Chinesische Firma nimmt Sexpuppe zum Ausleihen wieder vom Markt

Nur wenige Tage nach dem Start eines Tests hat eine chinesische Firma ihre Sexpuppen zum Ausleihen wieder vom Markt genommen. Das Unternehmen Touch entschuldigte sich am Montag für den "schlechten Einfluss" der Puppen auf die Gesellschaft

Nur wenige Tage nach dem Start eines Tests hat eine chinesische Firma ihre Sexpuppen zum Ausleihen wieder vom Markt genommen. Das Unternehmen Touch entschuldigte sich am Montag für den "schlechten Einfluss" der Puppen auf die Gesellschaft und versicherte, bessere Möglichkeiten zu erforschen, um das Sexleben der Menschen abwechslungsreicher zu gestalten.

Touch hatte sein "Shared Girlfriend"-Angebot am Donnerstag in Peking gestartet und wollte es auf ganz China ausdehnen. Die Firma bot chinesische, russische und koreanische Modelle sowie eine "Wonder Woman" mit Schwert und Schild an.

Interessierte konnten die lebensgroßen Puppen per Smartphone-App bestellen, Kleidung und Frisur wählen sowie Extras wie Handschellen oder Peitsche buchen. Gegen einen Aufschlag konnten die Puppen auch Geräusche von sich geben. Die Kosten für eine Nacht betrugen umgerechnet 38 Euro, die Kaution für die Puppe allerdings mehr als tausend Euro.

Touch warb damit, dass sich die Puppen wie "echte Menschen" anfühlten. Nun aber gestand das Unternehmen ein, dass sich kurz nach dem Start des Angebots die Behörden einschalteten. Der staatlichen Zeitung "Beijing News" zufolge ordnete die Polizei Strafzahlungen und ein Ende des Angebots an.

Das Unternehmen hatte sich eigentlich einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag auf die Fahnen geschrieben. "Shared Girlfriend" helfe, die Bedürfnisse von Millionen Männern im Land zu erfüllen, die keine Frau finden, hieß es. In China gibt es deutlich mehr Männer als Frauen, weil wegen der Ein-Kind-Politik viele Paare Mädchen abgetrieben haben.