Corona-Maßnahmen lasten weiter schwer auf Chinas Dienstleistungssektor

PEKING (dpa-AFX) - Die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor ist erneut eingebrochen. Der am Donnerstag vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Service-Bereich fiel von 42,0 Punkte im März auf 36,2 Punkte im April. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 40,0 Punkte gerechnet. Liegt der Index unter der Marke von 50 Punkten, wird von einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit ausgegangen.

Bereits im März war der Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor um 8,2 Punkte und damit so stark wie seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren nicht mehr eingebrochen. Nun bewegt sich der Index auf dem niedrigsten Niveau seit Februar 2020.

Die jüngsten Covid-Ausbrüche in China belasteten den Angaben zufolge weiterhin die Verbraucherausgaben und bedrohen das Wirtschaftswachstum. Die April-Daten erfassten auch die Auswirkungen des Lockdowns in Shanghai, wo Millionen wochenlang in ihren Häusern eingesperrt waren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

"China verschärft die Covid-19-Beschränkungen in Peking und weitet sie anderswo aus", resümierte Marktanalyst Jeffrey Halley vom Handelshaus Oanda. Die Null-Covid-Strategie belaste weiter die Binnenwirtschaft und verschlimmere internationale Lieferkettenprobleme.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.