Citroen ist zurück: Östberg gewinnt Duell gegen Latvala

Gerald Dirnbeck

Mads Östberg war die große Überraschung bei der Rallye Finnland. Der Norweger zeigte von der ersten Prüfung an starke Zeiten und brachte Citroen zurück ins Spitzenfeld. Am Ende jubelte Östberg als Zweiter auf dem Podest, aber es blieb bis zum Schluss spannend. "Ja, wenn Jari-Matti angreift, ist nichts sicher", sagt Östberg über sein elektrisierendes Duell mit dem Toyota von Jari-Matti Latvala, der schon drei Siege in Finnland gefeiert hat. "Er ist einer der verrücktesten Kerle im Feld und kann alles tun."

Vor dem abschließenden Sonntag hatte Östberg 5,4 Sekunden Vorsprung auf Latvala. Es ging um den zweiten Platz. Mit der Bestzeit in WP20 machte Östberg seine Intentionen klar, aber in WP21 und WP22 war Latvala schneller und kam näher. Vor der Powerstage betrug der Abstand nur 2,5 Sekunden. "Ich machte mir etwas Sorgen, dass er mich einholen würde, aber ich blieb fokussiert und versuchte eine perfekte Stage zu fahren", so Östberg.

Endergebnis Rallye Finnland

Und diese perfekte Prüfung gelang Östberg auch, denn in WP23 war nur Ott Tänak im Toyota schneller. "Ich muss sagen", gratuliert Latvala, "dass es seine beste Performance überhaupt war. Er ist sehr, sehr gut gefahren. Es war auch eine starke Leistung von Citroen. Ich bin etwas zu spät für diesen Kampf aufgewacht. Für mich begann es erst Samstagnachmittag. Bis dahin war Mads immer stärker als ich." Schließlich war Latvala mit Rang drei zufrieden: "Wir hatten ein tolles Duell und konnten zwischen den Prüfungen lachen. Das war sehr schön."

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Citroen hatte vor Finnland den vorderen Bereich des Autos umgebaut, damit die Fahrer mehr Vertrauen finden. Bei den hohen Geschwindigkeiten in Finnland muss der Pilot das Auto genau spüren können und wissen, wie es sich verhalten wird, um wirklich schnell zu sein. Motorsport.com

Die Arbeit zahlte sich aus. Östberg setzte es im Auto auch um. Es war sein bestes Ergebnis seit Platz zwei bei der Rallye Mexiko im Frühling 2016. "Es ist definitiv eine meiner besten Rallyes, die ich gefahren bin. Vielleicht hatte ich in Schweden 2011 ein ähnliches Gefühl. Das war jetzt ein wichtiger Schritt in meiner Karriere und es ist auch für Citroen sehr wichtig. Für mich ist es eine Ehre, das mit ihnen gemeinsam zu machen. Für mich fühlt sich Citroen wie ein Team an. Ich war schon früher hier und habe die Zeit genossen. Es ist sehr schön, wieder zurück zu sein."

Für Citroen war es nach dem zweiten Platz von Craig Breen bei der Rallye Schweden das zweitbeste Ergebnis in dieser Saison. Es sind bisher die einzigen Podestplätze. Auf einen Sieg wartet das französische Werksteam seit Herbst 2017.