Commerzbank startet Ungarn-Verkauf für rund 100 Mio Euro: Kreise

Jan-Henrik Foerster und Steven Arons
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Commerzbank AG macht ernst mit dem Verkauf ihrer Ungarn-Sparte. Der bereits angekündigte Rückzug ist Teil der Konzentration auf die Kernmärkte, die der neue Chef Manfred Knof ausgerufen hat um Kosten zu senken.

Die ungarische Tochter - die hauptsächlich Firmenkunden mit Geschäft in Ungarn betreut - könnte für rund 100 Millionen Euro über den Tisch gehen, heißt es bei Personen, die mit der Situation vertraut sind.

Interesse haben bereits Platzhirsch OTP Bank Nyrt angemeldet, aber auch die in Budapest stark vertretenen KBC Groep NV aus Belgien und Raiffeisen Bank International AG aus Österreich, heißt es in den Kreisen. Die Gespräche sind allerdings in einem frühen Stadium.

OTP-Chef Sandor Csanyi hatte sein Interesse bereits letzten Monat gegenüber Journalisten geäußert. Ein KBC-Sprecher sagte, man sei immer interessiert an Zukäufen in Kernmärkten wie Ungarn, wollte sich aber nicht zu konkreten Zielen äußern. Die Commerzbank lehnte einen Kommentar zu dem Prozess ab, Raiffeisen konnte sich nicht unmittelbar äußern.

Kurz nach seinem Amtsantritt hat Knof einen 4-Jahr-Plan zur Kostensenkung und Gewinnsteigerung präsentiert. Die Frankfurter Bank wird sich aus 15 ausländischen Standorten zurückziehen und die Aktivitäten dort entweder verkaufen oder schließen. Außer Ungarn geht es unter anderem um Brasilien, Belgien und Luxemburg.

Commerzbanks Ungarn-Tochter machte im vergangenen Jahr laut Geschäftsbericht 1,2 Milliarden Forint (3,4 Millionen Euro) Gewinn.

Überschrift des Artikels im Original:Commerzbank Is Said to Start Sale of $120 Million Hungary Unit

(Wiederholung von Donnerstag.)

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