Christian Müller: Flüchtiger Pogida-Organisator auf Fuerteventura gefasst

Pogida-Organisator Christian Müller (Archivbild)

Potsdam.  Christian Müller, der frühere Organisator der Pogida, dem Potsdamer Ableger der islamfeindlichen Pegida-Bewegung, ist auf der Kanaren-Insel Fuerteventura gefasst worden. Mit seiner Flucht auf die spanische Ferieninsel hatte der europaweit gesuchte Gewalttäter offenbar versucht, einer Gefängnisstrafe zu entgehen.

Spanische Behörden hätten den 33-Jährigen bereits vor zwei Wochen aufgrund eines Haftbefehls aus Deutschland festgenommen, sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Christoph Lange, am Mittwoch. Zuvor hatten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" über die Festnahme berichtet.

Den entscheidenden Hinweis auf sein Versteck lieferte der Flüchtige aber anscheinend selbst: Müller soll ein Live-Video über die Internetplattform Facebook gesendet haben, in dem er sich selbst verraten haben soll. Denn im Hintergrund soll der Name einer Gaststätte zu lesen gewesen sein – "Restaurante La Farola del Mar". Weitere Ermittlungen hätten ergeben, dass sich das Restaurant auf Fuerteventura befand. Christian Müller wurde mit Haftbefehl gesucht, weil er in der Silvesternacht 2014/15 zwei Partygäste verprügelt hatte.

Im Februar 2016 wurde er deshalb und wegen des Fahrens ohne Führerschein vom Amtsgericht Potsdam zu einer einjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Eine Berufung war Mitte Mai vom Landgericht Potsdam abgewiesen worden, weil der 33-Jährige nicht zur Verhandlung erschienen war. Bevor das Urteil Rechtskraft erlangte, hatte Müller offenbar die Flucht ins Ausland ergr...

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