Christian Heidel über das Verhältnis von Zeljko Buvac und Jürgen Klopp: "Beides höchst emotionale Typen"

Nach 17 Jahren trennen sich die Wege von Klopp und seinem Assistenten Buvac. Eine Rolle könnten dabei auch ihre Persönlichkeiten gespielt haben.

Christian Heidel möchte nicht ausschließen, dass es neben der offiziellen Version auch eine andere Erklärung dafür gibt , dass Zeljko Buvac, jahrelanger Assistent von Jürgen Klopp, den FC Liverpool bis Saisonende verlassen wird. Er kennt das Trainergespann aus seiner Zeit als Vorstand Sport bei Mainz 05 und weiß daher, dass zwischen den beiden nicht immer Harmonie herrschte.

"Ich konnte mir nie vorstellen, dass sie nicht mehr zusammenarbeiten. Ich kenne die beiden eigentlich nur zusammen. Ich weiß aber auch, dass sie zwei höchst emotionale Typen sind", sagte der Manager von Schalke 04 in einem Gespräch mit der Sport Bild über das Verhältnis zwischen Buvac und Klopp: "Wenn es in Mainz manchmal losging, dachtest du, die Tür fliegt raus und wahrscheinlich kommt nur einer raus. Stattdessen kamen sie Arm in Arm raus und sind in die Kneipe gegenüber."

Heidel: Buvac könnte von Chefcoach-Posten überrascht werden

Sollte sich Buvac, wie zuletzt berichtet wurde, dazu entscheiden, sich bei einem Verein wie dem FC Arsenal als Cheftrainer zu versuchen , sieht Heidel eine ungewohnte Situation auf ihn zukommen. Auch als Nachfolger von Niko Kovac bei Eintracht Frankfurt war der 56-Jährige ins Gespräch gebracht worden : "Buvac war, bevor ich ihn als Co-Trainer zu Kloppo und Mainz geholt habe, einmal Cheftrainer, und zwar beim SC Neukirchen. Wenn du 20 Jahre nur die eine Seite machst, nämlich Co-Trainer, ist das nochmal eine ganz neue Herausforderung als Chef-Coach."

Bisher hatte Buvac nicht verlauten lassen, sich im Schatten von Klopp unwohl zu fühlen: "Früher war es nicht seine Ambition, weil er nie der Typ war, der in vorderster Front steht. Da hat immer Sportskamerad Klopp gestanden, während Buvac das Gehirn war. Die zwei passen überragend gut zusammen, auch menschlich", bedauert Heidel, dass sich ihre Wege nun voraussichtlich trennen werden.

Während seinen Stationen in Mainz, Dortmund und Liverpool war Buvac stets an Klopps Seite gewesen und gemeinsam feierten die beiden große Erfolge. Darunter zählt der erstmalige Aufstieg der Mainzer in die Bundesliga 2004, die deutsche Meisterschaft mit Borussia Dortmund in den Jahren 2011 und 2012 sowie der Gewinn des DFB-Pokals in derselben Saison. Gekrönt wurde die Zusammenarbeit 2013 mit dem Einzug in das Finale der Champions League.