Corona macht Seeler zu schaffen

SID
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Für Fußball-Idol Uwe Seeler sind Spiele ohne Zuschauer im Stadion "eine Katastrophe - wie eine Suppe ohne Salz", sagte der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft im Interview der Hamburger Morgenpost anlässlich seines 84. Geburtstags am Donnerstag (Service: Die Tabelle der Bundesliga).

Auch sonst macht Uwe Seeler und seiner Frau Ilka die Corona-Pandemie mächtig zu schaffen. "Corona dauert schon viel zu lange. Wir fragen uns wie viele oft: Wann ist dieser Scheiß bloß vorbei?", sagte Seeler.

Der ehemalige Stürmer fügte an: "Die Maske nervt mich, ich kriege dadurch schlecht Luft. Aber natürlich halten wir uns an die Vorgaben. Man weiß ja nicht, wie sich eine Ansteckung in unserem Alter auswirkt."

Seeler macht sich Gedanken um Familien

Vor allem machen sich die Seelers aber Gedanken um jüngere Familien. "Wir haben den Vorteil, dass wir im Garten oder auf der Terrasse ein paar Schritte gehen können", sagte Seeler.

Man fühle sich "eingesperrt, aber muss zurückhaltend sein. Für Eltern mit drei Kindern in einer kleinen Wohnung muss das schrecklich sein".

Normalerweise, das ergänzte Ehefrau Ilka, gehe sie mit ihrem Mann "gern zum Essen, treffen uns mit alten Spielern, Freunden. Das ist alles unterbrochen. Das tut uns am meisten weh. Man kann telefonieren, aber das ist im Vergleich Gammel."

Die Seelers sind seit 61 Jahren glücklich verheiratet und wohnen im Norden von Hamburg.