Coca-Cola schließt Werk in Weimar

Coca-Cola schließt sein Werk im thüringischen Weimar. Das "gesunkene Verkaufsvolumen von PET-Mehrwegflaschen" habe zu Überkapazitäten in der Produktion geführt, teilte der Getränkehersteller am Mittwoch zur Begründung mit. Nur mit der Abfüllung von Glasflaschen könne der Standort aber nicht betrieben werden. In Weimar sind demnach 178 Jobs betroffen und 66 weitere in anderen Bereichen.

Das Werk in Weimar soll zum März 2018 geschlossen werden. Die geplanten Änderungen seien für die Betroffenen "ohne Zweifel schmerzhaft", erklärte das Unternehmen. Sie seien aber notwendig, um das Geschäft zukunftssicherer zu machen. Coca-Cola arbeite mit Arbeitnehmervertretern zusammen und habe das Ziel, "betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden".

Die Gewerkschaft NGG sprach von einem "weiteren deutlichen Stellenabbau". Seit 2006 sei die Zahl der Beschäftigten von damals rund 12.000 auf zuletzt rund 8000 gesunken. Die Komplett-Schließung des Standorts Weimar sei eine "böse Überraschung für die Betroffenen und die ganze Region". Die neuerlichen Umstrukturierungen seien eine Folge der vor Jahren getroffenen Management-Entscheidung, "einseitig auf Einweg- statt auf umweltschonende Mehrwegverpackungen zu setzen".