Clouth-Gelände in Nippes: Weniger Eigentums-Wohnungen, mehr Appartements für Mieter

2021 oder 2022 soll das Clouth-Viertel fertig sein.

Da sage doch jemand, die besten Aussichten des neuen Veedels gäbe es nur gegen Höchstgebot. Im Obergeschoss des Gebäudes südlich des Luftschiffplatzes im Clouth-Quartier, das die Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln als preisgedämpftes Miet-Objekt baut, wird sich sowohl eine Panorama-Sicht auf den künftigen zentralen Park bieten, als auch in Richtung Süden ein Blick auf den Dom.

„Hier liegt zugleich der größte Innenhof des Quartiers, es werden viele Gärten mit kleinen Durchgängen entstehen“, erläutert Andreas Röhrig, Geschäftsführer des städtischen Gelände-Entwicklers Moderne Stadt bei einem Rundgang durch das Veedel. Es entsteht derzeit auf dem ehemaligen Fabrikareal und zählt aktuell bereits 900 Einwohner.

Kleine Miet-Appartments statt Baufelder

Seit Frühjahr 2013 lief der Abbruch der alten Fabrikhallen; 2021 oder 2022 soll das Clouth-Viertel fertig sein. Nun also ist „Halbzeit“ des Projekts, was Röhrig mit seinen Kollegen Hans Joachim Franken, Eric Diversy und Friedhelm Körner nutzte, um den Zwischenstand auf einer Tour vorzustellen. Wie sie mitteilten, werde auf dem Clouth-Gelände noch mehr Wohnraum geschaffen als geplant. Weil auf zwei Baufeldern statt Eigentumswohnungen etwas kleinere – aber dafür zahlreichere – Miet-Appartements entstehen, wächst die Zahl der Wohneinheiten auf dem Areal von 1100 auf 1200.

„Insgesamt sollen im neuen Viertel einmal 2500 bis 3000 Einwohner leben, je nach Belegung“, schätzte Diversy. Der mit 38 Prozent größte Teil der insgesamt geplanten Wohnungen ist immer noch Eigentum, dicht dahinter folgen mit einem Drittel aber bereits öffentlich geförderte Mietwohnungen; den Rest bilden frei finanzierte und preisgedämpfte Mietobjekte sowie die Wohnungen innerhalb der zehn Baugruppen-Häuser auf dem Areal.

Das Clouth-Gelände soll nicht nur aus Wohnen bestehen

Die acht Baugemeinschaften neben Halle 17 in der Gelände-Mitte ziehen schon in ein paar Wochen ein, die nachnominierten zwei weiteren an der Xantener Straße Anfang 2018. Insgesamt fällt auf, wie durchmischt das Viertel geplant ist: Recht hochpreisige Kaufobjekte und sozialer Wohnungsbau liegen häufig nebeneinander.

Imposant ist auch ein Blick ins Innere der sehr großen Halle 17, in der Wohnungen, Räume der Kölner Spielewerkstatt und ein Lokal mit großer Terrasse geplant sind. Der Innenhof bleibt offen, so dass Piazza-Flair entsteht. Kleine Läden und Lokale wird es auch im Kreativ- und Gewerbehof „Clouth 104“ hinter der Außenmauer an der Niehler Straße geben.

Dort entstehen 1100 Quadratmeter Atelier-Fläche. „Es ist für uns ein wichtiger Teil unseres Konzepts, dass das Clouth-Gelände nicht nur aus Wohnen besteht“, unterstrich Röhrig. „Ganz viele Wohnungskäufer kommen übrigens aus Nippes. Das neue Viertel wird also keine Satellitenstadt, sondern die Leute werden weiterhin in die gleichen Läden und Kneipen gehen wie...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta