Cop25: Weltklimakonferenz in Madrid vor dem Start

Madrid rüstet sich für die Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Die spanische Hauptstadt war erst vor rund drei Wochen für Santiago de Chile als Veranstaltungsort eingesprungen. Hintergrund sind die Unruhen in Chile. Der geschäftsführende spanische Regierungschef Pedro Sanchez verschafte sich mit einer Minister-Delegation einen Überblick.

Chile bleibt aber die Präsidentschaft für die auf elf Tage angelegte Konferenz erhalten. Die spanische Umweltministerin Teresa Ribera sagte nach dem Rundgang über das Gelände: "Ab jetzt ist das hier kein spanisches Territorium mehr. Es ist ein multilateraler Raum für die Vereinten Nationen, für Chile, für Aktionen für das Klima. Es ist Zeit, für das Klima zu handeln. "

Klima-Zusagen konkretisieren

Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, dass die Staaten spätestens im kommenden Jahr ihre Klimaschutz-Zusagen nachschärfen. In Madrid soll das vorbereitet werden. Debattiert wird außerdem, wie CO2-Verschmutzungsrechte international gehandelt werden sollen.

Das UN-Umweltprogramm Unep warnte im Vorfeld, alle Länder müssten ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel immens verstärken, wenn sie gemeinschaftlich das 1,5-Grad-Ziel zur Eindämmung der Erderwärmung erreichen wollten.

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller, der an der Konferenz bewusst nicht teilnimmt, sprach sich dafür aus, die Veranstaltung nicht mehr jährlich, sondern alle zwei Jahre durchzuführen.