan Kocak schlossen sich ihrem Team an. Mit dem Geld soll ein Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze von Klub-Mitarbeitern geleistet werden. 

"Das ist ein großer Beitrag der Mannschaft, der zeigt, dass die 96-Familie zusammenhält – und zwar nicht nur in guten, sondern auch in schwierigen Zeiten", sagte Zuber. Kapitän Marvin Bakalorz fügte an."Es war uns ein großes Bedürfnis, uns solidarisch mit den vielen Mitarbeitern zu zeigen".


+++ 18.20 Uhr: FIFA will finanziell unterstützen +++

Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine Bereitschaft signalisiert, Opfern der Coronakrise aus der "Fußballfamilie" unter die Arme zu greifen.

Der Verband befinde "sich in einer starken finanziellen Situation, und es ist unsere Pflicht, alles zu tun, um ihnen in der Stunde der Not zu helfen", erklärte ein FIFA-Sprecher: "Daher bestätigen wir, dass die FIFA nach einer umfassenden Bewertung der finanziellen Auswirkungen dieser Pandemie auf den Fußball an Möglichkeiten arbeitet, der Fußballgemeinschaft auf der ganzen Welt zu helfen."

Das genaue Format und die Einzelheiten dieser Unterstützung würden "derzeit in Absprache mit den FIFA-Mitgliedsverbänden, den Konföderationen und anderen Interessengruppen geprüft."

+++ 18.05 Uhr: FIA ruft Notstand im Motorsport aus +++

Der Motorsport-Weltverband FIA hat auf die Coronakrise reagiert und eine Art Ausnahmezustand ausgerufen. Um die aktuellen Herausforderungen "ohne Verzögerung und im Einklang mit den Statuten" zu meistern, wird unter anderem die Macht von FIA-Präsident Jean Todt offiziell und zeitlich begrenzt ausgebaut.

Der Franzose darf dringende Entscheidungen, die den Ablauf der Saison 2020 betreffen, nun quasi im Alleingang treffen. Jeder Maßnahme soll aber eine Beratung mit den Kollegen in der FIA-Führung vorausgehen.

Mit Blick auf die Formel 1 sind von nun an Änderungen am schon arg ausgedünnten Kalender nur noch ein Fall für die FIA und das Königsklassen-Management. Eine Abstimmung der üblichen Entscheidungsgremien ist nicht mehr nötig.

Die ersten acht Rennen der Saison wurden im Zuge der Corona-Pandemie bereits verschoben oder abgesagt, so viele wie möglich sollen nachgeholt werden. Zu diesem Zweck werden momentan auch Maßnahmen wie verkürzte Rennwochenenden und eine Ausdehnung der Saison bis in den Januar 2021 diskutiert.

Neben diesen Anpassungen bestätigte der Motorsport-Weltrat der FIA per E-Votum noch weitere Maßnahmen. So dürfen gewisse Änderungen am Reglement in der Coronakrise bereits mit einer 60-prozentigen Zustimmung durch die Teams beschlossen werden. Zudem wurde die Verschiebung der Regel-Novelle von 2021 auf 2022 nun auch offiziell beschlossen.

+++ 16.47 Uhr: EWE Baskets Oldenburg vereinbart Kurzarbeit +++

Basketball-Bundesligist EWE Baskets Oldenburg stellt für April und Mai auf Kurzarbeit um. Wie der Klub am Dienstag mitteilte, gilt diese Regelung für alle Mitarbeiter und Profis.

Auf die Trennung von Spielern wollen die Niedersachsen im Gegensatz zu einigen Ligakonkurrenten aber verzichten.

"Hier in Oldenburg stehen wir in der Krise füreinander ein. Wir planen und beschließen keine Aufhebungsverträge", sagte Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der EWE Baskets: "Das ist für mich auch eine Frage von einer gelebten Unternehmenskultur: Wie gehen wir miteinander um? Und unser Standpunkt ist da ganz klar."

Die BBL hofft noch, die Saison zu beenden. Zuletzt hatte die Liga beschlossen, bis mindestens 30. April zu pausieren.

+++ 16.19 Uhr: Gehaltsverzicht und Kurzarbeit bei Holstein Kiel +++

Auch die Profis von Zweitligist Holstein Kiel verzichten aufgrund der drohenden wirtschaftlichen Probleme durch die Coronakrise freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts.

Wie der Verein am Dienstag mitteilte, schließen sich der Maßnahme sowohl die Spieler als auch das Trainer- und Funktionsteam sowie das Präsidium an. 

"Es zeigt uns, wie verantwortungsbewusst und solidarisch das gesamte Team denkt und handelt", sagte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver. Zudem schickt der Klub seine Belegschaft in Kurzarbeit. Davon betroffen sind alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle und des Nachwuchsleistungszentrums.

+++ 16.12 Uhr: FCI in Kurzarbeit +++

Um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise einigermaßen aufzufangen, geht mit dem FC Ingolstadt ein weiterer Drittligist in Kurzarbeit.

Außerdem verzichten Spieler, Trainer und Management der Schanzer auf Teile ihres Gehalts. Das teilte der FCI mit.

"Entscheidend für uns war die Sicherung der Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", sagte Geschäftsführer Franz Spitzauer: "Es ist ein großartiges Zeichen der Solidarität und des Teamgeistes aller Spieler und Mitarbeiter, die zugestimmt haben, ihren Teil zum Gesamten beitragen zu wollen."

+++ 16.09 Uhr: Fußballmuseum in Dortmund sagt "Hall of Fame"-Gala ab +++

Auch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund ist von der Corona-Pandemie betroffen. Die Ausstellung wurde bis zum 21. April geschlossen, zudem wurde die "Hall-of-Fame"-Gala abgesagt. Diese war kurz vor der EM angesetzt, die aber vom Sommer 2020 bereits ins Jahr 2021 verschoben worden war.

Die 40-köpfige Kernbelegschaft des Museums wurde in Kurzarbeit geschickt.

Bei der Gala sollten Oliver Kahn, Jürgen Klinsmann, Wolfgang Overath, Hans-Jürgen "Dixie" Dörner und Helmut Schön in die Ruhmeshalle aufgenommen werden. Dies soll nun 2021 nachgeholt werden.

+++ 07.31 Uhr: US-amerikanischer Rugby-Verband pleite +++

Der Rugby-Verband der Vereinigten Staaten ist pleite. Wie USA Rugby am Montag auf seiner Internetseite bekannt gab, will der Dachverband sich nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts neu strukturieren und finanziell sanieren.

Die Aussetzung des Spielbetriebs aufgrund der Corona-Pandemie am 13. März habe die bestehenden Finanzprobleme deutlich verschlimmert. Sponsoren hätten Zahlungen reduziert oder eingestellt. 

In Zusammenarbeit mit dem Weltverband World Rugby soll die Handlungsfähigkeit von USA Rugby aufrechterhalten werden, auch die Nationalmannschaften sollen - sofern wieder möglich - weiterhin antreten.

+++ 07.29 Uhr: Ehemaliger brasilianischer Verbandspräsident Marin frei +++

Der ehemalige Präsident des brasilianischen Fußballverbandes CBF, Jose Maria Marin, der in den USA wegen des Korruptionsskandals beim Fußball-Weltverband FIFA inhaftiert war, wird aufgrund eines Straferlasses wegen des Coronavirus vorzeitig freigelassen.

Marins Anwälte hatten aus "gesundheitlichen Gründen" einen Antrag auf Notfall-Freilassung gestellt. Richterin Pamela Chen bewilligte diesen.

Chen verkürzte die Haftstrafe auch wegen "fortgeschrittenen Alters" und des "erheblich verschlechterten Gesundheitszustands", weil Marin ein "gewaltfreier Straftäter" sei und schon "80 Prozent seiner Strafe" abgesessen habe. Der ehemalige Gouverneur von Sao Paulo könnte damit in Kürze erstmals nach fünf Jahren wieder in seine Heimat zurückkehren.

Marin kam seine Bestechlichkeit dennoch teuer zu stehen. Vor einem Jahr verhängte die Ethikkommission des Weltverbandes neben der lebenslangen Sperre eine Geldstrafe von umgerechnet 882.000 Euro. Zuvor wurden dem Brasilianer bei der endgültigen Urteilsverkündung durch die US-Richterin im August 2018 eine Buße von damals rund einer Million Euro aufgebrummt sowie die Rückzahlung von 2,8 Millionen Euro erhaltener Bestechungsgelder anberaumt.

Marin war im Dezember 2017 in sechs von sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen worden, das Strafmaß wurde 2018 auf vier Jahre Haft festgelegt. Marin gehörte jahrelang zum innersten Führungszirkel des früheren FIFA-Bosses Joseph S. Blatter und fungierte auch als Chef der WM-Endrunde 2014 in seiner brasilianischen Heimat. 

+++ 07.23 Uhr: Slowakischer Top-Klub pleite +++

Der slowakische Fußball-Spitzenklub MSK Zilina geht als erstes prominentes Opfer der Coronakrise in die Insolvenz.

Der 1909 gegründete siebenmalige Meister wurde einem Insolvenzverwalter unterstellt, der umgehend die Verträge mit 17 Spielern auflöste. Diese hatten sich Medienberichten zufolge geweigert, einer Gehaltskürzung von bis zu 80 Prozent zuzustimmen.

Zilina hatte die Hauptrunde in der nach einem Wettanbieter benannten Fortuna-Liga auf dem zweiten Platz beendet, die anschließende Meisterrunde ist aufgrund der Pandemie ausgesetzt. 

"Unser Etat basiert auf Transfereinnahmen im Sommer. Diese werden aber höchstwahrscheinlich gleich null sein", teilte der Klub mit. Sollte die Saison fortgesetzt werden, will Zilina sie dennoch mit einer Nachwuchsmannschaft zu Ende spielen. 

+++ 06.20 Uhr: Guardiola: "Werden fetter zurückkommen" +++

Die Coronakrise bereitet Pep Guardiola große Sorgen - auch um sein Gewicht. Der gertenschlanke Teammanager des englischen (Noch-)Fußballmeisters Manchester City befürchtet, sichtlich angefressen aus der Zwangspause hervorzugehen.

"Wir werden nach der Krise stärker, besser, netter und auch ein bisschen fetter zurückkommen", sagte der 49-Jährige in einer Videobotschaft zur Klub-Kampagne "Cityzens At Home".

Montag, 30. März

+++ 20.54 Uhr: Golf-Masters-Veranstalter spendet zwei Millionen Dollar +++

Der Augusta National Golf Club möchte mit einer großzügigen Spende seinen Beitrag zum Kampf gegen das Coronavirus leisten.

Der Veranstalter des berühmten Masters kündigte am Montag an, der hiesigen Universität eine Million Dollar für die sofortige Ausweitung der Coronavirus-Tests zu Verfügung zu stellen. Eine weitere Million soll in einen Notfallfonds für Hilfsmaßnahmen im US-Bundesstaat Georgia fließen.

Das diesjährige Masters, das in der kommenden Woche auf der Anlage an der Magnolia Lane beginnen sollte, wurde wegen des weltweiten Ausbruchs von COVID-19 auf unbestimmte Zeit verschoben. Seit dem Debüt 1934 fiel das Masters lediglich 1943 bis 1945 wegen des Zweiten Weltkriegs aus. 

+++ 17.27 Uhr: DOSB legt Solidarfonds auf +++

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) legt zur Unterstützung des deutschen Sports in der Coronakrise einen Solidarfonds auf.

Die Stiftung Deutscher Sport stellt nach Beschluss des DOSB einen Grundstock von einer Million Euro bereit, um unter dem Titel "Erhalt der Vielfalt des Sports" den gemeinnützigen Betrieb in der Notlage zu unterstützen.

"Wir wollen über unsere Forderungen an die Politik hinaus einen eigenen wertvollen Beitrag leisten, damit unsere einzigartige und vielfältige Verbands- und Vereinslandschaft auch in dieser Krisensituation erhalten werden kann. Nur dann ist es möglich, dass der Sport auch in Zukunft seine umfangreichen und nicht verzichtbaren Leistungen für die Gesellschaft zur Verfügung stellen kann", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.
   
Mit dem Fonds sollen jene der 90.000 Vereine und Verbände in Deutschland, die nachweislich durch die Coronakrise unverschuldet in Not geraten sind, nach Prüfung durch finanzielle Unterstützung oder Sachleistungen gefördert werden.


+++ 16.00 Uhr: FC Bayern unterstützt Hilfsaktion "Mia Gehn Online!" +++

Bayern München unterstützt die angesichts der Coronakrise gestartete Hilfsaktion "Mia Gehn Online!". Ziel der von der Landeshauptstadt München, der ReDI School München und der UnternehmerTUM ins Leben gerufenen Initiative ist es, in Not geratene Münchner Kleinunternehmen bei der Digitalisierung mit kostenloser Beratung zur Seite zu stehen.

"In dieser herausfordernden Zeit müssen die Menschen und Organisationen in München zusammenstehen", sagte Klubvorstand Oliver Kahn: "Der FC Bayern ist Teil der Münchner Community. Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, diese Initiative zu unterstützen. Digitale Lösungen für Münchner Kleinunternehmen zu entwickeln, kann ein wertvoller Beitrag in dieser Krise sein."

 Kahn (50) gibt am Mittwoch (1. April) auch den Startschuss für die digitale Veranstaltung, bei der die teilnehmenden Unternehmen gemeinsam mit den Expertinnen und Experten innerhalb von 24 Stunden passende Lösungen entwickeln. Ziel ist, dass Ladenangebote auch online abrufbar werden.

+++ 13.37 Uhr: Kurzarbeit beim VfL Bochum +++

Auch der Fußball-Zweitligist VfL Bochum schickt einen Großteil seiner Mitarbeiter in Kurzarbeit. Dies teilte der Traditionsklub am Montag mit. Bereits in der vergangenen Woche sei der Arbeitsausfall bei den Bundesagentur für Arbeit angemeldet worden.

Wegen der Coronakrise und der daraus resultierenden Spielpause brechen unter anderem die Fernsehgelder als auch Zuschauereinnahmen komplett weg.

Zusammen mit den Direktoren für die Bereiche Finanzen, Marketing und Vertrieb sowie Organisation bemüht sich die Geschäftsführung um eine VfL-Lösung, um die finanziellen Folgen für die Kolleginnen und Kollegen abzumildern, die am härtesten vom Arbeitsausfall betroffen sind.

+++ 13.13 Uhr: RB Leipzig startet Spendeninitiative +++

RB Leipzig engagiert sich in der Coronakrise für Bedürftige und Institutionen in der Stadt. Der Klub startet eine mehrwöchige Initiative mit Direktspenden und verschiedenen Spendenaktionen, in der Summe will RB mindestens 100.000 Euro zur Verfügung stellen.

In einer ersten Aktion stellt der Herbstmeister der Leipziger Tafel 20.000 Euro über eine Direktspende zur Verfügung. Die Summe erhöht sich durch den Verkauf limitierter Sondershirts, die im Paket mit einem symbolischen Ticket für das am Samstag nicht stattfindende Heimspiel gegen Hertha BSC bestellt werden können. Am Mittwoch startet zudem eine Versteigerung von verschiedenen signierten Teamartikeln der Spieler.


"Wir leben in einer großartigen Stadt mit großartigen Menschen und in diesen Zeiten gilt es mehr denn je, dass wir unsere Stadt aktiv unterstützen. Wir möchten durch diese Spendeninitiative unserer sozialen Verantwortung weiter gerecht werden und auch unsere Fans und Unterstützer aufrufen, ebenfalls mitzuhelfen, sodass wir diese schwierige Situation gemeinsam meistern können", sagte RB-Marketingchef Florian Scholz. 

+++ 13.11 Uhr: Klopapier als kuriose Siegprämie für Golferin +++

Toilettenpapier als Prämie auf der Kaktus-Tour: Der Kreativität sind in Zeiten der Coronakrise offenbar keine Grenzen gesetzt. US-Profigolferin Sarah Burnham staunte zuletzt im Sundance Golf Club in Buckeye/Arizona nicht schlecht, als ihr neben dem Siegerscheck über 2800 Dollar noch etwas Besonderes überreicht wurde.

"Sie haben mir einige Rollen Klopapier gegeben", sagte Burnham den Detroit News, "eine kleine Extraprämie für die Gewinnerin." Wie in Deutschland gilt Toilettenpapier derzeit offensichtlich auch in den USA als rares Gut. Das Land wird aktuell von der Pandemie überrollt. Am Montag waren bereits mehr als 143.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, Tendenz stark steigend.

Trotz der Pandemie hält die Kaktus-Tour an ihrem Spielbetrieb überwiegend im Wüstenstaat Arizona fest, allerdings unter verschärften Bedingungen. So gehen nur Zweier-Flights in gebührendem Abstand auf den Kurs.

Für Spielerinnen wie Sarah Burnham ist die drittklassige Tour eine willkommene Gelegenheit, Spielpraxis zu wahren. Am Dienstag startet in Sun City/Arizona das nächste Event. Die LPGA-Tour für die Elite hat ihren Betrieb vorerst bis zum 14. Mai ausgesetzt.

+++ 13.07 Uhr: Gladbach-Fans als Pappfiguren zu Geisterspielen +++

Als Pappfigur zu Geisterspielen: Fans von Borussia Mönchengladbach bereiten sich mit einer ungewöhnlichen Aktion auf mögliche Bundesliga-Spiele ohne Zuschauer vor. Für 19 Euro können Anhänger in den kommenden Tagen Figuren von sich in Lebensgröße erstellen lassen, die dann auf den leeren Plätzen im Borussia-Park aufgestellt werden.

"Damit erreichen wir als erster Verein, dass das Stadion doch ein wenig Leben bekommt und Fans anwesend sind, obwohl sie in Wahrheit das Spiel zu Hause verfolgen müssen", teilte das Fanprojekt Mönchengladbach (FPMG) mit. Das FPMG werde dafür sorgen, dass "die Figuren auf Wunsch auf ihren echten Plätzen sitzen oder stehen werden."

Einzige Voraussetzung sei das Einschicken eines Fotos. Mit der Erstellung der Pappfiguren sollen zudem zwei kleine Firmen in Mönchengladbach unterstützt werden, die wegen der Coronakrise derzeit die Geschäfte schließen müssen.

+++ 13.05 Uhr: Flensburg verzichtet auf 40 Prozent der Gehälter +++

Auch beim deutschen Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt haben die Spieler einem Gehaltsverzicht zugestimmt. Die gesamte Mannschaft der SG verzichtet zunächst bis zum 30. Juni 2020 auf 40 Prozent ihres Gehalts. Dies teilte Flensburg am Montag mit. Alle Mitarbeiter sowie Spieler und Trainerteam haben demnach einem Antrag auf Kurzarbeit zugestimmt.

"Wir alle sind der Meinung, dass wir der SG helfen möchten. Wir sind uns über diese absolute Ausnahmesituation bewusst, die es vorher so noch nie gegeben hat", sagte SG-Kapitän Lasse Svan. Trainer Maik Machulla meinte: "Es geht längst nicht mehr darum, wie man die Saison abschließt, sondern wann wir uns überhaupt wieder in einer Halle zum Handballspielen treffen können, das, was wir alle so sehr lieben." 

SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke zeigte sich "sehr dankbar, dass die Mannschaft und auch die Geschäftsstelle unter den gegebenen Umständen dieses deutliche Signal gemeinsam senden und auf einen erheblichen Teil ihres Gehalts verzichten". Nun gehe es darum, "mit den neuen und veränderten Planungen für die Saison 2020/21 zu beginnen".

Eine Prognose zu den Einnahmen sei derzeit kaum möglich. "Wir arbeiten an verschiedenen Szenarien mit dem Ziel, um in jedem Fall die Zukunft unserer SG sicher zu stellen", sagte Schmäschke.

+++ 11.09 Uhr: FCK ruft Einkaufshilfe ins Leben +++

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern beweist in der Coronakrise Herz und bietet eine Einkaufshilfe an. Von Montag bis Freitag können sich im Stadtgebiet Kaiserslautern Menschen, die sich derzeit nicht selbst versorgen können, von FCK-Mitarbeitern Einkäufe bis an die Haustüre liefern lassen.

"Was kann es Schöneres geben, als sich in der Not untereinander zu unterstützen, aufeinander zu verlassen und füreinander da zu sein", sagte FCK-Vorstandsmitglied Gero Scira: "Genau dies hat den Verein in seiner gesamten Geschichte ausgemacht, und tut es immer noch, darauf können all unsere Fans und Mitglieder stolz sein."

+++ 10.33 Uhr: Neymar weist Verdacht des Quarantäne-Verstoßes zurück +++

Neymar wehrt sich gegen den Verdacht, er halte sich nicht an die Regeln zur Selbstisolation in der Coronakrise. Der 28-Jährige lebe in seinem Anwesen in Brasilien "völlig isoliert" und lediglich mit jenen Menschen, die mit ihm aus Frankreich dorthin zurückgereist seien, heißt es in einer Stellungnahme von Neymars Kommunikationsteam.


Grund für die Verdächtigungen waren zwei Fotos, die Neymar auf Instagram mit seinen über 136 Millionen Fans geteilt hatte. Darauf ist der Profi des französischen Meisters Paris St. Germain mit Freunden auf einem Beachvolleyballfeld zu sehen.

In der Pressemitteilung hieß es, die Aufnahmen zeigten Neymar zusammen mit Menschen, die ihn bei der Rückkehr aus Frankreich nach Brasilien begleitet hätten und mit ihm in Quarantäne auf seinem Anwesen wohnten. Neymar empfange keine Besuche, einzige Ausnahme sei sein Sohn Davi Lucca.

Neymar war nach Einstellung des Ligabetriebs in Frankreich in sein Heimatland zurückgereist. Dort hält er sich unter Anleitung seines persönlichen Trainers Ricardo Rosa fit. Er sehne das Ende "dieses tristen Moments für die Menschheit" und die Rückkehr in seinen beruflichen Alltag herbei, hieß es in der Stellungnahme.

Inzwischen gibt es ein weiteres Foto vom Beachvolleyballfeld: Darauf ist Neymar mit konzentriertem Blick und nur mit pinkfarbenen Shorts bekleidet zu sehen - allein.

+++ 09.12 Uhr: Subotic beklagt fehlende Solidarität zwischen Klubs +++

Neven Subotic von Bundesligist Union Berlin vermisst in Zeiten der Coronakrise Solidarität zwischen den Fußball-Klubs. "Von Spielern wird aktuell Solidarität gefordert, und das ist nicht nur jetzt, sondern generell richtig. Aber was ist mit den Vereinen? Da scheint das Niveau der Solidarität niedrig, da habe ich kaum gehört, dass Vereine bereit sind, sich gegenseitig zu unterstützten", sagte der 31-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Subotic, Mitglied im Spielerrat der Spielergewerkschaft FIFPro, sieht den Egoismus vieler Vereine als Problem. "Jeder achtet auf sich selbst, alle schauen nur nach oben und hoffen auf Solidarität, aber keiner schaut nach unten und ist selbst solidarisch. Das zeigt, dass die Kommerzialisierung des Fußballs als Geschäftsmodell die Werte des Sport überschattet", sagte der Gründer einer eigenen Stiftung.


Zudem wies FIFPro-Mitglied Subotic auf das Schicksal vieler Spieler im Amateurfußball hin. Diese seien auf ihr volles Gehalt angewiesen. "Die großen Stars sind nicht einmal die Spitze des Eisbergs, sie sind die Spitze der Spitze des Eisbergs. Der ganze restliche Eisberg, den wir nicht sehen, muss aber auch berücksichtigt werden", sagte er.

+++ 06.54 Uhr: NBA-Star nach Infektion geheilt +++

Erleichterung bei Marcus Smart! Nach seiner Infektion mit dem COVID-19-Virus ist der Guard der Boston Celtics geheilt. Der NBA-Star teilte das Ergebnis eines weiteren Tests der Gesundheitsbehörde von Massachusetts auf seinem Twitter-Kanal mit.

 

Smart und seine Celtics-Teamkollegen hatten sich vor gut zwei Wochen vorsorglich in Quarantäne begeben, als die Corona-Infektion von Rudy Gobert (Utah Jazz) bekannt wurde, weil die Teams in der vorherigen Woche gegeneinander gespielt hatten. Bei den Tests der kompletten Mannschaft erhielt Smart zunächst einen positiven Befund.

Der NBA-Star bedankte sich für die Unterstützung und betet für alle nun Betroffenen. Währenddessen gibt es noch keinen Termin für eine etwaige Fortsetzung der NBA-Saison, zu sehr steigen die Corona-Fallzahlen in den USA.

+++ 06.31 Uhr: US-Athleten kritisieren IOC +++

Der US-amerikanische Athletensprecher Han Xiao hat die mangelnde Mitbestimmung von Sportlern im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) harsch kritisiert.

"Sie fühlen sich mit der aktuellen Machtstruktur in der internationalen Bewegung ziemlich machtlos", sagte der Tischtennisspieler dem Deutschlandfunk. Vor der Entscheidung zur Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokio seien die Sorgen und Nöte der Athleten bei Telefonkonferenzen kaum beachtet worden.

"Unabhängig davon, welche Fragen oder welche Diskussionen während des Anrufs oder während des Meetings aufkommen, sind die Ergebnisse dieselben", sagte Xiao: "Die Ergebnisse sind bereits vorher irgendwo aufgeschrieben. Man kann das daran erkennen, dass diese Ergebnisse oft Details oder Diskussionspunkte enthalten, die von IOC-Offiziellen oder Thomas Bach während des Anrufs oder der Konferenz selbst direkt erwähnt wurden. Diese Punkte kamen nicht unbedingt direkt von Athleten. Sie kamen von IOC-Offiziellen."

Zumindest habe es aber ein paar positive Entwicklungen gegeben, sodass die Athleten die Entscheidung zur Verlegung "mehr als zuvor beeinflussen" konnten, sagte Xiao: "Hoffentlich geht diese Dynamik weiter. Es gab aber noch Verbesserungsmöglichkeiten, die offensichtlich geworden sind. Insbesondere, dass es noch ein bisschen länger gedauert hat, als wir es uns gewünscht hätten, bis das IOC und einige der anderen Organisationen ihre Haltung geändert haben."