China verschärft Kontrollen über Internet

China verschärft seine Kontrolle über Internet-Inhalte: Gegen drei der größten sozialen Netzwerke des Landes sind Ermittlungen eingeleitet worden, wie die Internetbehörde CAC am Freitag erklärte. Als Grund gab die CAC an, Nutzer der Plattformen verbreiteten Inhalte, die "Gewalt, Terrorismus, falsche Gerüchte, obszöne Pornographie und mehr" zeigen würden. Ermittelt werde gegen den Twitter-ähnlichen Dienst Weibo, den Messengerdienst WeChat und das Diskussionsforum Tieba.

Die Plattformen würden ihre Inhalte nur unzureichend kontrollieren, erklärte die Behörde. Die Inhalte würden außerdem die nationale und öffentliche Sicherheit sowie die "soziale Ordnung" gefährden und unter das Cybersicherheitsgesetz fallen, das im Juni in Kraft trat.

Die drei betroffenen Unternehmen bestätigten am Freitag, dass Ermittlungen gegen sie eingeleitet wurden. Weibo versprach, "Kontrollmaßnahmen und -technologien auszubauen", um die Plattform von "unerwünschten Inhalten" freizuhalten. Außerdem sicherte die Firma zu, ihre "Nutzer zu ermutigen", solche Inhalte zu melden.

Das Internet in China gilt als eines der am strengsten kontrollierten weltweit. Das Zensursystem wird in Anspielung auf die Chinesische Mauer auch als "Große Firewall" bezeichnet.