Christbaum im Windkanal: Er kippt schneller als gedacht

Die Tanne wurde Windgeschwindigkeiten von über 80 Kilometern pro Stunde ausgesetzt. Foto: FH Aachen/Team Pressestelle

Aachen (dpa) - Wie verhält sich ein Weihnachtsbaum im Sturm? Forscher haben ein Exemplar im Windkanal getestet und kommen zu beunruhigenden Ergebnissen.

Ein zehn Meter hoher Christbaum müsse mit etwa 10.000 bis 12.000 Kilogramm Gewicht verankert werden, damit er bei kräftigem Wind nicht umkippe, teilte die Fachhochschule Aachen zu den Berechnungen mit.

Anders als in der Natur seien Christbäume auf dem Weihnachtsmarkt stark fixiert und könnten nicht so nachgeben wie ein in Erdreich verwurzelter Baum, erklärte Professor Frank Janser vom Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik an der Fachhochschule.

Der Versuch wurde in einem Windkanal der Fachhochschule durchgeführt, in dem normalerweise Luft- und Raumfahrt- sowie Automobil- und Motorradtechnik getestet wird. Die 1,20 Meter lange Spitze einer Nordmanntanne wurde Windgeschwindigkeiten von über 80 Kilometern pro Stunde ausgesetzt. Das Ergebnis lasse sich auf große Bäume hochrechnen, sagte Janser.

Der Aachener Einzelhandelsverband hatte die Wissenschaftler um die Berechnung für den anstehenden Weihnachtsmarkt gebeten.