Umsatzeinbrüche bei Coronabier? Unternehmen widerspricht

Erst heiß es, dass das Unternehmen, das das “Corona”-Bier vertreibt, die Auswirkungen des Coronavirus negativ zu spüren bekommen würde. Dem wurde nun mit einem Statement klar widersprochen.

Der Umsatz von Corona-Bier ist massiv eingebrochen. (Bild: Getty Images)

Dieser Artikel wurde aufgrund des neuesten Statements am Mittwochabend aktualisiert.

Die Ausbreitung des Coronavirus macht vielen Unternehmen schwer zu schaffen.

Laut einer Umfrage der Werbeagentur 5WPR wird besonders die Biermarke Corona in den USA aufgrund des Namens gemieden. 5WPR befragte 737 amerikanische Biertrinker über 21 Jahre zu ihrer Meinung zu der mexikanischen Biermarke. 38 Prozent der Befragten gaben an, dass sie derzeit unter keinen Umständen Corona kaufen würden.

Corona-Unternehmen widerspricht

Das Unternehmen Constellation Brands, das die Biermarke in den USA vertreibt, macht offenbar andere Erfahrungen. In einem Statement heißt es nun, der Umsatz sei in den letzten vier Wochen bis zum 16. Februar sogar um 5 Prozent gestiegen.

“Es ist äußerst bedauerlich, dass die jüngsten Fehlinformationen über die Auswirkungen des Virus auf unser Geschäft in traditionellen und sozialen Medien ohne weitere Untersuchung oder Validierung verbreitet wurden”, heißt es in dem Statement. Und weiter: “Wir haben keine Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter, Einrichtungen oder Betriebe gesehen und unser Geschäft entwickelt sich weiterhin sehr gut.”

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“Es steht außer Frage, dass Corona-Bier unter dem Coronavirus leidet”

Unter denjenigen, die angaben, Corona normalerweise zu trinken, sagten nur vier Prozent, dass sie damit aufgehört haben, aber 14 Prozent sagten, sie würden das Bier nicht mehr in der Öffentlichkeit bestellen.

“Es steht außer Frage, dass Corona-Bier unter dem Coronavirus leidet”, sagt Ronn Torossian, Gründer und CEO von 5WPR.  Es sei derzeit einfach unangenehm, in eine Bar zu gehen und zu sagen: “Hey, kann ich ein Corona haben?”

Rückgang: Bierabsatz auf historischem Tiefstand

Während die Marke behauptet habe, dass die Verbraucher verstehen, dass keine Verbindung zwischen dem Bier und dem Virus bestehe, ergab die Umfrage ein anderes Bild. 16 Prozent der Befragten seien unsicher darüber gewesen, ob das Virus mit dem Bier in Verbindung stehe.

Google-Suchanfragen zur Biermarke stiegen an

Dass es anscheinend Unsicherheiten gibt, zeigen auch die weltweiten Googleanfragen mit den Stichworten “Corona Beer Virus”, die im Februar nach oben schnellten.

Allerdings ist nicht auszuschließen, dass Google den Trend selbst gefördert hat, weil das Bier in den Suchvorschlägen auftaucht, wenn nach dem Virus gegoogelt wird.

Fragwürdige Witze in den sozialen Medien

In den sozialen Medien reißen derweil die Scherze über die Namensgleichheit nicht ab, was sicher ebenfalls nicht verkaufsfördernd wirken dürfte. Ein Video, in dem eine Influencerin mit Mundschutz kistenweise Corona Bier in den Ausguss kippt, wurde auf Facebook bereits 8,2 Millionen Mal geklickt.

 

Und auch bei Instagram und Twitter zeigen sich die Nutzer immer wieder kreativ, um die Biermarke in Zusammenhang mit dem Virus zu setzen.


 

 Kritik gab es zudem für einen Tweet der Marke selbst. Zu einem Bild, das Corona Flaschen am Strand zeigte, twitterte der Bierkonzern: “Coming ashore soon” (auf Deutsch: Kommt bald an Land). Kurz zuvor war der erste Corona-Fall in Kalifornien aufgetaucht. Das bewerteten viele Nutzer als geschmacklos. Der Tweet wurde mittlerweile gelöscht.

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