Computerspielemesse in Köln: Diese Neuheiten werden auf der Gamescom präsentiert

Wir stellen einige Spiele vor, die neu auf den Markt kommen.

Auf der Gamescom in Köln können Besucher jede Menge Neuheiten sehen. Im Folgenden stellen wir eine Auswahl an Spielen vor, die neu auf den Markt kommen.

„Sparc“ ist schweißtreibender Sport in virtueller Realität

Ein Highlight der Gamescom kommt vom isländischen Entwickler CCP Games und bringt virtuelle Realität und Sport zusammen. Bei „Sparc“, einer absurden Mischung aus Tennis, Squash und Völkerball kommt man ordentlich ins Schwitzen.

Sportspiele sind nicht neu, Spiele, die selbst zur Bewegung anregen, gibt es auch schon länger. Aber ein Sportspiel in virtueller Realität (VR) ist noch ein Hingucker. CCP Games' „Sparc“ ist so ein Titel. Hier schlüpfen Spieler in die VR-Brille, nehmen die Controller in die Hand und finden sich plötzlich in einer virtuellen Kampfbahn wieder.

„Virtuellen Vollkörpersport“ nennt man das Genre beim Entwickler. Konkret bedeutet das für Testspieler auf der Gamescom, dass sie ihrem virtuellen Gegenüber bunte Bälle an den Kopf werfen und den Geschossen des Gegners ausweichen.

„Sparc“ spielt sich wie eine Mischung aus Tennis, Squash, Völkerball und vielleicht ein wenig Pelota. Man weicht Bällen aus, während man gleichzeitig versucht, den Gegner mit immer ausgefeilteren Manövern über Bande, Boden und Decke zu treffen. Die Controller der Playstation werden zu den Händen des Spielers, auf Knopfdruck wird der Ball gegriffen oder ein Schild zum Zurückschlagen aktiviert. 

Gespielt wird gegen menschliche Gegner in Matches mit Zeitlimit. Der Kontakt kommt über die Onlineplattform des Spiels zustande. Wer sein Outfit anpassen will, kann den eigenen Avatar und sein Erscheinungsbild nach seinen Vorstellungen gestalten.

„Sparc“ erscheint am 29. August zunächst nur für Playstation VR und wird rund 30 Euro kosten. 

Ubisoft kündigt „Anno 1800“ an

Nach zwei Abstechern in ferne Science-Fiction-Welten kehrt die Computerspielreihe „Anno“ in die Vergangenheit zurück. Der französische Hersteller Ubisoft stellt auf der Fachmesse Gamescom am Dienstag in Köln „Anno 1800“ vor, das die Spieler ins Zeitalter der frühen Industrialisierung versetzt. „Damit kehrt die Serie zu ihren historischen Wurzeln zurück“, sagte Ubisoft-Manager Marcel Hatam im Studio Ubisoft Blue Byte in Mainz, wo 60 bis 70 Entwickler an dem neuen Spiel arbeiten. Erscheinen wird es voraussichtlich bis Ende 2018.

Das neue „Anno“-Spiel, insgesamt das siebte der Serie, soll ein klassisches Endlos-Aufbauspiel werden. Die Spieler können zwischen mehreren Orten hin und her springen. Zu den bereits entwickelten Szenarien gehören Arbeiterstreiks - über den Fabriken mit aufständischen Arbeitern dreht sich eine rote Faust. Eine wichtige Rolle soll auch wieder der „Aquariumseffekt“ bekommen: Die Spieler müssen nicht die ganze Zeit als Manager der Wirtschaftssimulation wirken, sie können sich auch mal zurücklehnen und den Tieren und Besuchern im Zoo zuschauen. 

Trailer zu „Age of Empires IV“ 

Microsoft hat eine neue Ausgabe des Echtzeitstrategie-Klassikers „Age of Empires“ angekündigt. Anlässlich der Spielemesse Gamescom zeigte der Hersteller einen Trailer, in dem allerdings noch keine Spielszenen vorkamen. Zu sehen waren Bilder aus verschiedenen Epochen - angefangen im antiken Rom bis hin zu Schlachten zwischen Europäern und amerikanischen Ureinwohnern. „Age of Empires IV“ wird exklusiv für Windows 10 erscheinen. Ein genaues Datum wurde noch nicht bekanntgegeben.

Für Fans des Klassikers zeigte Microsoft eine Neuauflage des ersten „Age of Empires“, die „Definitive Edition“. Hierfür wurden etwa die Grafik aufpoliert und der Soundtrack neu produziert. Das Remake wird am 18. Oktober erscheinen und rund 20 Euro kosten. 

Bei „Genesis Alpha One“ ist die Erde verloren

Auf der Suche nach einem neuen Planeten für die Menschheit erleben Spieler in „Genesis Alpha One“ abwechslungsreiche Abenteuer. Das an sich bekannte Szenario wird als interessanter Genre-Mix neu erzählt. Eine frühe Vorab-Version weckt Hoffnung.

Die Erde ist verloren, im Weltall liegt die Zukunft. Das ist das nicht ganz neue Szenario von „Genesis Alpha One“, einer Simulation des deutschen Entwicklers Radiation Blue aus der Nähe von Freiburg. Neu ist allerdings, wie die gefährliche Reise durch das Weltall auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten für die Menschheit erzählt wird.

Spieler stellen ihre Crew zusammen, bauen Erweiterungen für das Raumschiff und erkunden prozedural generierte Sternensysteme. Dabei spielt sich der Titel, den Publisher Team 17 in einer frühen Vorabversion auf der Gamescom zeigt, als eine Mischung aus Aufbau- und Wirtschaftssimulation mit Shooteranteilen.

Neben freier Erkundung können Spieler aus zahlreichen Missionen wählen, Ressourcen sammeln und - weil im Weltall von „Genesis Alpha One“ alles feindlich ist - Alien-Befall des Raumschiffs verhindern. Einmal nicht aufgepasst, bringt das Erzabbauschiff hordenweise garstige Käfer mit an Bord, die sich sofort über die Elektronik hermachen. „Das ist das Risiko der Weltraumerkundung“, erklärt Danny Spiteri von Team 17. „Man weiß nie, was passieren wird.“

Neben der Erforschung des Weltalls gibt es mit dem Gen-Labor einen weiteren Spielansatz. „Es ermöglicht einige interessante Möglichkeiten“, deutet Spiteri an. Spieler haben etwa die Wahl, ob sie eine rein menschliche Crew durchs All steuern, außerirdische DNA integrieren oder im Laufe der Zeit ihre Mannschaft genetisch zu komplett neuen Wesen mit ganz neuen Eigenschaften umformen wollen.

„Genesis Alpha One“ soll 2018 für PC, Xbox One und Playstation 4 erscheinen. Einen genaueren Termin will Publisher Team 17 noch nicht nennen.

Dino-Park-Spiel „Jurassic World Evolution“

Fans von Aufbauspielen können bald ihren eigenen Dinosaurierpark gestalten: Das Londoner Studio Frontier Developments hat mit „Jurassic World Evolution“ am Sonntag anlässlich der Gamescom eine Simulation rund um die Dinos der bekannten Filmreihe angekündigt.

Die Spieler können auf der Isla Nublar und dem Muertes Archipel ihren eigenen Park bauen, neue Dinosaurier züchten und sich natürlich auch um die Sicherheit der Besucher kümmern - mit sogenannten Eindämmungseinrichtungen.

Das Spiel soll im Sommer 2018 erscheinen - etwa zeitgleich mit dem nächsten Film der Reihe „Jurassic World: Fallen Kingdom“. Frontier entwickelte bereits das Freizeitpark-Aufbauspiels „Planet Coaster“, das seit Veröffentlichung mit vielen Zusatzinhalten versorgt wurde. 

„Final Fantasy XV“ mit mehr Effekten

Mehr Pixel und mehr Effekte: „Final Fantasy XV“ soll Anfang 2018 in einer neuen PC-Version erscheinen. Das haben Publisher Square Enix und der Grafikchip-Hersteller Nvidia vor Beginn der Videospielemesse Gamescom (Publikumstage 23. bis 26. August) bekanntgegeben.

Das Fantasy-Rollenspiel soll auf dem PC mit einer neuen Ego-Perspektive, zahlreichen neuen Effekten und hoher Auflösung von bis zu 8K (7680 zu 4320 Pixel) laufen. Auch Unterstützung für erweiterten Farb- und Kontrastumfang mit HDR10 ist eingebaut, ebenso wie Dolby-Atmos-Klang. Außerdem werden bereits zahlreiche Zusatzinhalte der Konsolenversionen enthalten sein, erklärte Director Hajime Tabata bei der Pressekonferenz in Köln.

Für die Selbstdarsteller unter den PC-Spielern steckt in der Windows Edition umfangreiche Technik zum Aufzeichnen und Bearbeiten von In-Game-Szenen, die dann über soziale Netzwerke geteilt werden können. 

(dpa/jkl)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta