Christian Kahrmann über sein Corona-Schicksal: "Für mich ist eine Welt zusammengebrochen"

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Christian Kahrmann lag wegen einer Corona-Infektion 17 Tage im künstlichen Koma. (Bild: RTL)
Christian Kahrmann lag wegen einer Corona-Infektion 17 Tage im künstlichen Koma. (Bild: RTL)

"Ich konnte nicht sprechen, nicht selbst essen": Bei "stern TV" hat Christian Kahrmann einmal mehr eindrücklich von seinem Corona-Leiden erzählt. Die langwierigen Folgen der Infektion zu begreifen, sei "ein Schlag ins Gesicht gewesen", erinnerte sich der Ex-"Lindenstraße"-Star.

Den Schrecken einer Corona-Infektion hat Christian Kahrmann hautnah miterlebt. 17 Tage lag der Schauspieler im März 2021 im künstlichen Koma, insgesamt war er drei Monate im Krankenhaus. Noch immer kämpft der einstige "Lindenstraße"-Darsteller mit den Nachwehen der Infektion, leidet an Long-Covid. Zu Gast bei "stern TV", erläuterte der 49-Jährige Gastgeber Steffen Hallaschka am Mittwochabend seine Leidensgeschichte. "Ich war ein Gespenst", wählte Kahrmann drastische Worte über seinen Zustand, nachdem er aus dem Koma wiedererwacht war.

"Ich kann mich sehr gut an die Narkoseträume erinnern, an die Realität danach nur noch sehr diffus", schilderte er die Tage danach. Als er wieder etwas zu Kräften gekommen war, seien ihm erst die langfristigen Konsequenzen der Krankheit bewusst geworden: "Zu wissen, dass man nicht aus dem Bett hochkommt und das ewig dauern wird, war ein Schlag ins Gesicht."

Auch Kahrmanns Berichte über seinen Zustand vor der Krankenhauseinlieferung waren heftig. "Ich habe nach Luft gejapst, und wir mussten den Notarzt rufen", erinnerte er sich. "Wenn sie vorher gekommen wären, hätte man bei mir auch noch einen besseren Verlauf hinbekommen." Doch die Betten auf der Intensivstation seien zum damaligen Zeitpunkt voll gewesen.

Christian Kahrmann (links) berichtete bei "stern TV" dem Gastgeber Steffen Hallaschka über seine Corona-Erkrankung. (Bild: RTL)
Christian Kahrmann (links) berichtete bei "stern TV" dem Gastgeber Steffen Hallaschka über seine Corona-Erkrankung. (Bild: RTL)

"Ich konnte nicht sprechen, nicht selbst essen, nicht auf die Toilette gehen"

Als wäre seine gesundheitliche Situation nicht belastend genug gewesen, verlor Kahrmann in der Zeit auch noch seine Eltern, die beide an Corona-Infektionen starben. Die Nachricht vom Tod seines Vaters habe er erst vier Wochen nach dessen Ableben bekommen, erklärte Kahrmann: "Vorher hätte ich es nicht verstanden. Ich war so wirr im Kopf." Bereits im Einspielfilm zuvor hatte Kahrmann geschildert: "Da ist eine Welt für mich zusammengebrochen."

Außerdem berichtete er von Symptomen, die ihn trotz Reha nach wie vor täglich begleiten. "Manchmal habe ich Schmerzen beim Laufen", erläuterte er. Außerdem verspürte er immer wieder "Taubheit in den Füßen" und er könne "nicht lange stehen". Im Einspielfilm resümierte Kahrmann: "Vor der Infektion stand ich mit beiden Beinen im Leben, danach war ich wie ein kranker Mann ans Bett gefesselt." Er habe "nicht sprechen, nicht selbst essen, nicht auf die Toilette gehen" können.

Aktuell sei Kahrmann gerade wieder dabei, "sich zusammenzusetzen", erklärte er im Gespräch mit Steffen Hallaschka. Dabei habe ihm auch die Erfahrung in der TV-Sendung "Unbreakable", die es derzeit bei RTL+ zu sehen gibt, geholfen. "Ich hatte den Willen, ins Leben zurückzukommen", erklärte der 49-Jährige seine Entscheidung an der Sendung - einer Mischung aus Seelentherapie und militärischem Bootcamp - teilzunehmen. "Ich habe es nicht bereut, es war geil", bilanzierte Kahrmann.

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