Comic erzählt Leben von fast 97-jähriger Widerstandskämpferin in Paris

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Madeleine Riffaud wird am 23. August 97 Jahre alt

Sie hat die Folter der Gestapo überlebt, hat im Sommer 1944 mit hunderttausenden Parisern die Befreiung von den Nazis gefeiert und lebt noch heute im Alter von fast 97 Jahren in der französischen Hauptstadt: Das bewegte Leben der früheren französischen Widerstandskämpferin Madeleine Riffaud illustriert ein Comic, der am Freitag erschienen ist.

"La Rose dégoupillée" (Die entsicherte Rose) ist der erste von drei Bänden, die auf den Erlebnissen Riffauds basieren, die eine der bekanntesten Frauen der französischen Résistance ist. Der Zeichner Dominique Bertail und der Autor Jean-David Morvan haben ihre Erzählungen in Szene gesetzt.

Die Widerstandskämpferin wünscht sich möglichst viele Leser für ihren Comic: "Die jungen Leute sollten ihn lesen", sagte Riffaud der Nachrichtenagentur AFP. "Aber nicht nur die jungen Leute: auch 30- oder 40-Jährige."

Der Comic erzählt, wie Riffaud im Alter von 17 Jahren nach Paris kommt und sich unter dem Decknamen "Rainer" dem Widerstand anschließt. Nach dem SS-Massaker in der zentralfranzösischen Gemeinde Oradour-sur-Glane mit 642 Toten im Juni 1944 erhält sie den Auftrag, einen deutschen Soldaten zu töten.

Auf einer Pariser Seine-Brücke erschießt die 19-Jährige einen Offizier, flieht mit dem Fahrrad - wird aber gefasst, an die Gestapo ausgeliefert und zum Tode verurteilt - was aber nicht vollstreckt wird. Nach der Befreiung Frankreichs arbeitet sie als Kriegsreporterin, unter anderem in Vietnam.

Die Gespräche mit dem Comic-Szenaristen Morvan haben zum Teil schlimme Erinnerungen zurückgeholt: Es habe ihr "Albträume verursacht", als sie über die Folterkammern der Gestapo gesprochen habe, bekennt Riffaud. Dennoch sei das Erinnern wichtig. Zur Entspannung greift die hochbetagte Frau zu liebgewonnenen Mitteln: Whisky und Zigarillos.

lob/ans

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