Commerzbank und Betriebsrat einigen sich auf Rahmenplan für Stellenabbau

Mit Blick auf den geplanten massiven Stellenabbau bei der Commerzbank haben sich Arbeitgeber und Betriebsrat auf einen Rahmenplan geeinigt. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, dass betriebsbedingte Kündigungen nur "als letztes Mittel" möglich seien, teilte die Bank am Donnerstag mit. "Wir wollen den Umbau so sozialverträglich wie möglich gestalten", erklärte Bettina Orlopp für die Arbeitgeberseite.

Die Commerzbank hatte im September angekündigt, bis zum Jahr 2020 insgesamt 9600 Vollzeitjobs streichen zu wollen. Daraufhin vereinbarten die Verhandlungspartner im Frühjahr ein Altersteilzeitprogramm. Nun wurden weitere Maßnahmen festgelegt. Dazu zählen Altersregelungen wie Vorruhestand, ein Abfindungsprogramm "56plus", Aufhebungsverträge mit Abfindungen und freiwillige Arbeitszeitreduzierungen.

Die Details des Stellenabbaus sollen nun für die einzelnen Konzernbereiche in den kommenden Monaten beraten werden. Bis Ende des Jahres sollen die Verhandlungen abgeschlossen werden.

Die Bank plant für das Jahr 2020 nur noch mit einem Stammpersonal von rund 36.000 Vollzeitstellen. Ende 2015 hatte sie rund 43.000 Vollzeitstellen. Neben 9600 Stellenstreichungen kündigte die Commerzbank im September auch die Schaffung von 2300 neuen Jobs in "Wachstumsfeldern" an.

Die Commerzbank tut sich ebenso wie die Konkurrenz schwer mit den anhaltend niedrigen Zinsen. Zugleich müssen die Geldinstitute zunehmend scharfe Vorschriften der Aufsichtsbehörden einhalten. Auch gibt es im deutschen Bankensektor einen harten Wettbewerb. Für zusätzlichen Druck sorgt neue Konkurrenz aus der Digitalbranche.