Chinesische Firma bietet Sexpuppe zum Weitergeben an

Nur wenige Tage nach dem Start eines Tests hat eine chinesische Firma ihre Sexpuppen zum Ausleihen wieder vom Markt genommen. Das Unternehmen Touch entschuldigte sich am Montag für den "schlechten Einfluss" der Puppen auf die Gesellschaft

Chinesen teilen nicht nur Fahrräder, Schirme und Basketbälle - nun können sie auch Sexpuppen nach Gebrauch an den nächsten Nutzer weitergeben. Die chinesische Firma Touch startete am Donnerstag ihr neues Angebot "Shared Girlfriend". Im Angebot sind chinesische, russische und koreanische Modelle sowie eine "Wonder Woman" mit Schwert und Schild. Interessierte können sie per Smartphone-App bestellen und bis zu eine Woche lang nutzen.

Touch mit Sitz in der südostchinesischen Stadt Xiamen bietet die Sexpuppe zum Teilen in Peking an. Sie kommt in Lebensgröße, der Kunde kann Kleidung und Frisur wählen - dazu Extras wie Handschellen oder Peitsche. Touch bietet sogar an, die Puppen vor dem Ausliefern aufzuwärmen. Gegen Aufschlag können die Puppen auch Geräusche von sich geben.

Die Kosten für eine Nacht belaufen sich auf nur 298 Yuan - rund 38 Euro. Vor Auslieferung wird aber zudem eine Kaution in Höhe von etwas mehr als tausend Euro fällig.

Touch wirbt damit, dass sich die Puppen wie "echte Menschen" anfühlen. "Sie haben perfekte Körper, sind vollkommen gehorsam und erfüllen die Bedürfnisse des alleinstehenden Mannes." Das Unternehmen sieht sich im gesamtgesellschaftlichen Auftrag unterwegs: Shared Girlfriend helfe, die Bedürfnisse von Millionen Männern im Land zu erfüllen, die keine Frau finden. In China gibt es deutlich mehr Männer als Frauen, weil wegen der Ein-Kind-Politik viele Paare Mädchen abgetrieben haben.

Aus hygienischen Gründen ist die Puppe zerlegbar - der Unterleib kann abgetrennt werden. Möglich ist auch, sich nur einen neuen Oberleib zu bestellen. Touch versichert, nach dem Test in Peking werde das Angebot auf ganz China ausgedehnt.