Confed Cup: Drei Tore zum 100. Sieg von Joachim Löw

Timo Werner (11) feiert mit seinem Teamkameraden sein zweites Tor

Sotschi.  Im Hotelaufzug auf dem Weg zum Spiel fragte ein kleiner russischer Junge seinen Vater: "Wer gewinnt? Deutschland oder Kamerun?" Der Vater schaute gelangweilt: "Deutschland!" Klare Sache. Der Junge lächelte zufrieden.

Am Ende sollte der alte Herr recht behalten, aber ganz so klar war die Sache lange nicht. Mit 3:1 (0:0) durch den Treffer von Kerem Demirbay (48. Minute) und einem Doppelpack von Timo Werner (66. und 81.) gewann die deutsche Nationalelf gegen den Afrikameister und musste nur einmal kurz zittern, weil Vincent Aboubakar per Kopf der Anschluss gelang (78.). Der Sieg beschert der DFB-Auswahl zum einen den Einzug ins Halbfinale – und zum anderen den angenehmen Umstand, im Badeort Sotschi bleiben zu können, weil Chile zeitgleich gegen Australien überraschend nur 1:1 (0:1) spielte. Am Donnerstag geht es in Sotschi gegen Mexiko, dem Zweiten der Gruppe B (20 Uhr). Joachim Löw freute sich darüber, weil der Bundestrainer die langen Reisen in Russland als stressig empfand. Noch ein bisschen mehr freute sich Löw über seinen 100. Sieg im 150. Länderspiel. So viele Siege hatte nicht einmal Sepp Herberger (94 in 167 Partien).

Im Halbfinale am Donnerstag in Sotschi gegen Mexiko

Man hätte eigentlich nur den ehemaligen Hamburger Demirbay und Werner beobachten müssen, um das Spiel zu verstehen. War beiden in Halbzeit eins nichts gelungen, zeigte Demirbay kurz nach Wiederanpfiff seine Qualität: Kapitän Julian Draxler, der ebenfalls im ersten Durchgang kaum zu sehen war, hatte Demirbay m...

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