Coronavirus SARS-CoV-2: Die aktuellen Informationen im Liveblog

ACHTUNG: Dieser Liveblog wird nicht mehr aktualisiert. Den aktuellen Liveblog finden Sie unter diesem Link.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 62.000 (Todesfälle: 525, genesen: über 9.200) - Quelle: Johns Hopkins University

  • In Europa sind Italien und Spanien am meisten betroffen: In Italien sind es über 97.600 Infizierte (Todesfälle: 10.779, genesen: über 13.000) und in Spanien über 80.000 (Todesfälle: 6.802, genesen: über 14.700) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in den USA: Über 142.000 (Todesfälle: mindestens 2.400; genesen: 2.600) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Weltweit Über 704.000 Infizierte (Todesfälle über 33.500; genesen: über 148.800) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bundesrat beschließt historisches, milliardenschweres Hilfspaket mit neuen Schulden von 156 Milliarden Euro

  • US-Präsident Trump verdüstert seine Prognose

  • Merkel: SPD-Chef unterstützt sie, manche Politiker fordern Exit-Strategie

  • Offenbar neuer Termin für Olympische Spiele 2021 gefunden

+++ Desinfektionsmittel aus Kita gestohlen +++

(30.03.2020, 09:05)

Im niedersächsischen Algermissen hat ein unbekannter Täter am Wochenende Desinfektionsmittel aus einer Kindertagesstätte gestohlen. Er brach durch ein Fenster in die Kita "Die kleinen Strolche" ein, wie die Polizei Hildesheim am Montag mitteilte. Neben dem Desinfektionsmittel nahm er auch Bastelwerkzeuge mit.

+++ US-Behörde lässt beschränkte Nutzung von Malariamitteln gegen Coronavirus zu +++

(30.03.2020, 09:00)

Die US-Arzneimittelbehörde hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie die Nutzung von zwei Malaria-Medikamenten in Notfällen erlaubt. Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) habe die Herausgabe oder Verschreibung von Chloroquin und Hydroxychloroquin "durch Ärzte an im Krankenhaus liegende jugendliche und erwachsene Patienten mit Covid-19" genehmigt, teilte das US-Gesundheitsministerium am Sonntag (Ortszeit) mit. Dies sei angebracht, wenn kein klinischer Test verfügbar oder machbar sei.

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+++ FDP-Chef Lindner hält Fördergrenze von Soforthilfen für zu niedrig +++

(30.03.2020, 08:35)

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die Fördergrenze für kleine Unternehmen in der Coronavirus-Krise als zu niedrig kritisiert. "Ich halte die Grenze von zehn Beschäftigten, wo jetzt eine Bar-Soforthilfe ausgezahlt wird, für zu niedrig", sagte er am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Der Bund solle sich stattdessen ein Beispiel an Nordrhein-Westfalen nehmen. Dort liege die Grenze bei den Corona-Soforthilfen bei 50 Mitarbeitern.

"Ich glaube, dass wir jetzt in der Fläche Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivität erhalten müssen." Lindner appellierte zudem an große Unternehmen, die angesichts der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 angekündigt hatten, ihre Mietzahlungen einzustellen, dies im Einzelfall gut zu bedenken. "Wer Hilfe nicht braucht, soll sie auch nicht in Anspruch nehmen", sagte Lindner. Alles andere werde zu Kettenreaktionen führen.

+++ Ölpreise sinken kräftig +++

(30.03.2020, 07:50)

Die Ölpreise sind zum Wochenstart wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie deutlich gefallen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent sackte in der vergangenen Nacht auf den tiefsten Stand seit November 2002. Damals hatten die Ölpreise infolge der Terroranschläge am 11. September 2001 unter Druck gestanden.

Auf der Angebotsseite herrscht aktuell zudem ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland, der die Ölpreise zusätzlich belastet.

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+++ Twitter löscht zwei Botschaften Bolsonaros zu Corona-Krise +++

(30.03.2020, 06:55)

Bolsonaro (AFP)

Der Internetdienst Twitter hat zwei Botschaften des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gelöscht, in denen der Staatschef den Sinn von Isolationsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hatte. Die Botschaften hätten gegen die bei Twitter geltenden Regen verstoßen, erklärte das US-Unternehmen am Sonntag. Es würden solche Botschaften gelöscht, die den Informationen der Gesundheitsbehörden zu der Pandemie widersprächen und das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus erhöhen könnten.

Bolsonaro hat wiederholt eine "Hysterie" über das Virus angeprangert und die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 als "kleine Grippe" bezeichnet. Der rechtsradikale Staatschef warnte auch vor Schäden für die brasilianische Wirtschaft durch die Anti-Corona-Maßnahmen regionaler und kommunaler Behörden und plädierte für eine rasche Rückkehr zur Normalität im öffentlichen Leben.

+++ Präsident Trump revidiert seine Prognosen stark +++

(30.03.2020, 05:55)

Noch vor Kurzem sprach Donald Trump von vollen Kirchen zu Ostern - nun hat der US-Präsident seine Vorhersagen stark revidiert und erwartet kein rasches Abflauen der Pandemie in seinem Land mehr. Anfang Juni würden sich die USA auf dem Weg hinaus aus der Krise befinden, sagte Trump am Sonntag. Die Vereinigten Staaten hatten sich zuletzt innerhalb kurzer Zeit zum neuen weltweiten Hauptzentrum der Pandemie entwickelt.

Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle in den USA stieg nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis zum Sonntagabend (Ortszeit) weiter deutlich an und erreichte rund 142.350. Damit rangieren die Vereinigten Staaten mit immer deutlicherem Abstand vor Italien, China und Spanien. Die Zahl der registrierten Todesfälle durch die Pandemie in den USA nahm der Universität zufolge auf 2494 zu.

Trump äußerte am Sonntag die Erwartung, dass die Rate der Todesfälle in den USA zu Ostern - also in zwei Wochen - ihren Höhepunkt erreichen werde.

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+++ Weltweite Verteilung im Überblick +++

(30.03.2020, 05:50)

Covid-19: Die am stärksten betroffenen Länder - Infizierte, Todesfälle, Genesene (nur in Farbe erhältlich), Querformat 110 x 80 mm, Grafik/Redaktion: dpa. Die Grafik wird alle zwei Stunden aktualisiert. Sie erhalten die Grafik immer mit der Nr. 100757.

+++ Südkorea meldet weniger Neuinfektionen +++

(30.03.2020, 05:50)

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erneut auf unter 100 gesunken. Am Sonntag seien 78 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 9661. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus wurde mit 158 angegeben.

Zwar hatte sich in diesem Monat im Vergleich zum Februar ein deutlicher Abwärtstrend bei den Neuansteckungen eingestellt. Doch Sorgen bereiten den Behörden nach wie vor lokale Häufungen sowie "importierte" Fälle.

+++ Regierung ringt um Eindämmung der Lockerungsdebatte +++

(30.03.2020, 05:35)

Zehntausende Corona-Fälle in Deutschland, und der Anstieg geht weiter: Die Bundesregierung versucht deshalb energisch, die Debatte über eine Lockerung der Abwehrmaßnahmen einzudämmen. Zu groß ist die Angst, die Menschen könnten die gerade erst durchgesetzten Kontaktbeschränkungen zu ignorieren beginnen. Nachdem Kanzlerin Angela Merkel am Wochenende bereits um Geduld gebeten hatte, weist nun eine ganze Reihe ihrer Minister Forderungen zurück, angesichts der sozialen und wirtschaftlichen Belastungen möglichst bald über einen Ausstieg aus den schärfsten Maßnahmen zu reden. Unions- und SPD-Minister sind sich nach der ersten Woche Shutdown durchaus einig - doch die Diskussion endet nicht.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) warf den Befeuerern der Debatte Zynismus vor. "Es geschieht auch, um Leben zu retten, und deshalb ist es aus meiner Sicht zynisch, wenn Einige jetzt beginnen, darüber zu diskutieren, dass gesundheitliche Fragen hintanstehen sollen und dass wirtschaftliche Fragen vorangehen", sagte er am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin".

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+++ Deutschland registriert mehr Infektionen - Lichtblick in Italien +++

(30.03.2020, 05:30)

 Innerhalb eines Tages ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Deutschland um rund 4000 gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag veröffentlichte. Das ist zwar deutlich weniger als am Vortag, doch hatten drei Bundesländer - Baden-Württemberg, Hessen und das Saarland - dem RKI keine neuen Daten übermittelt. Die Zahl der vom RKI registrierten Infektionen stieg um 3965 neue Fälle auf insgesamt 52 547 - das entspreche 63 pro 100 000 Einwohner (Stand 29.3., 0.00 Uhr). Insgesamt seien bislang 389 Infizierte gestorben. In Italien gibt es einen Lichtblick, die Zahlen steigen deutlich langsamer als noch vor einer Woche.

Weltweit waren nach Auskunft der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend mehr als 33 000 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Den Angaben zufolge haben sich mehr als 700 000 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Rund 149 000 infizierte Menschen seien inzwischen genesen. Experten gehen weltweit von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen.

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+++ Wirtschaftsweise stellen Sondergutachten zu Auswirkungen der Corona-Krise vor +++

(30.03.2020, 04:20)

Angesicht der massiven Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft stellt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Montag (11.00 Uhr) ein Sondergutachten vor.

Neben den Auswirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung wollen die sogenannten Wirtschaftsweisen darin auch Maßnahmen zur Diskussion stellen, mit denen die negativen Folgen abgefedert und eine Erholung der deutschen Volkswirtschaft gefördert werden könnten.

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Die Meldungen des Vortages können Sie hier lesen:

+++ Spahn: Fast die Hälfte der Intensivbetten sind frei +++

(29.03.2020, 23:41)

Gesundheitsminister Jens Spahn schilderte im Gespräch mit dem ZDF, wie das deutsche Gesundheitssystem sich für den weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie rüsten würde. "Wir haben etwa vor zwei Wochen die Kliniken aufgefordert, planbare Operationen zu verschieben und das führt, Stand heute Abend, dazu, dass fast die Hälfte der Intensivbetten in Deutschland frei ist. Das heißt also, wir bereiten uns bestmöglich vor auf das, was da kommen kann”, erklärte er und fügte hinzu: “Damit sind fast doppelt so viele Betten in Deutschland in der Intensivmedizin frei wie Italien insgesamt überhaupt hat.”

Selbstkritisch räumte er jedoch ein, dass die vorhandenen Pandemie-Pläne zu selten geübt worden seien. “Auch das ist eine Lektion, die wir denke ich alle gemeinsam gelernt haben. Deswegen möchte ich in Zukunft, für nach der Krise, eine Verpflichtung, solche Pläne zu üben und auch eine Verpflichtung, Vorräte zu haben für solche Lagen."

+++ Polen: Kandidatin will Präsidentenwahl boykottieren +++

(29.03.2020, 23:09)

Die Vorsitzende der polnischen Oppositionspartei Bürgerplattform, Malgorzata Kidawa-Blonska, hat angesichts der Coronavirus-Pandemie eine Verschiebung der Präsidentenwahl am 10. Mai gefordert. Sie rief die Bürger auf, den Urnengang zu boykottieren und zu Hause zu bleiben, falls die Wahlen am geplanten Termin abgehalten werden sollten. Denn dies wäre ihrer Ansicht nach in der aktuellen Situation “geradezu verbrecherisch”, schrieb die liberale Politikerin am Sonntag bei Facebook. In Polen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 22 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Es gibt 1862 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Krankheitserreger. (dpa)

+++ Epidemiologe: Corona-Maßnahmen auf Risikogruppen fokussieren +++

(29.03.2020, 22:39)

Der Epidemie-Experte Gerard Krause hat davor gewarnt, mit extremen Abwehrmaßnahmen der Gesellschaft insgesamt zu schaden. “Man muss aufpassen, dass man aus Ohnmacht vor dieser Situation nicht überschießende Handlungen vornimmt, die möglicherweise mehr Schaden anrichten können als die Infektion selbst”, sagte der Abteilungsleiter Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung dem ZDF.

“Wir wissen, dass zum Beispiel Arbeitslosigkeit Krankheit und sogar erhöhte Sterblichkeit erzeugt. Sie kann Menschen auch in den Suizid treiben. Einschränkung der Bewegungsfreiheit hat vermutlich auch weitere negative Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung”, erklärte Krause.

“Ich bin der Meinung, dass wir den Schwerpunkt unserer Aufmerksamkeit und auch unserer Ressourcen auf den Schutz des Risikogruppen richten sollten und dass wir versuchen sollten, möglichst schnell diese sehr generalisierten Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen zu lockern, so früh es geht. Wir sollten uns darauf einstellen, das frühzeitig und zugleich vorsichtig zu tun”, sagte er. (dpa)

+++ New York baut provisorische Zelt-Notaufnahme +++

(29.03.2020, 22:13)

Im New Yorker Central Park werden Zelte errichtet, die als Notaufnahme für potentielle Corona-Patienten dienen sollen. Bilder zeigen, wie Hilfskräfte in der Nähe des Mount Sinai Krankenhauses mehrere große, weiße Zelte aufbauen, um das Krankenhaus zu entlasten.

Arbeiter erreichten im Central Park in der Nähe des New Yorker Mount Sinai West Krankenhaus eine behelfsmäßige Notaufnahme (Bild: Kena Betancur / AFP)

New York gilt als das Epizentrum der Corona-Epidemie in den USA. 56 Prozent aller neuen Infektionen im Land würden in dem Bundesstaat festgestellt, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Dr. Anthony Fauci, am Sonntag dem Sender CNN.

+++ Streit um Ladenmieten: Adidas erklärt sich +++

(29.03.2020, 21:59)

Der Sportartikelkonzern Adidas zahlt zumindest privaten Vermietern seiner Filialen ungeachtet der Schließungen in der Corona-Krise unverändert die Miete. "Wir haben sie ausgenommen, sie werden ihre April-Miete wie gewohnt erhalten", sagte Unternehmenschef Kasper Rorsted der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe). Die meisten eigenen Geschäfte würden aber von großen Immobilienvermarktern und Versicherungsfonds angemietet. Diese hätten für die Maßnahme, die Mietzahlungen vorläufig einzustellen, "überwiegend Verständnis gezeigt". (AFP)

Kritik von Politik und Kunden: Mehr zu dem Mieten-Shitstorm gegen Großkonzerne erfahren Sie hier

+++ Trump: Harry und Meghan müssen für Schutz selbst zahlen +++

(29.03.2020, 21:44)

Auch US-Präsident Donald Trump hat mitbekommen, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan angeblich in die USA umgezogen sein sollen. Eine herzliche Willkommensbotschaft klingt allerdings anders: Auf Twitter wies Trump das Paar am Sonntag darauf hin, dass die USA nicht für den Personenschutz aufkommen würden. “Sie müssen zahlen!”, schrieb Trump. Seinen Tweet leitete er mit den Worten ein, ein “großer Freund und Bewunderer” von Königin Elizabeth II. und dem Vereinigten Königreich zu sein.

Harry (35) und Meghan (38) hatten sich entschieden, ihre königlichen Pflichten aufzugeben und finanziell unabhängig zu werden. Von April an verzichten sie auf die Anrede “Königliche Hoheit” und nehmen keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus wahr. Zeitweise lebte das Paar mit Sohn Archie in Kanada. Nun soll die Familie in Meghans Geburtsort Los Angeles umgezogen sein. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es am Wochenende zunächst nicht.

+++ Ukraine: Heimkehrer fliehen vor Zwangsquarantäne aus Terminal +++

(29.03.2020, 21:29)

Weil sie wohl nicht in Zwangsquarantäne wollten, sind in der Ukraine Passagiere aus einem Flughafenterminal der Hauptstadt Kiew geflohen. Die aus Thailand mit einem Sonderflug auf dem Fluhafen Kiew-Boryspil eingetroffenen Ukrainer sollten für zwei Wochen in Hotels - und das auch noch selbst zahlen, wie örtliche Medien am Sonntag berichteten. Über den Verbleib der Menschen war zunächst nichts bekannt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor eine zwangsweise Beobachtung aller Heimkehrer angekündigt. (dpa)

+++ Weiterer Toter in Würzburger Seniorenheim +++

(29.03.2020, 21:02)

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein 13. Bewohner nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das teilte das Landratsamt Würzburg am Sonntagabend mit. Der 80 Jahre alte und schwer vorerkrankte Mann sei am Wochenende verstorben. In der Region Würzburg sind damit 14 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, 13 davon waren im Seniorenheim St. Nikolaus wohnhaft. Am Freitagabend starb ein 57-Jähriger in einem Würzburger Seniorenzentrum der AWO. (dpa)

+++ Pelosi macht Trump schwere Vorwürfe +++

(29.03.2020, 20:45)

Die führende US-Demokratin Nancy Pelosi hat Präsident Donald Trump in der Corona-Krise schwere Vorwürfe gemacht. “Sein Leugnen am Anfang war tödlich”, sagte die Sprecherin des Repräsentantenhauses am Sonntag im TV-Sender CNN. Die Oppositionspolitikerin warnte davor, wieder in den Normalbetrieb zurückzukehren, und mahnte, dass alles getan werden müsse, um weitere Tote zu verhindern. “Während der Präsident herumtrödelt, sterben Menschen. Wir müssen einfach jede Vorsichtsmaßnahme ergreifen.”

Die USA sind mittlerweile das Land mit den meisten nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen weltweit: die Johns-Hopkins-Universität verzeichnet derzeit mehr als 132.000. Mehr als 2.200 Menschen starben demnach bereits. Die Lage im Bundesstaat New York ist besonders besorgniserregend. Allerdings breitet sich das Virus auch in Großstädten wie Chicago und New Orleans rasant aus. (dpa)

+++ Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Mitarbeiter-Infektion +++

(29.03.2020, 20:34)

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, “auch nicht die bisherigen Ausnahmen”. Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. (dpa)

+++ Braun: Dauer der Maßnahmen hängt vom Gesundheitssystem ab +++

(29.03.2020, 20:03)

Die Dauer der Kontaktbeschränkungen zur Abwehr des Coronavirus richten sich nach den Worten von Kanzleramtsminister Helge Braun nach der Tragfähigkeit des Gesundheitssystems. Dieses dürfe nicht überfordert werden, erklärte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ZDF. “Der essenziellste Maßstab ist wirklich, dass jeder, der bei uns so krank wird, dass er eine stationäre Behandlung braucht, die auch gut bekommt.”

Der Bund werde mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch noch einmal beraten. Ein wesentlicher Teil der Maßnahmen sei schon am 12. März in Kraft gesetzt worden und gelte in den Bundesländern zum Teil bis zum 20. April. Auf die Frage, ob die Maßnahmen darüber hinaus verlängert werden könnten, sagte er: “Das können wir noch nicht sagen.” (dpa)

+++ Moskau verhängt Ausgangssperre +++

(29.03.2020, 19:39)

Im Kampf gegen das Coronavirus verhängt die russische Hauptstadt Moskau eine Ausgangssperre. Von diesem Montag an dürfe man die Wohnung nur unter bestimmten Umständen verlassen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntagabend mit. Darunter fallen demnach der Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Apotheke und zum nächst gelegenen Müllcontainer. Auch Haustiere dürften nur in einem kleinen Radius um die eigene Wohnung herum ausgeführt werden.

Die russische Hauptstadt wird in den kommenden Tagen nahezu menschenleer sein (Bild: Evgeny Sinitsyn/XinHua/dpa)

Die Moskauer dürften sich “nicht mehr ohne Grund in der Stadt bewegen”, meinte der Bürgermeister. Bislang gab es eine Ausgangssperre für Menschen im Alter von über 65 Jahren. (dpa)

+++ Novartis prüft Malaria-Mittel gegen das Coronavirus +++

(29.03.2020, 19:02)

Der schweizerische Pharmakonzern Novartis setzt bei der Suche nach einem Heilmittel gegen das Coronavirus große Hoffnungen in das Malariamittel Hydroxychloroquin. “Präklinische Studien mit Tieren sowie erste Daten aus klinischen Studien zeigen, dass es das Coronavirus tötet”, sagte Novartis-Chef Vasant Narasimhan der “SonntagsZeitung”. Derzeit würden in Europa und den USA Patientinnen und Patienten für klinische Studien gesucht und in Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in den USA und der Schweiz eine Zulassung per Eilverfahren geprüft.

Zudem würden weitere bereits entwickelte Medikamente untersucht, ob sie für den Einsatz gegen Covid-19 infrage kämen. Auch das Krebsmittel Jakavi sei “sehr vielversprechend”, sagte der Novartis-Chef. Außerdem würden das Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya sowie Ilaris, ein Medikament gegen Fiebersyndrome, auf einen möglichen Einsatz geprüft. (dpa)

+++ Syrien meldet erstes Coronavirus-Opfer +++

(29.03.2020, 18:47)

Eine Woche nach Bekanntgabe der ersten Coronavirus-Infektion in Syrien hat das Bürgerkriegsland den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit gemeldet. Eine Frau sei unmittelbar nach Einlieferung ins Krankenhaus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Ein Test dort habe ergeben, dass sie sich mit Sars-CoV-2 infiziert habe. Wo genau sie starb oder wie alt sie war, teilte das Ministerium nicht mit.

Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, sind Reisen zwischen syrischen Provinzen ab Dienstag und zunächst bis 16. April untersagt. Bildungseinrichtungen wurden bereits geschlossen und der öffentiche Verkehr innerhalb der Provinzen eingestellt. Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad hat bisher zehn Coronavirus-Fälle in den von ihr beherrschten Gebieten gemeldet. (dpa)

+++ Wieder Hunderte Corona-Tote in Italien - aber Anstieg verlangsamt +++

(29.03.2020, 18:20)

In Italien ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Sonntag erneut deutlich gestiegen. Aber die Zunahme der Neuinfektionen hat sich weiter verlangsamt. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten am Sonntag um 756 auf 10.779. Dies ist der höchste Zahl weltweit.

Italien verzeichnet in der Corona-Krise die höchste Sterberate (Symbolbild: Mauro Scrobogna/LaPresse/dpa)

Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg um 5.217 auf jetzt 97.689. Der Tagesanstieg ist deutlich geringer als am Samstag (5.974) und entspricht einer Zunahme um 5,6 Prozent. Vor einer Woche lagen die Zuwachsraten noch im zweistelligen Bereich. (dpa)

+++ Schweiz stellt Personenverkehr mit Italien ein +++

(29.03.2020, 17:50)

Die Schweizerischen Bundesbahnen haben den grenzüberschreitenden Reiseverkehr von und nach Italien bis auf Weiteres eingestellt. Grund seien Anordnungen der italienischen Behörden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit Hinweis auf das Coronavirus bei Twitter mit. Neben dem grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind drei EC-Züge betroffen: Die Strecke Basel-Brig-Mailand, Genf-Brig-Mailand und Zürich-Mailand. Die Züge wenden in Brig beziehungsweise Chiasso. Der Güterverkehr ist von den Einschränkungen nach SBB-Angaben nicht betroffen. (dpa)

+++ Drei weitere Tote in Wolfsburger Heim +++

(29.03.2020, 17:36)

Die Zahl der im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg verstorbenen Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, steigt auf 15. Wie die Stadt Wolfsburg mitteilte, starben drei weitere Menschen. Es handelt sich dabei um Männer im Alter von 80, 86, und 88 Jahren. An positiven Corona-Fällen gibt es aktuell 145.

+++ Kulturstiftung unterstützt Ärzte +++

(29.03.2020, 17:28)

Mit Schutzkleidung für das Gesundheitswesen will die Stiftung Preußischer Kulturbesitz den Kampf gegen das Coronavirus unterstützen. Dafür stellte die Stiftung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung am Sonntag größere Mengen Schutzkleidung und andere Materialien zur Verfügung, wie die von Bund und Ländern getragene Einrichtung mitteilte. Übergeben wurden den Angaben zufolge mehrere Tausend Handschuhe, Schutzanzüge, Atemschutzmasken, Hauben und Überschuhe sowie Alkohol und Desinfektionsmittel. Die Materialien aus Beständen der Staatlichen Museen und der Staatsbibliothek Berlin schützen sonst Restauratorinnen und Restauratoren bei ihrer Arbeit mit gefährlichen Stoffen. (dpa)

+++ Grönland verbietet in der Corona-Krise Alkohol +++

(29.03.2020, 17:05)

Grönland führt auch aus Sorge vor Gewalt gegen Kinder während der Corona-Krise ein vorübergehendes Alkoholverbot ein. Die Maßnahme gilt umgehend und bis zum 15. April für die Hauptstadt Nuuk sowie die nahe gelegenen Siedlungen Kapisillit und Qeqertarsuatsiaat, wie die grönländische Regierung am Wochenende mitteilte.

In der besonderen Situation müssten viele Vorkehrungen getroffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden, erklärte Regierungschef Kim Kielsen. “Der Kern meines Beschlusses ist aber, dass Kinder beschützt werden. Sie sollen ein sicheres Zuhause haben.” Hinzu komme, dass Menschen unter Alkoholeinfluss weniger aufmerksam seien, was letztlich das Infektionsrisiko erhöhe. (dpa)

+++ Virologe rechnet mit Millionen von Infizierten in den USA +++

(29.03.2020, 16:49)

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, rechnet mit Millionen von Corona-Infizierten in den USA. Ausgehend von der aktuellen Lage bestehe die Möglichkeit, dass 100.000 bis 200.000 Menschen in Folge der Pandemie sterben, sagte Fauci am Sonntag dem TV-Sender CNN.

Dr. Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, prognostiziert hohe Infektionszahlen (Bild: Alex Brandon/AP/dpa)

Der angesehene Virologe machte zugleich jedoch deutlich, dass er wenig von Prognosen halte, da man leicht falsch liegen und die Leute in die Irre führen könne. “Schauen Sie sich einfach die Daten an (...) und sorgen Sie sich nicht um diese Worst-Case- und Best-Case-Szenarien”, sagte Fauci. “Wir haben ein ernsthaftes Problem in New York, wir haben ein ernsthaftes Problem in New Orleans und wir werden ernsthafte Probleme in anderen Gebieten entwickeln.” (dpa)

Lesen Sie auch: Fauci zeigt sich fassungslos während einer Rede von Donald Trump

+++ Einrichtung für Flüchtlinge in Unterfranken unter Quarantäne +++

(29.03.2020, 16:33)

Wegen mehrerer Coronavirus-Infektionen ist in Unterfranken eine Einrichtung für Flüchtlinge unter Quarantäne gestellt worden. In einer sogenannten Ankereinrichtung in Geldersheim im Landkreis Schweinfurt sind sieben von insgesamt rund 600 Bewohnern sowie ein externer Beschäftigter mit dem Coronavirus infiziert, wie die Regierung Unterfranken am Sonntag mitteilte. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt wurde demnach die gesamte Einrichtung unter Quarantäne gestellt. (AFP)

+++ New York: Medizinische Ausrüstung reicht nur für eine Woche +++

(29.03.2020, 16:22)

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schlägt angesichts knapp werdender medizinischer Ausrüstung in der Corona-Krise Alarm. Er könnte den reibungslosen Betrieb der Krankenhäuser nur für eine Woche garantieren, sagte er am Sonntag dem TV-Sender CNN. Dabei gehe es nicht nur um Masken, Schutzkleidung und dringend benötigte Beatmungsgeräte, sondern auch um medizinisches Material. Die Ärzte und Pfleger könnten im jetzigen Tempo nicht über Wochen weiterarbeiten und bräuchten Unterstützung. “Hier in New York fühlt es sich wortwörtlich an wie zu Kriegszeiten”, sagte de Blasio. (dpa)

Die Millionenmetropole New York an der US-Ostküste hat sich zum Zentrum der Pandemie in dem Land entwickelt. Wie ernst die Lage dort derzeit ist, lesen Sie hier.

+++ Britischer Ex-Gesundheitsminister: An Deutschland Vorbild nehmen +++

(29.03.2020, 16:05)

Der ehemalige britische Gesundheitsminister Jeremy Hunt hält den Umgang Deutschlands mit der Corona-Pandemie für vorbildhaft. Der konservative Politiker forderte im “Sunday Telegraph”, in Großbritannien einen Großteil der Bevölkerung auf den Erreger Sars-CoV-2 zu testen. Mehr Tests - wie in Deutschland - könnten helfen, die Ausbreitung des Virus zu begrenzen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen besser zu schützen.

Hunt, einst einer der Kontrahenten von Boris Johnson im Rennen um das Amt des Premierministers, verwies auch auf Erfahrungen in Taiwan und Singapur. Dank vieler Tests und Verfolgung von Kontakten hätten dort weitaus weniger drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus eingeführt werden müssen. (dpa)

+++ Frankreich wirft Russland und China Propaganda vor +++

(29.03.2020, 15:47)

Frankreichs Europastaatsministerin hat China und Russland vorgeworfen, ihre Hilfe für andere Staaten in der Corona-Krise zu "instrumentalisieren".

Der französische Präsident Emmanuel Macron mit Frankreichs Europastaatsministerin Amelie de Montchalin (Bild: Reuters)

"Solidarität darf nicht instrumentalisiert werden", sagte Amélie de Montchalin am Sonntag in der Sendung "Questions politiques", die vom Radiosender France Inter, der Zeitung "Le Monde" und France Télévisions gemeinsam veranstaltet wird. Sie warf den beiden Staaten vor, ihre Hilfsaktionen für Propagandazwecke und "schöne Bilder" in "Szene zu setzen".(AFP)

+++ UN-Ermittler fordern Waffenstillstand in Syrien +++

(29.03.2020, 15:42)

Angesichts der Corona-Krise haben UN-Ermittler zu einem Waffenstillstand in Syrien aufgefordert. Dies sei nötig, um "die Katastrophe nicht zu verschlimmern", erklärte der Leiter der UN-Untersuchungskommission für Syrien, Paulo Pinheiro, am Samstag in Genf. In dem Bürgerkriegsland wurden bislang fünf Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet.

Die Coronavirus-Pandemie sei eine "tödliche Bedrohung für die syrische Zivilbevölkerung", erklärte Pinheiro. Das Virus werde "wahllos zuschlagen und verheerend für die Schwächsten sein", wenn nicht sofort Maßnahmen zu dessen Eindämmung ergriffen würden. Um eine Tragödie zu verhindern, müssten die Kriegsparteien der Forderung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres nach einem Waffenstillstand nachkommen, erklärte Pinheiro weiter.(AFP)

+++ Libyen verhängt Ausgangssperre +++

(29.03.2020, 15:21)

Auch im Bürgerkriegsland Libyen gilt wegen einer drohenden Ausbreitung des Coronavirus nun eine tägliche Ausgangssperre. Ab täglich 14.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens des folgenden Tages dürfen die Menschen ihre Häuser nicht mehr verlassen, teilte die international anerkannte Regierung mit Sitz in Tripolis am Sonntag mit. Die Ausgangssperre sollte zunächst kürzer sein, dann wurden aber neue Infektionen bekannt und die Maßnahmen verschärft.(dpa)

+++ Norwegen will Zufallstests anwenden +++

(29.03.2020, 15:19)

Um ein besseres Bild von der Zahl der Coronavirus-Infektionen im Land zu erhalten, will Norwegen bald auch Menschen ohne Symptome testen. Die norwegischen Gesundheitsbehörden bereiteten sich darauf vor, solche zufälligen Tests in die Wege zu leiten, berichtete der norwegische Rundfunksender NRK am Sonntag. Derzeit werde abgeklärt, wie dies durchgeführt und finanziert werden solle, sagte ein Vertreter des nationalen Gesundheitsinstituts dem Sender. Ziel solcher Zufallstests soll sein, die tatsächliche Ausbreitung des Coronavirus besser einschätzen zu können.

Vorbild soll dabei Island sein, das in Rekordzeit die an der Einwohnerzahl gemessen meisten Tests weltweit auf die Beine gestellt hatte. Bis Mitte der Woche sind auf der Nordatlantik-Insel nach Angaben der isländischen Regierung 12 000 der rund 360 000 Einwohner getestet worden, darunter Tausende, die symptomfrei gewesen sind. Ziel soll es letztlich sein, die gesamte Bevölkerung zu testen.

Bis Sonntag wurden in Norwegen nach Behördenangaben 4102 Infektionen nachgewiesen. 22 Menschen sind bislang nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, ihr Durchschnittsalter lag bei 84 Jahren. Rund 85 000 Menschen wurden bis dato auf Sars-CoV-2 getestet, was bedeutet, dass die Tests bei etwa vier Prozent positiv ausgefallen sind.(dpa)

+++ WHO: So erklärt man Kindern das Virus +++

(29.03.2020, 15:08)

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO rät dazu, Kindern die Corona-Krise auf ehrliche und verständliche Weise zu erklären. Man solle Minderjährigen die Liebe und Aufmerksamkeit entgegenbringen, die sie benötigten, um ihre Ängste zu lösen, erklärte das WHO-Regionalbüro Europa in einer Mitteilung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die menschliche Psyche. Dabei solle man «ehrlich mit den Kindern sein und die Geschehnisse auf eine Weise erklären, die sie verstehen können - selbst wenn sie jung sind».

Wie erklärt man dem eigenen Kind die Coronakrise? (Bild: Getty Images)

Hilfreich könne unter anderem auch sein, Kindern möglichst eine Struktur für ihren Alltag zu geben. Dies gelte besonders dann, wenn sie derzeit nicht zur Schule gehen könnten. Eltern müssten zugleich beim Ringen mit ihren eigenen Sorgen die notwendige Unterstützung erhalten, damit sie als Vorbilder für ihren Nachwuchs gelten könnten.

Die Organisation wies darauf hin, dass es sich um eine beispiellose Zeit für alle, jedoch besonders für Kinder handele. Diese erlebten derzeit Sorgen und Ängste, die denjenigen von Erwachsenen sehr ähnelten, etwa die Angst vor dem eigenen Tod, dem Tod von Angehörigen oder medizinischen Behandlungen. Wegen geschlossener Schulen fehle ihnen darüber hinaus ein Umfeld mit Struktur und Anreizen. Zudem hätten sie weniger Möglichkeiten, um ihre Freunde zu sehen.(dpa)

+++ Quarantäne-Massenlazarett in Serbien nimmt erste Patienten auf +++

(29.03.2020, 14:48)

Serbien will Menschen, die nach einer Corona-Infektion nur leichte Symptome aufweisen, in improvisierten Massenlazaretten unter Quarantäne halten. Die ersten zehn Patienten trafen am Sonntag in einem 3000-Betten-Feldlazarett auf dem Gelände der Belgrader Messe ein, wie das staatliche Fernsehen RTS berichtete. Ähnliche Quarantäne-Lazarette werden derzeit in den Großstädten Novi Sad und Nis eingerichtet. Serbien will auf diese Weise die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 verlangsamen. Bis zum Sonntag waren in Serbien 659 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Bislang wurden elf Tote gemeldet. (dpa)

+++ Hilfen für kleine Firmen: Bund und Länder schließen Vereinbarung +++

(29.03.2020, 14:37)

In der Corona-Krise haben sich Bund und Länder bei einem milliardenschweren Hilfspaket für kleine Firmen und Solo-Selbständige auf eine Verwaltungsvereinbarung geeinigt. Dadurch könnten die Länder die Bundesmittel ab Montag abrufen, um Zuschüsse schnell und unbürokratisch auszuzahlen, teilten das Finanz- sowie das Wirtschaftsministerium am Sonntag mit.

Der Bund gibt für das Programm Mittel von insgesamt rund 50 Milliarden Euro - unter anderem dafür hatte der Bundestag einen Nachtragshaushalt beschlossen. Durch die Coronavirus-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate, Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. (dpa)

+++ Deutsche Post bereitet Einschränkungen vor +++

(29.03.2020, 14:23)

Die Deutsche Post bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf «weitere Einschränkungen» ihrer Dienstleistungen vor. «Der Umgang mit solchen Einschränkungen ist uns in besonderen lokalen Quarantäne-Gebieten bereits vertraut», teilte die Deutsche Post am Sonntag mit. Bisher gebe es keine wesentlichen Einschränkungen der Brief- und Paketversorgung in Deutschland. «Wir tun alles, um sowohl unsere Mitarbeiter wie auch unsere Kunden soweit es geht zu schützen und die Postversorgung wie gewohnt aufrecht zu erhalten», teilte das Unternehmen auf Anfrage der dpa mit und machte darüber hinaus keine weiteren Angaben.

Bisher läuft der Postbetrieb regulär, doch die Deutsche Post will nicht unvorbereitet sein (Symbolbild: picture alliance / dpa)

Nach Informationen der «Welt am Sonntag» sieht eine Notfall-Planung vor, dass in extremen Situationen in «geschlossenen Gebieten» lediglich Einschreibebriefe und Sendungen an Behörden oder Gesundheitseinrichtungen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand bei der Post von 30 Prozent sollen demnach Briefe und Pakete nur noch an drei Tagen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand von 80 Prozent sollen Zusteller nur noch einmal wöchentlich austragen. Zu diesen Details äußerte sich die Post nicht. (dpa)

+++ Mit Tauchermasken gegen die Atemnot +++

(29.03.2020, 14:08)

Der Mangel an Beatmungsgeräten ist eine der größten Herausforderungen in der Corona-Krise - und zwingt Ärzte und Krankenpfleger zu kreativen Lösungen: Aus Italien stammt die Idee, dass Corona-Patienten in Notfällen auch mit Hilfe herkömmlicher Tauchermasken künstlich beatmet werden können. Inzwischen haben auch Krankenhäuser in anderen europäischen Ländern die Idee aufgegriffen; in Belgien sind bereits Tests an Patienten geplant. (AFP)

Wie genau diese Art der Beatmung funktionieren soll, lesen Sie hier

+++ Entwicklungsminister Müller: Benachteiligung der Armen verhindern +++

(29.03.2020, 13:51)

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat in der Corona-Krise Sofortmaßnahmen für Kriegsregionen und Entwicklungsländer angekündigt. «Die Corona-Krise trifft jetzt mit aller Härte die ärmsten Menschen in den Flüchtlings- und Krisenregionen», sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag). Man erarbeite ein «umfassendes Programm für die notwendigen Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen in Entwicklungsländern, insbesondere in Flüchtlingsregionen wie dem Krisenbogen um Syrien».

Die Situation für Flüchtlinge wird immer dramatischer, wie hier auf Lesbos (Bild: dpa)

Dazu werde der Etat seines Ministeriums deutlich umgeschichtet, kündigte er an, ohne Details zu nennen. «Es darf in der Corona-Krise nicht zu einer Benachteiligung der Armen gegenüber den Reichen kommen», betonte der CSU-Politiker.

Rund um Syrien seien sieben Millionen Flüchtlinge ohne Schutz, sagte Müller. «Durch die gezielte Bombardierung der Krankenhäuser ist das
syrische Gesundheitssystem kaum handlungsfähig. Aus dem umkämpften Idlib strömen Hunderttausende in Richtung Türkei.» Zudem drohe im Libanon, wo etwa jeder fünfte Einwohner ein syrischer Flüchtling sei, ohnehin schon der Staatsbankrott. «Ohne Zugang zu Wasser und medizinischer Versorgung wird der Coronavirus dort katastrophale Konsequenzen haben.» Die Unterstützung der Flüchtlinge und Aufnahmestaaten in der Region müsse gerade jetzt fortgesetzt und ausgebaut werden.

Müller appellierte an die Deutschen, auch in der Krise Solidarität mit den Ärmsten zu zeigen. Unterstützung und Spenden seien jetzt enorm wichtig, so Müller.(dpa)

+++ Google gibt WHO und Behörden Werbegutschrift in Höhe von 250 Mio. Dollar +++

(29.03.2020, 13:42)

Google gewährt der Weltgesundheitsorganisation WHO und mehr als 100 Behörden aus verschiedenen Ländern eine Anzeigen-Gutschrift von 250 Millionen Dollar, damit sie ihre Informationen über die Werbeplattform des Konzerns verbreiten können.

Die Google-Headquarters im Silicon Valley (Bild: Getty Images)

Kleinen und mittleren Unternehmen sagte Google darüber hinaus Werbegutschriften in Höhe von 340 Millionen Dollar zu, wie Firmenchef Sundar Pichai am Wochenende bekanntgab. Zudem setzt der Internet-Riese einen 200 Millionen Dollar schweren Investitionsfonds auf, der kleinen Unternehmen den Zugang zu Kapital erleichtern soll. Firmen dieser Größe setzen oft auf günstige Anzeigen auf Online-Plattformen wie Google und Facebook, um ihr Geschäft voranzubringen. Gerade sie sind stark von der Coronavirus-Krise betroffen und haben oft zu wenige Ressourcen, um längere Geschäftsausfälle zu verkraften. (dpa)

+++ Toter hessischer Finanzminister: Große Sorgen um Bewältigung der Coronakrise +++

(29.03.2020, 13:13)

Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) hat sich nach den Worten von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) große Sorgen um die Bewältigung der Corona-Krise gemacht. «Große Sorgen vor allen Dingen darum, ob es gelingen könne, die riesigen Erwartungen in der Bevölkerung, insbesondere der finanziellen Hilfen, zu erfüllen», sagte Hessens sichtlich erschütterter Regierungschef am Sonntag. «Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben. Er fand offensichtlich keinen Ausweg mehr. Er war verzweifelt und ging von uns. Das erschüttert uns, das erschüttert mich.» Ermittler gehen davon aus, dass sich der 54-jährige Schäfer das Leben genommen hat.

Volker Bouffier und Thomas Schäfer (Bild: dpa)

Bouffier sagte zum Tod seines langjährigen politischen Weggefährten: «Wir sind geschockt, wir sind fassungslos, und wir sind vor allen Dingen unendlich traurig.» Schäfer habe als exzellenter Fachmann über die Grenzen Hessens hinaus höchste Anerkennung und Vertrauen erfahren. «Gerade ihn hätten wir in einer so schweren Zeit besonders gebraucht», sagte Bouffier mit Blick auf die Corona-Krise. «Die größte Herausforderung unseres Landes, sie erfordert Besonnenheit und Tatkraft. Für beides stand auch Dr. Thomas Schäfer.» Er habe bis zuletzt daran gearbeitet, diese Krise organisatorisch und finanziell zu bewältigen.(dpa)

Mehr Informationen finden Sie hier.

Anmerkung der Redaktion: Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert oder geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie etwa bei der Telefonseelsorge unter der Rufnummer 0800 – 1110111 und 0800 – 1110222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist anonym und kostenlos.

+++ Spanien meldet neuen Höchststand an Todesfällen an einem Tag +++

(29.03.2020, 12:53)

Mit 838 Todesopfern durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden hat Spanien einen neuen traurigen Rekord gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Opfer in dem Land stieg damit auf 6528, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mitteilte.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg innerhalb eines Tages um 9,1 Prozent auf 78.797 Fälle. Mit Ausnahme von Donnerstag war die Zahl der neu hinzugekommenen Corona-Opfer in Spanien in den vergangenen Tagen stetig gestiegen.

Gleichzeitig stieg die Zahl der bereits wieder genesenen Patienten seit Samstag um 19,7 Prozent auf 14.709, wie das Ministerium weiter mitteilte.(AFP)

+++ Luftwaffe holt Patienten aus dem Ausland nach Deutschland +++

(29.03.2020, 12:50)

Die Bundeswehr holt weitere Covid-19-Patienten aus dem Ausland zur Behandlung nach Deutschland. Ein militärisches Transportflugzeug vom Typ A400M startete am Sonntag von Wunstorf in Richtung Straßburg, um von dort zwei Patienten nach Stuttgart zu fliegen. Die schwer erkrankten Franzosen würden anschließend im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgt, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. «Frankreich braucht jetzt unsere Hilfe. Und natürlich stehen wir unseren Freunden bei», sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Sie habe deshalb mit ihrer französischen Amtskollegin Florence Parly die Übernahme der Patienten vereinbart.

Am Samstag hatte die Luftwaffe bereits sechs Patienten in Italien abgeholt und nach Nordrhein-Westfalen gebracht. In deutschen Kliniken sind - anders als in Italien - derzeit noch ausreichend Kapazitäten vorhanden, um Menschen zu versorgen, die unter der Lungenkrankheit leiden und auf künstliche Beatmung angewiesen sind. Wie ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntag berichtete, ist demnächst noch ein weiterer Flug ins norditalienische Bergamo geplant.(dpa)

+++ Maas: Mehr als 160.000 Deutsche zurückgeholt +++

(29.03.2020, 12:03)

Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte am Samstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter allen Beteiligten, die daran "unfassbar hart" gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: "Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten."

Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. "Wir machen weiter", twitterte Maas.

Zunächst hatten alle EU-Länder versucht, angesichts der im Zuge der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen ihre Bürger in Eigenregie zurück nach Hause zu holen. Mittlerweile gibt es eine Koordination.(AFP)

+++ Grönland verbietet Verkauf von Alkohol +++

(29.03.2020, 11:48)

Weil sie wegen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Corona-Krise mehr Gewalt befürchtet, hat die Regierung in Grönland den Verkauf von Alkohol in der Hauptstadt Nuuk verboten. Die Entscheidung diene vor allem dem Schutz von Kindern, erklärte Regierungschef Kim Kielsen am Samstagabend. In Grönland ist sexueller Missbrauch von Kindern weit verbreitet.

Die "besondere Situation" erfordere Präventionsmaßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, erklärte Kielsen mit Blick auf die Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus. Seit knapp einer Woche sind in Grönland die Schulen geschlossen, Versammlungen mit mehr als zehn Menschen wurden verboten. Seither verzeichneten die Behörden einen Anstieg bei häuslicher Gewalt.

"Leider haben wir in den vergangenen Wochen in Nuuk mehr häusliche Gewalt verzeichnet", sagte Gesundheitsministerin Martha Abelsen vor Journalisten. Der exzessive Alkoholkonsum mancher Eltern könne für Kinder ein Sicherheitsrisiko sein, fügte sie an.

Das Alkoholverkaufsverbot trat mit sofortiger Wirkung am Samstag in Kraft. Es soll bis mindestens 15. April gelten.(AFP)

+++ Von der Leyen setzt trotz Coronakrise weiter auf Klimaschutz +++

(29.03.2020, 11:28)

Für die Zeit nach der Corona-Krise setzt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf hohe Investitionen in den Klimaschutz und die Digitalisierung. «Die werden beim Wiederaufbau eine ganz dominante Rolle spielen», sagte von der Leyen in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Ursula von der Leyen (Bild: Getty Images)

Gerade in der Krise helfe ja vor allem digitale Technik, ob nun beim Lernen der Schulkinder, bei Videokonferenzen im Homeoffice oder beim 3D-Druck von medizinischen Schutzvisieren gegen Corona. «Wir werden in ganz Europa massiv neu investieren müssen», sagte von der Leyen. «Dabei sollten wir ganz bewusst auf Zukunftstechnologien setzen und auf saubere Technologien. Der Klimawandel geht ja nicht weg, weil ein gefährliches Virus grassiert.»

Von der Leyen hatte nach ihrem Amtsantritt am 1. Dezember den sogenannten Green Deal für ein klimaneutrales Europa bis 2050 zur Priorität erklärt, ebenso wie die Digitalisierung und die «geopolitische Rolle» der EU. Tschechien und Polen hatten zuletzt Vorbehalte gegen Klimaschutzmaßnahmen in der Corona-Krise geäußert. Von der Leyen betonte jedoch: «Bei unseren Schwerpunkten bleibt es.»(dpa)

+++ In Moskau verbreitet sich das Virus rasant +++

(29.03.2020, 11:23)

In der russischen Hauptstadt Moskau steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen rasant. Mehr als 1000 Menschen hätten sich bereits mit dem hochansteckenden Virus infiziert, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag mit. «Die Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung hat ein neues Ausmaß erreicht.» Die meisten Corona-Fälle in Russland entfallen auf die Millionenmetropole Moskau. Landesweit wurden mehr als 1500 Fälle bekannt.(dpa)

+++ Australien meldet Anstieg häuslicher Gewalt +++

(29.03.2020, 10:56)

In der Coronavirus-Pandemie verzeichnet Australien einen dramatischen Anstieg bei Fällen häuslicher Gewalt. Wie Premierminister Scott Morrison am Sonntag mitteilte, stiegen die Suchanfragen mutmaßlicher Opfer im Internetdienst Google seit der Verhängung umfassender Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus um 75 Prozent an. Auch Frauenrechtsorganisationen sprachen von höheren Fallzahlen. Morrison kündigte ein Maßnahmenpaket gegen häusliche Gewalt in Millionenhöhe an.

Die im bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales tätige Frauenrechtsorganisation Women's Safety teilte mit, mehr als 40 Prozent ihrer Mitarbeiter hätten einen Anstieg an Klienten gemeldet. Zwei Drittel der Fälle seien unmittelbar auf die Coronavirus-Pandemie zurückzuführen.

Aus dem benachbarten Bundesstaat Victoria berichtete die Hilfsorganisation Wayss, dass sich die Anfragen der Polizei mit Bitte um Unterstützung bei Missbrauchsfällen fast verdoppelt hätten. Auch Wayss sah einen Zusammenhang zu den Isolationsmaßnahmen wegen der Coronavirus-Pandemie. Dass viele Menschen zu Hause seien und weder zur Arbeit gehen noch sich frei bewegen könnten seien Faktoren, die zu mehr häuslicher Gewalt beitrügen, sagte Wayss-Chefin Liz Tomas im Sender ABC.

Darüber hinaus gebe es auch Fälle, in denen Täter das Coronavirus benutzten, um ihre Partnerinnen zu missbrauchen, sagte Tomas. So habe es "ein halbes Dutzend" Fälle gegeben, in denen Männer behauptet hätten, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, damit ihre Partnerin das Haus nicht verlassen könne.(AFP)

Auch in Deutschland machte Bundesaußenminister Heiko Maas schon auf die Problematik aufmerksam.

+++ RKI-Chef: Müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht reichen +++

(29.03.2020, 10:31)

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, kann nicht ausschließen, dass sich die Versorgungssituation in der Corona-Krise auch in Deutschland zuspitzen könnte.

Der Leiter des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler (Bild: dpa)

Das machte er mit Blick auf die dramatische Situation in Ländern wie Italien deutlich. «Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben. Ob es so kommt, ist Spekulation», sagte Wieler im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».(dpa)

Mehr Informationen finden Sie hier.

+++ Kanada schränkt Inlandsreisen für Menschen mit Symptomen ein +++

(29.03.2020, 10:29)

Menschen mit Symptomen einer Coronavirus-Infektion dürfen innerhalb Kanadas nicht mehr mit dem Zug oder Flugzeug reisen. Die neuen Reiseeinschränkungen gelten ab Montag, wie Premierminister Justin Trudeau am Samstag auf einer Pressekonferenz ankündigte. Reisende müssen sich demnach vor dem Einsteigen einem Gesundheitscheck unterziehen.

Die neue Regelung gilt Trudeau zufolge vorerst nicht für Nahverkehrszüge, sondern nur für Verbindungen zwischen den Ortschaften. Auch Busreisen sind ausgenommen, da diese nicht in die Zuständigkeit der Bundesbehörden fallen.(AFP)

+++ Ruheforscher: Das hilft Ihnen in der Krise +++

(29.03.2020, 09:46)

Der Ruheforscher Hans-Günter Weeß warnt vor krankmachender Anspannung durch die Corona-Krise. «Bleiben Sie über Telefon und neue Medien in ausreichendem Austausch mit Freunden und Angehörigen, denn soziale Kontakte wirken sich entspannend aus», rät der Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums im rheinland-pfälzischen Klingenmünster.

«Wem es gelingt, trotz der Herausforderungen durch das Coronavirus gelassen zu bleiben, erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine entspannte Nacht», betonte der Buchautor («Schlaf wirkt Wunder»). Besonders in den Gesundheitsberufen sei es wichtig, zwischen Schichten auf sich zu achten und für ausreichend Ruhe zu sorgen.

Weeß rät auch dazu, sich nur bei glaubwürdigen Quellen über den Stand der Pandemie zu informieren. «Vermeiden Sie aber eine exzessive Nutzung der Medien. Setzen Sie sich bewusst ein zeitliches Limit für Fernsehen und Social Media.» Die ständige Beschäftigung mit der Lage und das Warten auf Nachrichten erhöhten die psychische Belastung.

Für guten Schlaf könne hilfreich sein, sich Belastendes von der Seele zu reden oder zu schreiben. «Tauschen Sie sich mit dem Partner oder mit Freunden am Telefon aus oder schreiben Sie Ihre Sorgen und Nöte auf ein Blatt Papier oder in ein Tagebuch», sagte der 56-Jährige.

Schreiben Sie sich die Sorgen von der Seele, rät der Experte (Bild: Getty Images)

Viele würden die Corona-Krise als Situation erleben, in der sie sich noch nicht befunden haben. «Dieser gesellschaftliche Ausnahmezustand geht nicht spurlos an den Menschen vorüber. Das Coronavirus ist zwar eine körperliche Erkrankung. Aber viele Menschen haben große Nöte um Gesundheit, Job, Angehörige und Freunde. Diese Sorgen können zu einer psychischen Belastung und zu Schlafstörungen führen», sagt Weeß.

Gerade in der aktuellen Krise sei ausreichender Schlaf wichtig. «Schlaf ist das wichtigste Regenerations- und Reparaturprogramm des Menschen. Und ganz wichtig zu wissen in Zeiten der Corona-Pandemie: Tiefer und fester Schlaf stärkt Immunsystem und Abwehrkräfte.»(dpa)

+++ Pflegekassen starten Rettungsschirm +++

(29.03.2020, 09:40)

Die Pflegekassen haben umfassende finanzielle Unterstützung für Heime und Pflegedienste in der Corona-Krise zugesagt. «Wir haben einen Pflege-Rettungsschirm aufgespannt, der sofort hilft», sagte der Vize-Vorstandschef des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Gernot Kiefer, der Deutschen Presse-Agentur. Mehrkosten für Schutzausrüstung oder Personal würden voll von der Pflegeversicherung übernommen. Dies solle den 11 700 Heimen und mehr als 15 000 Pflegediensten konkret helfen, um die rund vier Millionen Pflegebedürftigen weiterhin versorgen zu können.(dpa)

+++ RKI meldet 3965 Neuinfektionen +++

(29.03.2020, 09:34)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 52.547 angegeben - ein Plus von 3965 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 57.695 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 389 Todesfälle, die JHU 433 Tote.(AFP)

+++ Olympia-Eröffnungsfeier am 23. Juli 2021 in Tokio +++

(29.03.2020, 08:35)

Die für dieses Jahr abgesagten Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen nach Berichten aus Japan und den USA voraussichtlich am 23. Juli 2021 eröffnet werden. Die Schlussfeier soll demnach am 8. August steigen. Die wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagten Spiele waren ursprünglich für den 24. Juli bis 9. August 2020 vorgesehen.

Schneefall im März in Tokio (Bild: Getty Images)

Das Internationale Olympische Komitee und die Organisatoren in Tokio hätten sich auf diesen Termin geeinigt, schrieb die «New York Times». Der japanische Fernsehsender NHK berief sich auf Informationen aus dem Organisationskomitee, wonach der Sommer-Termin als Option bevorzugt werde. Die Paralympics würden demnach vom 24. August bis zum 5. September stattfinden. Eine offizielle Bestätigung gab es dazu allerdings nicht.

«Die Spiele sollen im Sommer stattfinden, daher sollten wir an eine Zeit zwischen Juni und September denken», zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo Japans früherer Ministerpräsident Yoshiro Mori, den Präsidenten des Organisationskomitees.(dpa)

+++ Empörung über Stopp der Mietzahlungen von finanzstarken Firmen +++

(29.03.2020, 08:24)

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen geäußert. «Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel», sagte sie am Samstag in Berlin. Die Corona-Hilfsgesetze böten dafür keine Grundlage. Es gelte weiterhin: «Mieter müssen selbstverständlich ihre Miete zahlen. Falls sie tatsächlich infolge der Krise in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten geraten, kann ihnen lediglich für einen begrenzten Zeitraum nicht gekündigt werden.»

Gerichte könnten überprüfen, ob die Voraussetzungen hierfür vorliegen, fügte Lambrecht hinzu. Mieter seien gut beraten, mit ihren Vermietern nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen, wenn sie tatsächlich in Zahlungsschwierigkeiten seien.

Händler wie H+M, Deichmann oder auch Adidas stoppen ihre Mietzahlungen (Bild: dpa)

Zuvor hatten bekannte Handelsunternehmen wegen der angeordneten Ladenschließungen die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt. Darunter sind Handelsketten wie Deichmann und H&M sowie Markenhersteller wie Adidas. Deichmann sprach von einer «präventiven Maßnahme, um die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten».(dpa)

+++ Stichwahlen in Bayern nur per Briefwahl +++

(29.03.2020, 07:44)

Es ist eine historische Stichwahl in Bayern: Zum ersten Mal überhaupt findet die Wahl um die Spitzenposten in den Kommunen des Freistaats ausschließlich per Brief statt.

Am 29. März werden insgesamt in 750 Kommunen und Landkreisen die Ämter von Bürgermeistern, Oberbürgermeistern und Landräten per Stichwahl neu bestimmt (Bild: dpa)

Damit nichts schiefgehen kann und die Wahl an diesem Sonntag auch rechtssicher ist, hat der Landtag eigens eine gesetzliche Regelung hierzu beschlossen. Laut Innenministerium finden in ganz Bayern rund 750 Stichwahlen um die Posten der ersten Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte statt - überall dort, wo im ersten Durchgang vor zwei Wochen keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen holte.(dpa)

+++ Bundesregierung: Schutzmasken im Schnellverfahren kaufen +++

(29.03.2020, 07:27)

Angesichts des akuten Engpasses bei Schutzmasken und -kitteln setzt die Bundesregierung in der Coronavirus-Krise auf eine beschleunigte Beschaffung des Materials. Das Gesundheitsministerium habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet, berichtete die "Welt am Sonntag". Da bei dieser Vorgehensweise keine Verhandlungen stattfinden, können Geschäfte schneller abgewickelt werden. Unternehmen, die auf das Angebot eingehen, müssen dem Bericht zufolge mindestens 25.000 Stück eines der beiden Produkte liefern, einen Mindeststandard garantieren und die Lieferung verantworten.

Eine Lieferung von Atemschutzmasken aus China soll in Niedersachsen helfen (Bild: dpa)

"Wir wollen Ärzte, Pflegekräfte und alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, bestmöglich schützen", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Welt am Sonntag", "Deswegen beschaffen wir als Bund medizinische Schutzausrüstung aus aller Welt und beliefern damit alle Bundesländer und Kassenärztliche Vereinigungen." Das Ministerium biete "faire, feste Preise für alle, die uns aus dem In- und Ausland mit Schutzmasken und Schutzkitteln beliefern".(AFP)

+++ Armin Laschet fordert Debatte über Exit-Strategie +++

(29.03.2020, 07:24)

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wendet sich in der Debatte über die Beschränkung des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch", schrieb der CDU-Vize in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag". "Wir müssen schon jetzt die Zeit in den Blick nehmen, in der die rigiden Maßnahmen erste Wirkung zeigen."(AFP)

+++ Volkswirte sagen herben Einbruch der Wirtschaftsleistung voraus +++

(29.03.2020, 07:19)

Die Volkswirte führender deutscher Finanzorganisationen sagen als Folge der Corona-Krise einen herben Einbruch der Wirtschaftsleistung voraus. Demzufolge dürfte das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um rund fünf Prozent sinken - ähnlich wie nach der Finanzkrise 2009. Dabei gehen die Ökonomen in ihren Rechenmodellen davon aus, dass um Anfang Mai herum wieder weitgehend gearbeitet werden kann.

«Um die Ausbreitung des Covid-19-Virus zu verlangsamen, muss die deutsche Wirtschaft derzeit eine notwendige Atempause einlegen, die voraussichtlich ein bis zwei Monate dauern wird», sagte Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie erwartet bereits für März einen «rapiden Anstieg der Arbeitslosigkeit».

Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) äußerte die Einschätzung, die Industrie werde nach Abklingen der Pandemie voraussichtlich nicht im selben Tempo hochfahren, wie sie jetzt herunterfahre. Sie sei international stark vernetzt und abhängig von funktionierenden Lieferketten.

Marc Schattenberg von der Deutschen Bank rechnet mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt um etwa 0,5 Punkte auf eine Quote von 5,6 Prozent, sofern die Krise im Mai weitgehend überwunden sein wird. Dann dürfte die Wirtschaftsleistung 2020 um 4,5 bis 5 Prozent zurückgehen.(dpa)

+++ Katholische Kirche: Ostern ohne Gottesdienste +++

(29.03.2020, 07:16)

Erstmals in ihrer Geschichte plant die katholische Kirche in Deutschland ein Osterfest ohne Gottesdienste in den Kirchen. Die Corona-Krise hat zu einem Verbot geführt - jedenfalls für den Fall, dass sich Gläubige vor Ort versammeln. «Wir werden aber auch über die modernen Medien viele Gottesdienste anbieten können», versprach der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin ganz zuversichtlich, der Funke der Freude wird auch so überspringen.»

Die Kirche wolle dem Gottesdienstverbot mit Kreativität begegnen, sagte der Limburger Bischof. «Wir üben uns jetzt in neuen Formen der Kommunikation.» Seelsorger skypten und mailten und beteiligten sich an Helferdiensten. Die Welle der Solidarität in der Gesellschaft sei «wunderbar», sagte der 58-Jährige. «Hoffentlich erinnern wir uns nach der Krise nochmal daran, wer jetzt die "Helden des Alltags" sind.»(dpa)

+++ Johnson stimmt Briten auf schwere Zeiten ein +++

(29.03.2020, 07:11)

Mit einem emotionalen Brief stimmt der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson seine Landsleute auf schwere Zeiten ein und schließt auch noch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Lungenkrankheit nicht mehr aus. «Es ist wichtig für mich, offen und ehrlich mit Ihnen zu reden - wir wissen, dass die Lage sich verschlechtert, bevor sie besser wird», heißt es in dem Schreiben, das Downing Street am Samstag in London veröffentlichte und das in der kommenden Woche an 30 Millionen Haushalte geschickt werden soll. Die Regierung treffe die richtigen Vorbereitungen und je stärker diese Regeln befolgt würden, desto weniger Leben würden verloren und desto eher könne man in ein normales Leben zurückkehren.

Johnson schloss aber auch eine weitere Verschärfung der Maßnahmen nicht aus: «Wir werden nicht zögern, weiterzugehen, wenn uns der wissenschaftliche und medizinische Ratschlag sagt, dass wir das tun müssen.»

Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg am Sonntag in Großbritannien auf über 1020, die Zahl der bestätigten Infektionen lag bei rund 17 300. Neben Johnson haben sich auch Gesundheitsminister Matt Hancock und Thronfolger Prinz Charles mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Montag hatte der Premierminister nach langem Zögern eine Ausgangssperre verhängt. Noch Anfang März hatte er geprahlt, er habe Menschen in einem Krankenhaus, darunter Covid-19-Patienten, die Hände geschüttelt. Das werde er auch weiterhin tun, sagte er damals.

In dem Brief rechtfertigt Johnson die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus. Er verstehe die Schwierigkeiten, die diese «Störung» verursacht habe. «Aber die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, sind absolut notwendig, aus einem sehr einfachen Grund. Wenn zu viele Menschen auf einmal ernsthaft krank werden, kann der (Nationale Gesundheitsdienst) NHS nicht damit fertig werden. Das wird Leben kosten.» Deswegen müsse die Ausbreitung der Krankheit verlangsamt werden, «um so viele Leben zu retten wie möglich». Es gebe nur die einfache Anweisung - «Sie müssen zuhause bleiben.»(dpa)

+++ Ehefrau von Kanadas Premier Trudeau hat sich von Covid-19 erholt +++

(29.03.2020, 07:06)

Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Grégoire Trudeau, hat die Lungenkrankheit Covid-19 überwunden. «Ich fühle mich so viel besser und habe die Entwarnung von meinem Arzt und dem Gesundheitsamt von Ottawa erhalten», schrieb sie am Samstag (Ortszeit) auf Facebook. Sie drängte ihre Landsleute, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Anstelle sich direkt zu treffen solle man die sozialen Netzwerke nutzen.

Justin Trudeau , Kanadas Premierminister, und dessen Frau Sophie Gregoire Trudeau (Bild: dpa)

Sophie Grégoire Trudeau hatte vor gut zwei Wochen mitgeteilt, nach einer Reise nach London positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden zu sein. Sie hatte angekündigt, in Isolation zu bleiben. Sie fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome. Justin Trudeau hatte daraufhin angekündigt, er werde sich auch isolieren und von zuhause aus arbeiten, obwohl er keine Symptome hatte.

In Kanada wurden mittlerweile knapp 5500 Infektionen registriert, mehr als 60 Menschen starben an der Krankheit, wie aus den Daten der Johns Hopkins Universität hervorgeht.(dpa)

+++ Medienforscher warnen: Starke Verbreitung von Fakenews +++

(29.03.2020, 07:03)

Die Corona-Pandemie beschert Falschmeldungen in sozialen Medien im Internet eine starke Verbreitung. «Falschinformationen gibt es im Prinzip immer», sagte der Jenaer Medienpsychologe Tobias Rothmund der Deutschen Presse-Agentur. Aber wenn Menschen verunsichert seien oder sich bedroht fühlten, würden sie besonders stark weiterverbreitet. Im Extremfall führten solche Fake News nicht nur zu mehr Angst und Panik, sondern schadeten der Gesundheit - etwa bei irreführenden Tipps zur Vorbeugung oder Behandlung einer Infektion, warnte der Social-Media-Forscher. Jeder sei gefordert, Informationen kritisch zu hinterfragen, bevor er sie an Bekannte weiterleite.(dpa)