Comedian: Bülent Ceylan: "Würde in der Türkei keinen Urlaub machen"

Bülent Ceylan ist am 24. und 25. November mit seinem aktuellen Programm im Tempodrom zu Gast

Bülent Ceylan ist der Sohn eines Türken und einer Deutschen. Angesichts der diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Ländern findet sich der Comedian in letzter Zeit verstärkt in der Rolle des Vermittlers, aber auch unter Rechtfertigungszwang wieder. Beim Berlin-Besuch erzählt der 41-Jährige Mannheimer, warum er aktuell nicht in die Türkei reisen würde, wie es sich zwischen zwei Kulturen lebt und weshalb ihm Verständnis für in Deutschland lebende Erdogan-Anhänger besonders schwer fällt.

Ihr letzter Berlin-Besuch hat in der Presse hohe Wellen geschlagen. Bei einem Auftritt in der Waldbühne haben Sie ganz klar gegen Erdogan Stellung bezogen. War das spontan?

Bülent Ceylan: Total. Aber ich hatte ja auch vorher schon über Erdogan gesprochen, habe ihn sogar in meiner Fernsehshow imitiert. Davor haben wir uns wirklich Gedanken gemacht, aber es gab kaum Reaktionen. Und dann sage ich in Berlin so einen Satz und es geht ab. Das war total aus der Stimmung heraus, ich hätte mit dieser Reaktion in der Presse nicht gerechnet.

Abgesehen von der Presse, wie war denn das Feedback Ihrer Fans?

Insgesamt war das Feedback hauptsächlich positiv. Auf der einen Seite war das cool. Ich finde es wichtig, dass die Deutschen einmal an einem prominenten Beispiel sehen, dass es auch Türken gibt, die sich dagegen wehren. Auf der anderen Seite gab es die Erdogan-Anhänger, von denen ich natürlich keine so positiven Reaktionen auf Facebook bekommen habe, aber es hielt sich in Grenzen.

Haben Sie sich nach dem...

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