Chinas Handelsüberschuss mit den USA auch im Mai gestiegen

Container im Hafen von Qingdao

Chinas Handelsüberschuss mit den USA ist auch im Mai weiter kräftig gewachsen: Er stieg um fast zwölf Prozent im Vorjahresvergleich auf 24,58 Milliarden Dollar (20,1 Milliarden Euro), wie der chinesische Zoll am Freitag mitteilte. Die Exporte in die USA kletterten um mehr als zwölf Prozent, die Importe aus den Vereinigten Staaten ebenfalls überraschend stark um elf Prozent.

In den ersten fünf Monaten des Jahres überstieg Chinas Handelsüberschuss mit den USA damit die 100-Milliarden-Dollar-Marke - exakt waren es laut Zollangaben 104,8 Milliarden Dollar. US-Präsident Donald Trump führt das hohe US-Defizit mit China und anderen Ländern immer wieder als Argument für seine protektionistische Wirtschaftspolitik an.

Washington verlangt von Peking, den jährlichen Überschuss - 2017 waren es nach US-Angaben 375 Milliarden Dollar - um 200 Milliarden Dollar zu reduzieren. Zudem droht Trump mit Strafzöllen auf chinesische Güter im Wert von 50 Milliarden Dollar.

Peking bemüht sich um Entspannung. Am Donnerstag war aus US-Regierungskreisen verlautet, China habe angeboten, zusätzliche US-Güter wie Sojabohnen, Rohöl und Kohle im Umfang von fast 70 Milliarden Dollar (gut 59 Milliarden Euro) zu kaufen, wenn die USA im Gegenzug die angedrohten Strafzölle fallenlassen.

Im Handel mit der restlichen Welt sank Chinas Überschuss im Mai verglichen mit April - von 28 Milliarden Dollar auf knapp 25 Milliarden Dollar. Die Einfuhren legten nach Zollangaben im vergangenen Monat um 26 Prozent im Jahresvergleich zu, die Ausfuhren wuchsen um knapp 13 Prozent.