"Das Coronavirus gibt es": Michael Wendler rudert teilweise zurück

teleschau
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Der Wendler bricht sein Schweigen auf Instagram: Wochen nach seinem Aus bei "DSDS" und seiner verschwörungstheoretischen Medienschelte im Zuge der Corona-Pandemie wandte sich der Schlagersänger nun von den USA aus an seine Fans - und nahm seine Frau in Schutz.

Wochenlang war es ruhig auf dem Instagram-Kanal von Michael Wendler. Nach seinen skurrilen Aussagen über die Corona-Pandemie inklusive einer Tirade gegen die vermeintliche "Gleichstellung" der Medien bei der Corona-Berichterstattung, meldete sich der Schlagersänger und ausgeschiedene Juror von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) nun per Statement aus Florida zurück. Und der Inhalt kommt nun durchaus überraschend. In seiner Instagram-Story betont Wendler, kein Corona-Leugner zu sein. "Das Coronavirus gibt es", stellte der Schlagersänger klar. Stattdessen führt der 48-Jährige einen neuen Begriff ein: "Ihr könnt mich einen Corona-Realisten nennen."

Ein Verschwörungstheoretiker oder "Aluhut-Träger" sei er hingegen nicht, beteuerte Wendler. Er habe sich in den vergangenen Wochen nicht gemeldet, um das große Ganze zu betrachten. Laut Instagram-Statement fühlt er sich teilweise ungerecht behandelt: "Es ist wirklich absurd, was ich teilweise in den deutschen Medien über mich lesen muss", schrieb er. Besonders leid tut ihm die Situation aber für seine Frau Laura, die eine unpolitische und selbst denkende Person sei, die mit seinen Aussagen nichts zu tun habe. "Wenn der Ehemann eine Bank ausraubt, muss die Ehefrau doch nicht auch in den Knast." Der Wendler bezeichnete den Umgang mit Laura als "unanständig" und berichtete, dass sich nahezu alle Partner der Influencerin in Folge seiner Aussagen zurückgezogen hätten.

Reue empfindet der Schlagersänger gegenüber seinem alten Arbeitgeber. Dass er RTL explizit in seiner Medienschelte nannte, tue ihm im Nachhinein Leid, ließ er wissen. Er habe dem Sender Unrecht getan. "Ich entschuldige mich in aller Form bei RTL." Offenbar bemühte sich der Sender auch um ein Interview, stand gar in Florida vor der Haustür Michael Wendlers, doch der lehnte ab - was er nun ebenfalls bereut. Auch andere Medien, inklusive die öffentlich-rechtlichen Fensehsender, würden seiner Meinung nach aktuell differenzierter über die Pandemie berichten.

Corona-Maßnahmen seien nach wie vor "unfassbar"

Gegen Ende seiner Ansage berichtete der 48-Jährige von einem für ihn offenbar prägenden Erlebnis: Zu "Let's Dance"-Zeiten schlitterte Deutschland in den ersten Lockdown, und er und Laura seien "wie Hunde auf die Straßen geschmissen" worden, da die Hotels schlossen. Seine Haltung zu den Corona-Maßnahmen revidierte Michael Wendler allerdings nicht. Nach wie vor sei "unfassbar", was in Deutschland passiere. In Florida herrsche dank Donald Trump hingegen eine Euphorie. Zum Abschluss kündigte er an, auch bald wieder nach Deutschland zurückzukehren, möglicherweise seien im Sommer auch wieder Konzerte möglich. "Ich bin auch nicht auf der Flucht", lachte der Schlagersänger.

Anfang Oktober hatte Michael Wendler in einer Instagram-Story seinen sofortigen Ausstieg aus der Jury von "Deutschland sucht den Superstar" verkündet und dies mit einer Verschwörungstheorie begründet: "Ich werfe der Bundesregierung bezüglich der angeblichen Corona-Pandemie und deren resultierenden Maßnahmen grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung und das Grundgesetz vor." Nahezu alle Fernsehsender - inklusive RTL - seien "gleichgeschaltet" und mitschuldig, erklärte er seinerzeit weiter. Die geplante Fernsehhochzeit mit dessen Frau Laura fiel daraufhin ins Wasser. Zudem cancelte eine große deutsche Supermarktkette eine Werbekampagne, deren Gesichter Laura Norberg und Michael Wendler waren.