Coronavirus-Ausbrüche in zwei weiteren Pflegeheimen

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MELLE/FREITAL (dpa-AFX) - Bei großen Coronavirus-Ausbrüchen in zwei weiteren Pflegeeinrichtungen sind insgesamt mehr als 110 Bewohner positiv getestet worden. Wie die jeweiligen Einrichtungen und Landkreise mitteilten, kam es im niedersächsischen Melle im Landkreis Osnabrück und im sächsischen Freital zu einer Reihe von Ansteckungen. In beiden Fällen seien die Betroffenen isoliert worden.

In Melle habe eine Reihentestung ergeben, dass 50 Bewohner und acht Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert seien, teilte die Einrichtung mit. Derzeit gebe es ein Besuchsverbot und es würden noch weitere Testergebnisse erwartet, sagte ein Landkreissprecher am Mittwoch. Insgesamt werden ihm zufolge 75 Menschen in der Einrichtung betreut. Nach Angaben des Pflegeheims befinden sich zurzeit drei Bewohner zur medizinischen Versorgung im Krankenhaus.

In Freital handelt es sich bei den positiv Getesteten um 63 Bewohner und 29 Mitarbeiter des Heims, wie aus einer am Dienstagabend veröffentlichten Allgemeinverfügung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hervorgeht. Der Landkreis ordnete für die Bewohner häusliche Quarantäne an, sie dürfen ihre Zimmer nicht ohne Zustimmung des Pflegepersonals verlassen. Zudem gelte für das Heim bis auf Widerruf ein grundsätzliches Betretungsverbot.

Zuletzt hatten die Ausbrüche in Heimen wieder zugenommen. In einem Heim in Berlin-Lichtenberg waren 15 Todesfälle zu beklagen.