„Cologne Song Contest“: Schüler komponieren Lieder über Entwicklung der Welt

Chorgesang, Rap- und Popmusik – die Schüler zeigten ein breites Repertoire.

„Kohlekraft verschmutzt die Luft, wo bleibt der Blumenduft?“, singen Schüler der Gesamtschule Rodenkirchen beim ersten „Cologne Song Contest“. „Es gibt Kinder auf der Welt, ohne Freiheit, ohne Geld, eine Zukunft ohne Krieg, wäre das Beste für sie.“ Mit ihrem selbst geschriebenen Lied „All people come together“ holten sich die 12-Jährigen bei einem neuen Musikwettbewerb den ersten Platz.

Das Kinderhilfswerk „Plan International“, der Verein „Köln und die Welt“ sowie „Eine-Welt Stadt Köln“ hatten Kölner Schulen aufgerufen, sich Musikstücke selbst zu komponieren, die sich mit der Entwicklung der Welt auseinanderzusetzen, Themen wie Ungerechtigkeit, Umweltschutz oder fehlende Bildungschancen aufzugreifen. Die Initiative geht zurück auf die Entwicklungsziele, die von den Vereinten Nationen beschlossen wurden.

Elf Schulen hatten sich mit Musikstücken beworben. Insgesamt machten 161 Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen von der Grundschule bis zum Abi-Jahrgang mit. Eine Jury wählte fünf Schulen aus, die sich im rappelvollen Forum der Volkshochschule am Neumarkt live präsentieren konnten: Chorgesang, Rap und Popmusik, dazu ein paar weltmusikalische Anklänge – das musikalische Spektrum war durchaus weit gefächert.

Nachwuchsrapper holten zweiten Platz

Bei einigen gab es offensichtlich kräftige Lehrerhilfe, bei anderen wie bei Tristan Iedema und Hakeem Kariuki stammten die Texte aus der eigenen Feder: „In jedem Land existiert nur noch sinnloser Krieg und es gibt keine Aussicht auf einen sinnvollen Sieg.“ Und weiter: „Uns wurde allen nur dieses eine Leben gegeben, wann fangen wir endlich an miteinander zu reden?“ Die beiden 14-Jährigen Nachwuchsrapper vertraten die Gesamtschule Mülheim und holten den zweiten Platz.

Auch Schüler der Förderschule Deutz schafften es auf das Siegertreppchen. Sie wurden mit ihrem Song „Virtuelles Wasser“ Dritte. „In Kasachstan auf riesen Plantagen, wächst für meine Hose der Baumwollfaden“, hieß es bei ihnen. Außerdem hatte es das Dreikönigs- Gymnasiums und der LVR Schule am Königsforst ins Finale des Wettbewerbs geschafft.

„Ich als Musiker finde es großartig, dass solche wichtigen Themen wie diese 17 Entwicklungsziele der Vereinten Nationen mit Musik und der Jugend verknüpft werden“, sagt Mike Kremer, Sänger der kölschen Band Miljö, der als Promi in der Jury mitmachte. Die Finalisten gewannen unter anderem eine Studioproduktion, die bald auf einer gemeinsamen CD zu hören sein soll....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta