Corona-Hilfe: Britische Rennstrecken erhalten staatliche Unterstützung

Markus Lüttgens
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Die britische Regierung greift den Rennstreckenbetreibern in der Coronakrise finanziell unter die Arme. Insgesamt zehn Rennstrecken erhalten in Form von Darlehen eine Summe von 6 Millionen britischen Pfund, umgerechnet aktuell 6,71 Millionen Euro.

Das Geld stammt aus einem Hilfsprogramm im Umfang von 300 Millionen Pfund des Ministeriums für Digitalwirtschaft, Kultur, Medien und Sport, welches am Donnerstag verabschiedet wurde, und welches unter anderem Kultur- und Sporteinrichtungen für ausgefallene Zuschauereinnahmen in Folge der coronabedingten Einschränkungen entschädigen soll.

Die Summe von 6 Millionen Pfund wird zwischen dem Unternehmen MotorsportVision (Betreiber der Rennstrecken Brands Hatch, Donington Park, Snetterton, Oulton Park und Cadwell Park), dem British Automobile-Racing-Club (Betreiber von Thruxton, Croft und Pembrey), Silverstone und Goodwood aufgeteilt.

David Richards: Rennstrecken sind das Herzstück des Motorsports

"Wir sind äußerst dankbar für die Nachricht über die von der Regierung angebotene Darlehensunterstützung für die Rennstrecken", sagt David Richards, Präsident des Dachverbands Motorsport UK.

"Nachdem wir mit dem Ministerium das ganze Jahr 2020 hindurch zusammengearbeitet haben, erkennen wir an, dass ihre Hilfe entscheidend dazu beigetragen hat, dass der Motorsport während eines Großteils der Saison betrieben werden konnte und die Auswirkungen des Virus auf den Sport gemildert hat", so Richards.

"Der Motorsport ist eine Branche, die über 40.000 Menschen beschäftigt und der Wirtschaft Einnahmen in Höhe von rund 10 Milliarden Pfund beschert, und das Herzstück sind unsere Rennstrecken mit festen Austragungsorten", unterstreicht der Prodrive-Boss die Bedeutung des Motorsports.

Kaum Zuschauer im Jahr 2020

"Ihr kontinuierlicher Betrieb ist für die Nachhaltigkeit des Sports und damit der gesamten Wirtschaft, die von ihnen abhängt, von entscheidender Bedeutung. Wir werden uns weiterhin auf die Bewältigung der Auswirkungen der Krise konzentrieren und alles in unseren Kräften Stehende tun, um sicherzustellen, dass unser Sport sich besser von dieser Herausforderung erholt", verspricht Richards.

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Wie in vielen anderen Ländern war der Motorsport auch in Großbritannien nach Beginn der Coronakrise im März zunächst ausgesetzt worden. Nach dem Neustart durften entweder keine oder nur wenige Zuschauer zu den Rennen, ehe die Strecken vor kurzem im Rahmen eines zweiten Lockdowns wieder geschlossen wurden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.