Comcast gibt Bieterkampf um Fox-Anteile auf


Der Wettstreit zwischen Comcast und Disney um das Film- und TV-Geschäft von Fox ist nun endgültig beendet: Comcast hat an diesem Donnerstag laut der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) bekanntgegeben, dass das Unternehmen sich vollkommen aus dem Bieterkampf zurückziehe. Stattdessen wolle man sich auf ein Gebot für Sky konzentrieren.

Mit dieser Entscheidung macht Comcast den Weg für Disney frei, die Fox-Anteile für 71 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Die US-Kartellwächter hatten einer Übernahme bereits zugestimmt, allerdings unter der Voraussetzung, dass 22 regionale Sportsender von Fox verkauft werden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Marktmacht der regionalen Fox-Sportsender und Disneys Sportsender ESPN nicht zu groß wird.

Disney hatte sich eigentlich bereits im Dezember 2016 mit Fox geeinigt, den Großteil des Film- und Fernsehgeschäfts des Rivalen zu übernehmen. Comcast war später mit einem Gegenangebot dazwischen gegrätscht, das Disney zuletzt jedoch mit seiner Offerte übertrumpft hatte. Das jüngste Angebot von Comcast lag bei 65 Milliarden Dollar.


Medienmogul Rupert Murdoch will nur sein Nachrichten-Flaggschiff Fox News und den größten Sportsender behalten, beide sollen vom Rest des Unternehmens in eine neue Gesellschaft abgespalten werden.

Für Sky bietet neben Comcast auch 21st Century Fox. Die beiden liefern sich einen starken Wettstreit: Nachdem in der vergangenen Woche Murdoch mehr als 27 Milliarden Euro für Sky geboten hatte, legte Comcast nur 16 Stunden später nach – und stockte die Offerte auf mehr als 29 Milliarden Euro auf.

Das vor allem für Sportübertragungen und Spielfilme bekannte Sky-Programm läuft in 23 Millionen europäischen Haushalten und gehört bereits zu 39 Prozent Murdoch. Nach einem ersten Versuch 2011 startete der Medienmogul im Dezember 2016 einen neuen Anlauf, sich auch den Rest von Sky zu sichern. Doch im Februar 2018 eröffnete Comcast den Bieterkampf.