Comeback einer deutschen Handball-Macht?

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Johannes Bitter hält sich bedeckt. Die Renaissance "seiner" Hamburger Handballer? Das große Interesse seines Herzensklubs? Eine mögliche Rückkehr zum HSV im Sommer?

Nein, Nationaltorhüter Bitter lässt sich im Poker um seine Zukunft nicht in die Karten gucken. (NEWS: Alles zur HBL)

"Zu dem Thema möchte ich im Moment nichts sagen", so der Weltmeister von 2007 auf SID-Anfrage. Bitter ist gefragt. Na klar, ist er momentan doch eine der heißesten Personalien im deutschen Handball.

Der große FC Barcelona buhlt um die Dienste des 38 Jahre alten Routiniers, der den TVB Stuttgart zum Saisonende nach dann fünfeinhalb Jahren verlassen wird.

HSV Handball kämpft um Bitter

Aber eben auch der HSVH, der als Zweitliga-Tabellenführer aktuell seine Renaissance erlebt und im Sommer wohl seinen Restart in der Beletage des deutschen Handballs erleben dürfte.

"Auch wenn wir wissen, dass wir nicht in der besten Ausgangsposition sind, wäre es unprofessionell, wenn wir unseren Hut nicht in den Ring werfen", sagte HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke dem Hamburger Abendblatt. Bitter habe "sein Angebot vorliegen und kann sich jetzt entscheiden".

Natürlich kann der HSV Hamburg, der sich nach Jahren immenser Finanzprobleme gerade wieder berappelt und sich von der 3. Liga wieder hochgekämpft hat, beim Gehalt nicht mit Klubs wie Barcelona mithalten.

Doch weiche Faktoren wie die Nähe zu seiner Familie, die noch immer in Hamburg lebt, und zu seinem Unternehmen "drinkbetter", das im Norden der Hansestadt seinen Firmensitz hat, sprechen für eine Rückkehr Bitters in die alte Heimat.

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Es wäre eine Rückkehr an jene Wirkungsstätte, an der er mit den Triumphen im Pokal 2010, der deutschen Meisterschaft 2011 und in der Champions League 2013 seine erfolgreichste Zeit als Profi erlebte.

Bitter hatte die fetten Jahre des Klubs entscheidend mit geprägt - ehe infolge jahrelanger Finanzprobleme Anfang 2016 der Rückzug aus der Bundesliga folgte.

Schwalb kehrt im Sommer nach Hamburg zurück

Ein anderes Gesicht jener Zeit ist Martin Schwalb. Zusammen mit Bitter und dem aktuellen Trainer Torsten Jansen gewann er damals als alle großen Titel.

Und im Sommer, das ist an der Elbe längst kein Geheimnis mehr, wird Schwalb nach seinem Intermezzo bei den Rhein-Neckar Löwen als Sportchef nach Hamburg zurückkehren.

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"Der ganze Verein entwickelt sich in die richtige Richtung", sagt Schwalb. Frecke bezeichnet den früheren Nationalspieler als "Leuchtturm" und "gern gesehenen Ansprechpartner" - auch wenn es darum geht, den Kader nach einem möglichen Aufstieg im Sommer bereit für die Bundesliga zu machen.

Da wäre eine erneute Liaison mit Bitter natürlich ein Glücksfall.

"Der Kontakt zu Bitter ist nach wie vor gut. Ich glaube aber, dass wir jetzt nicht am Zug sind", sagt Frecke: "Wir haben ihm in mehreren Gesprächen vorgestellt, was wir in den nächsten Jahren darstellen wollen, aber auch, was wir finanziell leisten können."

Der Ball liegt bei Bitter.