Im Corona-Jahr 2020 deutlich weniger Nashörner in Südafrika getötet

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Weniger Nashörner in Südafrika getötet

Offenbar wegen des Corona-Lockdowns ist in Südafrika die Zahl der von Wilderern getöteten Nashörner im vergangenen Jahr um ein Drittel gesunken. Es seien 394 getötete Tiere entdeckt worden, teilte am Montag Umweltministerin Barbara Creecy mit. 2019 waren noch 594 Nashörnern getötet worden.

Die meisten Tiere (245) wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr im bei Touristen sehr beliebten Krüger-Nationalpark getötet. Das waren aber deutlich weniger als im Jahr zuvor. "Während des harten Corona-Lockdowns sank die Zahl der in den Krüger-Park eindringenden Wilderer massiv", erklärte Creecy. "Allerdings hat sich das im Laufe des Jahres wieder geändert, als der Lockdown gelockert wurde. Ende des Jahres, vor allem im Dezember, gab es einen massiven Anstieg der Wilderei."

Die Umweltschutzorganisation WWF führte die Entwicklung ebenfalls auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkung der Bewegungsfreiheit auch für Wilderer zurück. Ungeachtet dessen sei die Entwicklung über die Jahre gesehen "dramatisch". So habe der Krüger-Nationalpark in den vergangenen zehn Jahren fast 70 Prozent seiner Nashörner verloren.

Den Wilderern geht es bei den Tieren um die Hörner. Diese sind sehr wertvoll und bringen auf dem Schwarzmarkt bis zu 55.000 Euro pro Kilo ein. Sie bestehen wie etwa menschliche Fingernägel zwar nur aus Keratin, dennoch gelten sie in der traditionellen Medizin als Heilmittel. Außerdem werden die Hörner auch als Trophäen gehandelt, die als Sinnbild für Reichtum und Erfolg gelten.

mid/mid