Clash der Sterne

Mitten während der Dreharbeiten zum "Star Wars"-Spinoff über Han Solo verliert die Produktion ihre beiden Regisseure Phil Lord und Christopher Miller. Offenbar gab es ständig Streit mit der Chefin von Lucas-Film und Produzentin Kathleen Kennedy

Mitten während der Dreharbeiten zum "Star Wars"-Spinoff über den intergalaktischen Schmuggler Han Solo verliert die Produktion ihre beiden Regisseure. Wegen unterschiedlicher "kreativer Visionen" hätten Phil Lord und Christopher Miller sowie die Produktionsfirma Lucasfilm entschieden, "getrennte Wege" zu gehen, erklärte Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy am Dienstag. Ein Nachfolger werde bald bekannt gegeben.

"Unglücklicherweise waren unsere Vorstellungen und Arbeitsweise nicht auf gleicher Linie", erklärten auch Lord und Miller in einer gemeinsamen Stellungnahme. "Normalerweise sind wir keine Fans der Phrase 'kreative Differenzen', doch ausnahmsweise trifft diese Floskel diesmal zu", fügten sie hinzu.

Nach Informationen des Fachmagazins "Variety" gingen die beiden Regisseure der Erfolgsfilme "Lego Movie" und "21 Jump Street" nicht freiwillig, sondern wurden gefeuert. Sie seien am Set ständig der Kontrolle Kennedys und ihres Produktionsteams ausgesetzt gewesen, berichtete eine anonyme Quelle dem Branchenblatt. "Vom ersten Tag an prallten da zwei Kulturen aufeinander. Sie konnte es nicht mal leiden, wie sie ihre Socken falteten", berichtete die Quelle weiter. Es habe ständig Reibereien am Set gegeben.

Der bislang titellose Film über den jungen Han Solo soll im Sommer 2018 in die Kinos kommen, wenige Monate nach der achten Episode der eigentlichen "Star Wars"-Filme. Er wird derzeit in den Londoner Pinewood-Studios gedreht.

Die Rolle des intergalaktischen Schmugglers, die Harrison Ford zum Hollywood-Superstar machte, übernimmt Alden Ehrenreich, Donald Glover spielt Han Solos Freund Lando Calrissian. Nach "Rogue One" ist es bereits der zweite Film, der als Spinoff neben der eigentlichen Star-Wars-Saga erscheint. Die Produktionsfirma Lucasfilm gehört seit 2012 zum Disney-Imperium.