Corona-Krise: Erste Insolvenzen auf dem Berliner Großmarkt

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Berlin. „Das ist ein Bild des Jammers“, entfuhr es Dieter Krauß am Mittwochmorgen, als er den Gang der Fruchthof-Halle auf dem Berliner Großmarkt in Moabit herunterblickte. An normalen Tagen, also ohne Pandemie, sei hier „Gewusel“, sagte Krauß. Zwischenhändler und Gastronomen feilschen dann auch mal lautstark um Preise, Mitarbeiter des Großmarkts transportieren Waren von den Ständen auf die Parkplätze vor der Halle. Doch in Berlin läuft das touristische und gastronomische Leben derzeit auf Sparflamme. Und die Händler im Großmarkt sorgen sich um ihre Existenzen. Erste Insolvenzen gibt es bereits. „Ich sehe ein Kartenhaus vor uns und befürchte, dass im Januar alles zusammenfällt“, erzählte ein Händler.

Vor Corona waren rund 300 Firmen mit etwa 2500 Mitarbeitern auf dem Gelände des Großmarkts an der Beusselstraße tätig. Etwa 580.000 Tonnen Waren wurden hier umgeschlagen, gingen von hier an Gastronomen, Hotel, Betriebskantinen, aber auch Schulen und Kliniken. Doch nun sind viele Restaurants geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen empfangen und auch in Betriebskantinen und sogar in Schulküchen bleibe der Hunger aus, so Krauß. „Den Händlern auf dem Großmarkt fehlt jede Perspektive“, beklagte der Vorstand des Fruchthofs. Viele Mitarbeiter seien noch immer in Kurzarbeit. Mehr und mehr gelangen die Händler zudem auch finanziell an die Belastungsgrenze.

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Berliner Großmarkt: Mietstundungen in der Corona-Krise erdrücken die Händler

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