Claudia Pechstein will 2022 starten - Dopingtest sorgt für Ärger

Claudia Pechstein musste sich über die 5000 Meter klar geschlagen geben. Die 45-Jährige will allerdings auch 2022 angreifen. Gut gelaunt war sie bei weitem allerdings nicht nach ihrer Niederlage.

Claudia Pechstein wurde Achte über die 5000 Meter. (Bild: Getty Images)

Wer Claudia Pechstein kennt, weiß, dass sich die deutsche Eisschnellläuferin nur sehr schwer von ihren Absichten abbringen lässt. Dementsprechend darf das deutsche Team wohl auch 2022 mit der derzeit 45-Jährigen rechnen.

Direkt nach ihrer Niederlage im Eisschnelllauf, Pechstein fuhr nach gutem Start immer langsamer und landete letztlich auf Rang acht, kündigte sie an, auch in Peking an den Start gehen zu wollen.

Pechstein will 2022 nochmals “angreifen”

Damit würde Pechstein während den Winterspielen ihren 50. Geburtstag feiern. “Ich habe es versucht, jetzt greife ich in vier Jahren noch mal an”, war das Fazit nach ihrer durchwachsenen Leistung.

Zufrieden zeigte sie sich natürlich nicht: “Siegen oder sterben – bei mir ging es in Richtung sterben. Ich bin nicht Letzte geworden, da kann ich fast schon wieder happy sein. Ob Vierte, Fünfte oder Sechste ist scheißegal, Medaille oder gar nichts.“

Ärger beim Dopingtest

Die Teilnahme in Peking würde die achten Winterspiele für Pechstein bedeuten. Sie scherzt: “Ja. Wenn ich bis dahin noch lebe und mich qualifiziere.” Das gelang ihr immerhin seit 1992 durchgehen – mit Ausnahme der Spiele von 2010.

Damals fehlte Pechstein aufgrund eines Dopingverdachts. Das ist noch immer ein sensibles Thema. Als sie nach ihrem Rennen zum Dopingtest aufgefordert wurde, zerriss sie laut Medienberichten das dafür nötige Formular.

“Das kann doch nicht wahr sein. In diesem Moment mit dem Formular zu winken”, beschwerte sie sich über die, aus ihrer Sicht, große Taktlosigkeit der Dopingbeauftragten von Pyeongchang. Den Test absolvierte sie dennoch regelgemäß.