China schickt Labor-Modul zur neuen Raumstation

China hat das zweite Modul für seine im Bau befindliche Raumstation ins All gebracht. Wie im chinesischen Staatsfernsehen zu sehen war, hob das Labor-Modul Wentian am Sonntag vom Weltraumbahnhof Wenchang in der südchinesischen Inselprovinz Hainan ab.

Eine Rakete vom Typ Langer Marsch 5B brachte das Modul innerhalb weniger Minuten in die Erdumlaufbahn. Chinas Raumfahrtbehörde sprach nach dem Start von einem "vollen Erfolg". Das neue Modul soll an das Kernmodul Tianhe andocken, das bereits im vergangenen Jahr ins All gebracht wurde.

Derzeit arbeiten und wohnen dort drei Raumfahrer. Voraussichtlich im Oktober soll das dritte Modul ins All geschickt und angebaut werden. Möglicherweise im Dezember ist ein weiterer bemannter Flug geplant. Dann sollen sich vorübergehend sechs Astronauten in der Raumstation aufhalten. Die am Ende 66 Tonnen schwere, T-förmige Station soll dann fertiggestellt werden und ihre regulären Betrieb aufnehmen.

Die Raumstation Tiangong untermauert Chinas Ambitionen, zur Weltraummacht aufzusteigen und zu den großen Raumfahrtnationen USA und Russland aufzuschließen.

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