Chinas Präsident Xi fordert Loyalität der Armee zur Kommunistischen Partei

Chinas Präsident Xi bei Parade

Mit einer riesigen Militärparade hat China den 90. Jahrestag der Gründung der Volksbefreiungsarmee gefeiert. Präsident Xi Jinping nahm am Sonntag die Parade in der Mongolei ab, an der rund 12.000 Mitglieder der Streitkräfte sowie hunderte Flugzeuge und weitere Fahrzeuge teilnahmen. In einer Rede erklärte der in einen Tarnanzug gekleidete Staatschef, die Armee müsse "unerschütterlich" zur Kommunistischen Partei und deren "absoluter Führung" stehen.

"Die Welt ist nicht vollständig in Frieden und der Frieden muss bewahrt werden", sagte Xi bei der Veranstaltung im Militärstützpunkt in Zhurihe. Mehr denn je müsse China eine "Weltklasse-Armee" aufbauen. Diese müsse imstande sein, "jeden feindlichen Angreifer" zu besiegen.

"Kameraden, Ihr habt hart gearbeitet!", rief Xi mehrmals an die Soldaten gerichtet. Diese antworteten im Chor: "Wir dienen dem Volk!" Ausländische Medien waren nicht zu der Parade eingeladen, die vom nationalen Fernsehen übertragen wurde.

Die chinesische Armee ist die größte Streitmacht der Welt. Im März kündigte die Regierung an, die Rüstungsausgaben um sieben Prozent zu erhöhen. Im Vergleich zu den Vorjahren war das der niedrigste Anstieg des Verteidigungshaushalts seit 1991.

Die Volksrepublik liegt besonders im Ost- und im Südchinesischen Meer im Streit mit mehreren Nachbarländern um rohstoffreiche Meeresgebiete. Die regierende Kommunistische Partei betont allerdings, dass es beim Militär einen großen Modernisierungsbedarf gebe und die Volksbefreiungsarmee vor allem der Friedenssicherung diene.